07/02/2026
Sehr interessante Studienergebnisse Dr. Mark Benecke
Neue, tolle Studie: Autist:innen verwenden abgewandelte Gesichts-Ausdrücke, nicht "keine". Die psychologischen Kolleg:innen der University of Birmingham und University of Oxford stellten bei der Vermessung von 265 Millionen Punkten im Gesicht fest:
»Autistische Teilnehmer:innen nutzten zur Darstellung von Wut häufiger den Mund und weniger die Augenbrauen. Bei Freude zeigten sie ein weniger übertriebenes Lächeln, das die Augen nicht erreichte. Bei Traurigkeit neigten sie zu einem nach unten gezogenen Gesichtsausdruck, indem sie die Oberlippe stärker hoben als ihre nicht-autistischen Altersgenossen.
Wer zudem die eigenen Gefühle nicht so gut wahrnimmt, hatte weniger deutliche Gesichtsausdrücke bei Wut und Freude.
Nicht-autistische Personen, die sich sehr genau wörtlich ausdrücken, konnten auch Gefühle besser erkennen. Das könnte erklären, warum es autistischen Menschen schwerfällt, nicht-autistische Gesichtsausdrücke zu erkennen und umgekehrt.
Autistische und nicht-autistische Gesichter scheinen im Wesentlichen „unterschiedliche Sprachen“ zu sprechen, wenn es um die Vermittlung von Emotionen geht.« 💭
Ines sagt dazu: »Viele Gesichts-Ausdrücke habe ich für Neurotypische einfach auswendig gelernt.« Mark Dr. Mark Benecke: »Oft vergisst du aber, sie anzuwenden.« 😅 Ines: »Stimmt. Beispielsweise, wenn ich gerade nachdenke.«
White Unicorn e.V. Autismus verstehen e.V. Autismus-Spektrum: Offener Austausch für alle Interessierten Autismus Dialog
Vollständige Studie mit Abbildungen unten ☺️