13/12/2025
Ein schwerer Notfall – und eine große Operation
Eine 14-jährige Hündin wurde bei uns mit starken Bauchschmerzen vorgestellt. Sie wollte sich nicht hinlegen, der Bauch war angespannt, und die Schleimhäute wirkten leicht blass. Erste Untersuchungen bestätigten den Verdacht: Im Blutbild zeigte sich eine ausgeprägte Anämie, und die weiteren Werte passten zu einem ernsten Geschehen im Bauchraum.
Eine Ultraschalluntersuchung brachte schließlich Klarheit. In der Milz fanden sich mehrere große Umfangsvermehrungen sowie etwas freie Flüssigkeit in der Bauchhöhle – Hinweise auf eine bereits fortgeschrittene Blutung. Ohne eine Operation hätte die Hündin die nächsten Stunden bis Tage nicht überstanden. Nach ausführlicher Beratung entschied sich die Besitzerin für den Eingriff, trotz der vorsichtigen bis schlechten Prognose bei solchen Veränderungen.
Am Folgetag wurde die Hündin operiert. Der Eingriff dauerte mehrere Stunden und erforderte höchste Sorgfalt: Die Milz musste vollständig entfernt werden, zusätzlich war eine Teilresektion des Netzes nötig, und abschließend wurde der Magen mittels Gastropexie fixiert, um einer möglichen Magendrehung vorzubeugen.
Sie hat die Operation gut überstanden und konnte am nächsten Tag bereits wieder kleine Portionen fressen.
Knapp eine Woche post OP, ist die Hündin wohlauf.
Der pathologische Befund schloss einen bösartigen Tumor aus und ergab, dass es sich lediglich um ein großes Hämatom handelte.
Happy End!