29/10/2025
Als ich heute in meine Facebook-Erinnerungen schaute, sah ich, dass ich bereits vor 5 Jahren über stürmische Zeiten schrieb.
Genau heute habe ich einen neuen Blog veröffentlicht, an dem ich gestern noch gefeilt habe, in dem es wieder um stürmische Zeiten geht: die Sturm-und-Drang-Energie des Oktober 🌬
Der Oktober hat es ganz schön in sich & schüttelt uns gerade richtig durch. Ich habe den Eindruck, als würden alle Konzepte, Konditionierungen & Glaubenssätze vom Sturm, der bis gestern hier gewütet hat, freigelegt, und jegliches System, das wir kennen, kollabieren lassen.
Ich habe mehr & mehr den Eindruck, dass das, was wir früher als selbstverständlich betrachteten, nicht mehr existiert. Es fühlt sich an wie ein endgültiger, brutaler Cut in der Zeit. Mit diesem Gefühl bin ich nicht allein.
Immer öfter höre ich gerade von der Generation der 60er & 70er Jahre, zu der ich auch gehöre, wie sehr sie sich nach „ihren“ Zeiten sehnt. Nach Unbeschwertheit, Freiheit, wahrer Vielfalt, Gemeinschaft, Zuversicht, nach Klängen, die alles vereint haben.
Seit Corona denke ich oft wehmütig an meine Zeit als 80er-Jahre-Popper mit Seitenscheitel zurück, in der „A Secret Wish“ von Propaganda in Dauerschleife auf meinem Walkman lief, wenn ich mit dem Bus zum Ballett oder in die Stadt fuhr. Wie oft sehne ich die Grunge-Zeiten herbei, mit wildem Haar & kariertem Hemd. Oder die Zeit, wo ich in den 90ern im Kölner Gebäude 9 die Nacht in Baggy Pants zu wummerndem Drum & Bass durchtanzte, die Fensterscheiben dazu klirrten & der Schweiß von den Wänden tropfte.
Doch diese Zeiten sind vergangen & es liegt an uns, uns neu auszurichten, um den Stürmen, die da noch kommen, standzuhalten. Wir können aus all dem Klang, den wir damals mit unseren Herzen aufgesogen haben, Kraft schöpfen & uns von unserer eigenen Wahrhaftigkeit tragen lassen.
Umso wichtiger sind daher eine solide spirituelle Praxis, seien es Yoga oder die schamanische Arbeit. Also sorge gut für dich selbst.
Sei wie die Bäume und lasse nicht zu, von den Stürmen da draußen mitgerissen zu werden. Feiere die Zeit, in der du zu „Born Slippy“ laut „Lager, Lager“ singend auf der Tanzfläche ausgeflippt bist, zu „Smells like teen spirit“ deine Mähne geschüttelt, die wummernden Bässe von Jungle & Techno für dich entdeckt, zu Dr. Dre & Cypress Hill deinen Rumpf geschüttelt & bei „Sour Times“ von Portishead die ein oder andere Träne verdrückt hast & wisse:
Der Klang trägt dich im Auge des Sturms.
HIER geht es zu meinem Blog: https://satmantrayoga.de/der-klang-traegt-dich-im-auge-des-sturms/
Wie geht es Dir? Wie nimmst Du die Zeit aktuell wahr?