20/02/2026
Du weißt, dass dir etwas nicht guttut.
Nicht nur rational, sondern spürbar.
Und trotzdem bleibst du darin. Nicht aus Unwissenheit, sondern weil ein Teil von dir daran festhält. Es ist vertraut. Es gibt Sicherheit. Vielleicht schützt es dich vor etwas, das du noch nicht anschauen willst.
Der Teufel steht im Tarot nicht für das Böse. Er steht für Bindung durch Identifikation. Für den Zustand, in dem du etwas geworden bist, das dich begrenzt. Eine Rolle. Ein Muster. Ein Bedürfnis. Ein Selbstbild.
In der Symbolik sind zwei Figuren an ihn gekettet. Entscheidend ist: Die Ketten sind nicht unlösbar. Es geht nicht um äußeren Zwang, sondern um innere Zustimmung.
In der mystischen Betrachtung repräsentiert der Teufel die Verdichtung von Bewusstsein im Materiellen. Energie bindet sich an Lust, Kontrolle, Macht oder Sicherheit und beginnt, sich darüber zu definieren. Nicht das Verlangen ist das Problem. Die unbewusste Verschmelzung damit ist es.
Solange du dich mit deinem Muster identifizierst, fühlt es sich an, als hättest du keine Wahl.
Der Teufel zeigt dir nicht, was dich fesselt.
Er zeigt dir, wo du dich selbst bindest.
Und das ist unbequem. Denn wenn die Kette nicht verschlossen ist, fällt die Ausrede weg.
Die eigentliche Frage ist nicht, was dich festhält.
Sondern was du glaubst zu verlieren, wenn du dich davon löst.
Wo erzählst du dir noch, dass du keine Wahl hast?
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