28/05/2025
🤍 "𝐓𝐫𝐚𝐮𝐦𝐚𝐬𝐞𝐧𝐬𝐢𝐛𝐞𝐥"
"Auf deiner Website steht, du arbeitest 'traumasensibel'. Wie ernst ist das gemeint? Ich meine, kann ich dir ein paar Sachen erzählen, die ich erlebt habe?"
Ja, das kannst du.
Ja, es ist eine meiner Eigenschaften, selbst heftigste Dinge mit anzuhören und damit ruhig bleiben und eine Stütze sein zu können.
Ein offenes Ohr. Jemand, der da bleiben kann, der wirklich hilft. Der nicht allein durchs Zuhören schon außer Kontrolle gerät und sich um sich selbst kümmern muss.
Wer selber Trauma trägt, der kann gut mitfühlen, was für ein Mehrwert das ist.
Wie viele Fehldiagnosen gehen wohl darauf zurück, dass das Thema 'Trauma' dem Patienten durchaus bewusst ist, er es dem Arzt aber nicht mitteilt.
Hier entstehen sogar Diagnosen, von denen der Patient SELBER weiß, dass sie nicht stimmen.
Weil der Behandler gar keine Chance hatte, alles zu berücksichtigen. Weil Dinge nicht benannt wurden. 😱
Für Träger von Trauma ist es nämlich schon unglaublich schwer, ÜBERHAUPT ins Reden zu kommen, nach inneren Verboten und beklemmenden Erfahrungen im Umfeld. Einem fast Fremden diese intimen Details zu verraten, stellt eine riesige Hürde dar, die viele Betroffene nicht nehmen.
Eine Hürde, die viele Betroffene dazu führt, sich mit einer EINDEUTIGEN Fehldiagnose abzugeben, weil sie wissen: "Genauer ist gerade nicht drin, weil ich davon nicht sprechen kann."
Das ist traurig. Aber das muss nicht so sein. Ja, ich arbeite 'traumasensibel'. Und das heißt einerseits, ich werde keine deiner Traumata aufrühren; sondern ich werde sie schnell erkennen und konstruktiv umschiffen.
Und WENN du was erzählen magst, dann schenke ich dir ein offenes Ohr und mein offenes Herz. Dann bist du mir willkommen mit allen deinen Schrecken. Und wir gehen da gemeinsam durch. 🫂