30/06/2025
TierarztPraxis Wilhelmshaven informiert – der Weg zum schlechten oder guten Röntgenbild
Röntgen gehört mit zu den wichtigsten diagnostischen Verfahren der Tiermedizin.
Allerdings nützt einem das sehr wenig, wenn die Bilder nicht vernünftig erstellt werden.
Schlechte Röntgenbilder können verschiedene Ursachen haben, darunter Fehler bei der Aufnahme, oder bei der Bildinterpretation. Oftmals sind sie auf eine Kombination dieser Faktoren zurückzuführen. Um die Qualität zu verbessern, ist es wichtig, sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Interpretation sorgfältig vorzugehen.
Typische Fehler bei der Aufnahme von Röntgenbildern sind u.a.:
• Falsche Positionierung:
Eine falsche Positionierung des Patienten oder des zu untersuchenden Körperteils
• Bewegungsartefakte:
Bewegung des Patienten während der Aufnahme kann zu Unschärfen und damit zu einer schlechteren Bildqualität führen.
In den vorliegenden Fall kann man eindrucksvoll sehen, wie man es nicht machen sollte.
Kommentar eines Tiergesundheitszentrums zu dieser Aufnahme in der Rücküberweisung war: „Lagerung wach nicht besser möglich“
Was bei Katzen ohnehin nicht verwunderlich ist.
Letztlich braucht man dann solche Aufnahmen gar nicht erst erstellen, kann dem Tier den Stress ersparen und sich selbst die Kosten dafür. Am Ende ist man genauso schlau ist wie vorher, da solche Aufnahmen in keiner Weise beurteilbar sind!
Der Weg zum guten Röntgenbild*
Um gute Röntgenbilder zu erstellen, ist es entscheidend, den Patienten korrekt zu lagern, die richtige Technik anzuwenden und die Strahlenbelastung zu minimieren. Eine gute Bildqualität wird durch eine korrekte Belichtung, scharfe Konturen und eine angemessene Darstellung von Strukturen erreicht. Digitale Röntgensysteme bieten dabei Vorteile hinsichtlich Bildqualität und Strahlenreduktion.
Falls der Zustand des Patienten es zulässt**, ist es daher immer sinnvoll, Röntgenbilder in Sedation oder Narkose anzufertigen.
Die Vorteile sind zum einen die Möglichkeit zur korrekten Lagerung und zum anderen z. B. die Möglichkeit, durch die Beatmung des Patienten eine maximale Ausdehnung der Lunge für das Thoraxröntgen zu erreichen, darüber hinaus lassen sich so Bewegungsartefakte vermeiden.
Zudem ist es so für den Patienten weniger schmerzhaft, deutlich stressfreier und auch die Strahlenbelastung ist idR. geringer, weil man weniger Aufnahmen benötigt (z.B. im falschen Moment gezappelt ).
Fazit:
Eine hervorragende Bildqualität, d.h. Lagerung, Technik und Fragestellung, ist für alle anatomischen Strukturen entscheidend!
** Es gibt Situationen, wie z.B. nach schweren Autounfällen, in denen eine „schnelle Übersichtsaufnahme“ im ersten Schritt gerechtfertigt ist.
In diesem Sinne,
lieber eine kleine Narkose, als nicht verwertbare Bilder.
Ihr Team von TierarztPraxis Wilhelmshaven – MICHLING animal health GmbH
*https://www.tierarzt-michling.de/ueber-uns/leistungen/bildgebende-verfahren/radiologie-roentgendiagnostik