23/04/2026
Zum diesjährigen Boys’Day haben wir 15 Jugendlichen die Möglichkeit geboten, Berufe fernab von Rollenklischees zu erleben. Neben dem Einblick in den Beruf des Medizinischen Fachangestellten – hier liegt der Männeranteil bundesweit bei unter 10 Prozent – gab es nützliche Infos zur Reanimation und Karrieretipps für den Weg zum Arzt. Auch hierbei ist der Männeranteil insgesamt rückläufig.
„Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist besonders groß. Umso wichtiger ist es, den Nachwuchs schon früh für den Bereich zu begeistern“, sagt Dr. Günther Matheis, Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz. „Ohne Medizinische Fachangestellte funktioniert keine Hausarztpraxis – sie sind unverzichtbar.“ Doch auch im ärztlichen Bereich fehlen Nachfolger, da viele Ärzte vor der Rente stehen.
Mit vielen Praxisübungen konnten die Jungen im Alter von 12 bis 16 Jahren direkt ausprobieren, zum Beispiel die Blutabnahme an einem Übungs-Silikonkissen, das Pulsmessen mit dem Stethoskop oder das Anlegen von Verbänden. Die Medizinische Fachangestellte Stephanie Hüsch aus der Gebhardshainer Gemeinschaftspraxis leitete sie dabei an. Wissenswertes rund um medizinische Notfälle und die Reanimation lernten die Jugendlichen bei Horst Geis (Deutsches Rotes Kreuz). An Übungspuppen konnte die Herzdruckmassage und Beatmung geübt werden. Nach einer gemeinsamen Mittagspause hatten die Jugendlichen Gelegenheit, der Ärztin Nour Bittar ihre Fragen zu stellen.
Zum Boys'Day
Der Boys’Day – Jungen-Zukunftstag ist ein bundesweites Projekt zur Berufs- und Studienorientierung von Jungen. Am alljährlichen Aktionstag lernen Schüler Berufe oder Studienfächer kennen, in denen der Männeranteil unter 40 Prozent liegt. Angesprochen sind Jungen ab der fünften Klasse.