29/08/2013
Ja sowas, jetzt ist die "Neue-Mitmach-Zeitung" nicht mehr im Netz... daher kommt hier nochmal der Artikel zum Medienparcours für alle Interessierten:
„Schutz im Internet“
Medienparcours an der Schule am Schloss in Sögel
Sögel, 25. Juni 2013
Fragen rund ums sichere Surfen in virtuellen Welten stellten Schüler der neunten Klassen den Schülern der sechsten Klassen kurz vor den Sommerferien beim Medien-Parcours an der Schule am Schloss in Sögel.
An insgesamt sieben Stationen konnten sich die Schüler der sechsten Klassen über unterschiedliche Themen wie z.B. Cyberslang, Cybermobbing, Verhalten in Chats und Sozialen Netzwerken und Selbstdarstellung in Profilen informieren. Nicht nur das sichere Surfen und der Schutz persönlicher Daten im Internet standen mit auf dem Programm, sondern auch Themen, die den Jugendmedienschutz und rechtliche Aspekte be-trafen. Hier konnten die Schüler erfahren, dass nicht alles, was im Inter-net machbar ist, auch immer erlaubt ist. An weiteren Stationen ging es um PC-, Online- und Konsolenspiele sowie die exzessive Mediennutzung bis hin zur Computersucht. Hier wurde u.a. auch das Medienkonsumverhalten der Schüler hinterfragt.
Geleitet wurden die einzelnen Stationen des Parcours von sogenannten Medien-Peers der neunten Klassen der Schule am Schloss. Insgesamt 15 Schüler/innen hatten sich im Rahmen des Medienkompetenzprojektes „Space Limit“ des Caritasverbandes Emsland von Projektleiterin Anja Böseler in einem fünfteiligen Nachmittagskurs zu Medien-Peers ausbilden lassen. „Das Engagement soll natürlich auch belohnt werden“, so Sebastian Straeck, Schulsozialarbeiter der Schule am Schloss, „diese Zusatzqualifikation wird in den Aktivpass der Schüler mit aufgenommen. Vom Projekt Space Limit, welches wir als Kooperationspartner für unsere Schule gewinnen konnten, erhalten sie zudem eine Bescheinigung für ihre Bewerbungsunterlagen.“ „Wir haben dieses Peer-to-peer-Modell (Schulung von Kindern und Jugendlichen untereinander und füreinander) der Wissensvermittlung gewählt, da Jugendliche einen guten Zugang zu Kindern haben und als in etwa Gleichaltrige eine andere Wirkung erzielen, als wenn Lehrer, Pädagogen oder Eltern auf Gefahren hinweisen und Regeln aufstellen“, berichtet Anja Böseler. „Zudem ist die Parcoursform eine abwechslungsreiche Methode. An jeder Station gibt es Aufga-ben zu lösen, die Medien-Peers vermitteln zusätzliche Informationen, diskutieren unterschiedliche Meinungen mit den Kindern und regen zum Austausch über Handlungsmöglichkeiten an. Die Jugendlichen haben das richtig klasse gemacht!“
Da so viele Informationen auch sehr hungrig machen, gab es im An-schluss an den Parcours für alle Teilnehmenden ein leckeres Mittagessen in der Mensa.
Der Medienparcours ist einer der Bestandteile der Projektkooperation zwischen der Schule am Schloss und dem Space-Limit-Projekt. Im Rahmen der präventiven Arbeit an Schulen ist es vorgesehen, die drei Zielgruppen Schüler, Lehrer und Eltern zu erreichen und passgenaue Angebote zu machen.
Zur Sache: Projekt „Space Limit“
Das Projekt startete im Oktober 2011 und zielt auf die Vermittlung von Medienkompetenz im Sinne eines verantwortungsvollen Nutzungsverhaltens und Umgangs mit den neuen Medien und bietet ein vielschichtiges Angebot: Präventionsangebote in Schulen und im außerschulischen Bereich, Informations- und Schulungsangebote für Eltern, Lehrer und Mitarbeiter in sozialen und öffentlichen Einrichtungen, Aus- und Fortbildung von Multiplikatoren. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Beratung für Betroffene mit auffälligem und exzessiven Nutzungsverhalten sowie deren Angehörige. Space Limit ist angegliedert an die Fachambulanz für Suchtprävention und Rehabilitation des Caritasverbandes Emsland. Beratung für Betroffene und Angehörige wird in allen drei Standorten der Caritas-Fachambulanz in Meppen, Lingen und Papenburg angeboten. Weitere Informationen unter Tel. 05931-886380 oder im Internet unter www.caritas-el.de sowie auf facebook unter space-limit-emsland.