09/10/2025
SPAX - Sprechapraxie
Was ist eine Sprechapraxie?
Die Sprechapraxie ist eine neurologische Störung, bei der das Gehirn Schwierigkeiten hat, die für die Sprache wichtigen Bewegungen von Lippen, Zunge und Kiefer zu planen. Betroffene wissen, was sie sagen wollen, können es aber nicht richtig aussprechen.
Stell dir vor, du willst einen Bagger fahren: Du weißt genau, was du machen willst – den Bagger vor- oder zurückbewegen, den Arm heben – aber deine Hände schaffen es nicht, die richtigen Hebel und Knöpfe in der richtigen Reihenfolge zu bedienen. So ähnlich ist es bei Sprechapraxie mit den Sprechbewegungen.
Woher kommt sie?
Sprechapraxie kann angeboren sein, beispielsweise bei Kindern mit verzögerter Sprachentwicklung. Sie kann aber auch durch Hirnschädigungen wie Schlaganfall, Unfall oder neurologische Erkrankungen entstehen.
Wer kann betroffen sein?
- Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen
- Erwachsene nach Hirnverletzungen oder neurologischen Erkrankungen
Was hilft?
Gezielte logopädische Therapie ist der Schlüssel! Dabei hilft zum Beispiel das Unterstützen der Bewegungsabläufe durch Gesten, wie bei der Erweitereten Mediationstechnik für Sprechapraxie. Mit viel Übung und Geduld lernen Betroffene, ihre Sprechbewegungen besser zu steuern und klarer zu sprechen – wie beim Üben, den Bagger sicher zu steuern.