25/03/2026
BALANCE ☯️
Ist ein etwas ausgelutschtes Thema, dass wir kennen - aber oft nicht können.
Balance heißt für mich: Den delikaten Punkt zwischen „zu viel“ und „nicht genug“ zu finden - und das geht über Yin-und-Yang-Teebeutel-Weisheiten weit hinaus.
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Balance bedeutet auch, einen Fokus zu haben und zu halten, was für mich mit meiner Hirnstruktur eine Herausforderung ist - Yoga hat mich da sehr erzogen und ich möchte sagen geheilt.
Was ist für mich wichtig? Wo geht meine Energie hin?
Das ist gerade heute mit dem endlosen Strom an News, Infos, Meinungen und Bildern besonders relevant. Finde ich den Punkt zwischen Überforderung, wenn ich scrolle und scrolle und mir die Welt als ein lost place erscheint? Oder wähle ich die Ignoranz und wende mich von der Welt ab, will nur noch „das Positive“ sehen?
In der Yoga-Philosophie finden wir u.a. eine Empfehlung von Patanjali, der mit seinen Sutras eine Landkarte des menschlichen Geistes gezeichnet hat:
PRATHYAHARA.
Das wird oft als „Rückzug der Sinne“ übersetzt.
Aber wer praktiziert, weiß: Wenn es außen still wird, wird es innen oft ganz laut. Was es stattdessen auch meint:
Dass wir uns von unseren Sinnen nicht stets von links nach rechts schicken lassen. Zu heiß, zu kalt, zu hungrig, zu satt, zu aktiv, zu träge, haben wollen, auf keinen Fall wollen…Es hört nicht auf.
PRATHYAHARA meint also auch: Autonomie durch Fokus.
Da steckt eine große Freiheit drin, Klarheit zu haben. Das beinhaltet auch, Klarheit zu haben, dass man unklar ist.
Der Yoga hat viele Techniken für uns, Fokus zu finden und zu halten - und damit überhaupt fähig zur Balance zu sein. Eine Balance, die weit über das Körperliche hinausgeht.
Um eine Sache kommen wir allerdings nicht rum: Diese Techniken wollen praktiziert sein, so dass Yoga nicht nur eine Technik, sondern ein Zustand wird.
In meiner Klasse üben wir das heute.
Und ich frage Dich: Wie findest Du Balance? Jenseits des Schaumbades 😜😜😜