18/04/2021
So wahr und so schön formuliert 😍
Klar tut meine S*xualität eigentlich nichts zur Sache. Völlig egal, wen ich vögele, liebe, mit wem ich in Partnerschaft bin.
Klar.
Und uneigentlich, wie es so schön heisst, schreiben mir, seit ich gestern in meiner Story darüber sprach, Leute.
Und erzählen mir dass sie mit mehreren Partner*innen leben und sich damit so allein fühlen.
Und sagen mir dass sie glauben dass sie gar nicht hetero sind und deswegen ein schlechtes Gewissen haben.
Und danken mir dass ich davon erzähle dass man getrennt sein und zusammen leben kann.
Let me be perfectly fu***ng clear: Friedvolle Familie hat NICHTS damit zu tun, welche S*xualität du hast, welche Genderidentität und welche Familienkonstellation.
Familie ist enge Gemeinschaft. Und wenn Kinder darin leben kann diese Gemeinschaft alles mögliche UND bedürfnisorientiert sein.
Eltern können alleinbegleitend, zu zweit oder zu fünft Kinder begleiten, in Partnerschaft oder Freundschaft oder schlicht Verwandte sein die gemeinsam Kinder begleiten (wie ). Sie können romantisch involviert, platonische Kumpels oder asexuell sein. Sie können sich mit ihrem angeborenen Geschlecht identifizieren oder nicht. Sie können hetero sein oder nicht, ihre Kinder können leiblich oder adoptiert sein... It doesn't fu***ng matter.
Klar.
Problem: Wir denken noch immer dass Familie einen Blueprint hat. Dass getrennte Eltern gescheitert sind. Wir stellen gleichgeschlechtlichen Paaren, alleinerziehenden und polyamoren Familien soziale und rechtliche Stolpersteine hin.
Wir haben einen Blueprint von Familie. Der verhindert dass wir a) die Vielfalt von Familie sehen und b) unseren eigenen Weg als Familie finden.
Also ja, es ist scheißegal dass ich nicht hetero bin. Weil Familie Liebe ist, wie immer so schön schreibt. Und das ist alles was zählt.