09/12/2025
Warum Schlaf ein wichtiger Faktor deiner Rehabilitation ist.
Wir investieren Stunden in Training und Therapie, doch die physiologische Basis wird zu selten tief erfragt und oft genug vernachlässigt.
Minderwertiger Schlaf (Dauer und Qualität!) ist ein systemischer Stresszustand, der deine Genesung auf zellulärer Ebene sabotieren kann.
Hier sind die wissenschaftlichen Fakten im Überblick:
Erhöhtes Verletzungsrisiko: Wer chronisch unausgeruht ist (< 8h), hat eine 1,7-fach höhere Wahrscheinlichkeit, eine Verletzung zu erleiden, als ausgeschlafene Athleten.
Hormonelle Hemmung & Muskelabbau: Schlafentzug (< 7h) erhöht Stresshormone wie Cortisol und begünstigt katabole (abbauende) Prozesse. Gleichzeitig korreliert wenig Schlaf mit niedrigeren Testosteronspiegeln, was Vitalität und Muskelmasse beeinträchtigt.
Systemische Entzündungen: Eine kurze Schlafdauer steht objektiv mit erhöhten Entzündungswerten in Verbindung. Dies ist kritisch, da eine dysregulierte Entzündung die strukturelle Heilung verlangsamt.
Gesteigertes Schmerzempfinden: Schlechte Schlafqualität führt zu einer signifikant erhöhten Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie) bei Druck- und Temperaturreizen.
Metabolische Entgleisung: Schlafmangel stört die Appetitregulation massiv: Das Hunger-Hormon Ghrelin steigt, das Sättigungs-Hormon Leptin sinkt. Dies korreliert direkt mit einem erhöhten BMI.
Psychosoziale Wechselwirkung: Stress und Angstzustände können die Wundheilung um den Faktor 4 verzögern. Hoher Stress (Cortisol) am Tag einer Verletzung ist ein direkter Prädiktor für eine langsamere Heilung.
Schlaf ist keine passive Pause, sondern eine aktive, physiologische Notwendigkeit. Wer die Regeneration ignoriert, arbeitet gegen seinen eigenen Heilungsprozess.
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