Wilde Pfade

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Vorab: Ich stelle einen Zusammenhang her zwischen unserer persönlichen gelebten Erfahrung und einer eher wissenschaftlic...
13/03/2026

Vorab: Ich stelle einen Zusammenhang her zwischen unserer persönlichen gelebten Erfahrung und einer eher wissenschaftlichen Betrachtung - die ökologische Baseline.

Die Pflicht zum Besuch der Schule hat uns erheblichen, andauernden Stress bereitet.
Auch an schulfreien Tagen und in den Ferien.
Weil unser Sohn wusste, dass Schultage immer wieder bevorstehen.
Wir haben unser Bestes versucht, diesen Stress auszugleichen.
Es ist uns nicht gelungen.

Mit dem vorübergehenden Ruhen der Schulpflicht konnten wir den gefühlten Stress abbauen und zu unserer natürlichen Baseline zurückkehren.

Am eindrücklichsten für mich ist, jetzt zu erkennen, wie viel Erholung eigentlich gebraucht wird, um Erlebnisse zu verarbeiten - das können Tage sein, bis man sich wieder mit einem Freund treffen kann.
Diese Treffen sind dann schön und gewollt.
Wären aber ohne die Erholung dazwischen nicht möglich.

Und es zeigt sich beim Lernen. Die Motivation ist wieder da. Wir erleben ein Kind, das gerne lernt, das selbstbestimmt und für sich selbst lernt, das neugierig lernt, das schnell lernt und das sich darüberhinaus auch auf die Aufgaben der Fernschule einlassen kann.
Weil er dafür einen Raum hat, in dem er sich wohl fühlt, in dem die Hunde dabei sind, in dem er sich seinen Arbeitsplatz und die Pausen auswählen kann. Und ebenso das Fach.

Unser Kind kann sich wieder einem Familienleben widmen, gemeinsame Aktivitäten aller Art sind wieder möglich. 🤍

Das Wissen zur Baseline lässt auch nicht zu, zu glauben, dass er ja dann jetzt, wenn wieder alles gut ist, zurück in die Schule kann…
Deshalb ist es auch so hilfreich, die eigene Baseline zu kennen und sich vielleicht auch damit auseinander zu setzen, wie wir mal ohne diesen ganzen unnatürlichen Stress gelebt haben… 🌱🔥🪨🐺

Mit Liebe und Wildnis,
Kerstin 🌿🤍🐺

“Du musst einfach nur das sanfte Tier Deines Körpers lieben lassen was es liebt.” ~ Mary Oliver, Wild GeeseSo ein schöne...
05/03/2026

“Du musst einfach nur das sanfte Tier Deines Körpers lieben lassen was es liebt.” ~ Mary Oliver, Wild Geese

So ein schönes Zitat mit einer so wichtigen Botschaft -
Und gleichzeitig so schwer, wenn es nicht möglich ist.

Höchstsensible Nervensysteme passen sich an, maskieren und… übergehen.
Unnatürliche Anpassung führt auf Dauer zu einem Verlust der Empfindungen für den eigenen Körper.

Es ist der „survival mode“, der ursprünglich für echte Stresssituation auch total sinnvoll war. Dieser eigentlich natürliche Vorgang für erforderliche Situationen hat das Überleben gesichert. Aber er hat nicht angedauert und konnte auf mehreren Ebenen (körperlich und emotional) verarbeitet und abgebaut werden. 🌿

Wenn der Stress andauert, bedeutet das den Verlust der Empfindungen und kann zu einem „Taubheitsgefühl“ führen.

Deswegen brauchen wir Menschen und Orte, die dem sanften Tier Deines Körpers Zeit und Raum geben. Um es lieben zu lassen, was es liebt. 🐺🤍

Mit Liebe und Wildnis,
Kerstin 🌿🤍🐺

🤍 Ich weiss, dass es vor allem in akuten Situationen schwer möglich ist, das Denken abzustellen. Und dass es hilfreich s...
03/03/2026

🤍 Ich weiss, dass es vor allem in akuten Situationen schwer möglich ist, das Denken abzustellen. Und dass es hilfreich sein kann, sich intensiv und komplex mit einem Thema auseinanderzusetzen.

Nur darf es einen auf Dauer nicht vereinnahmen… . 🤍

Eine bewusste Entscheidung gegen noch mehr Informationen aus dem Netz kann helfen, Abstand zu gewinnen… und sich Schönem zu zu wenden.

Mit Liebe und Wildnis,
Kerstin 🌿🤍🐺

… deshalb möchte ich zukünftig Orte gestalten, die für neurodivergente Menschen sind.Mit Liebe und Wildnis,Kerstin 🐺🤍🌿
11/02/2026

… deshalb möchte ich zukünftig Orte gestalten, die für neurodivergente Menschen sind.

Mit Liebe und Wildnis,
Kerstin 🐺🤍🌿

Wenn ein Kind oder Jugendlicher nicht zur Schule gehen kann, weil die sensorischen Herausforderungen viel zu groß sind, ...
11/02/2026

Wenn ein Kind oder Jugendlicher nicht zur Schule gehen kann, weil die sensorischen Herausforderungen viel zu groß sind, der Kontext fehlt, kaum Entscheidungsmöglichkeiten vorhanden sind und das Gefühl der Zugehörigkeit nicht vorhanden ist (als Teil der Problematik - meist ist es noch komplexer, aber dadurch auch nicht leichter verständlich…), dann sind Eltern nicht gerade in der angesehensten Rolle unserer Gesellschaft - und das Kind auch nicht.

Es bedeutet für die Familie, sich in neue Rollen und Aufgaben finden zu müssen.

Ich bin Ergotherapeutin geworden aus der tiefen Überzeugung dieser Profession heraus, dass der Mensch sinnvolle Tätigkeiten und einen Platz in der Gesellschaft braucht.

Wer glaubt, dass Kinder und Jugendliche, die nicht zur Schule gehen können, deshalb automatisch glücklich und zufrieden sind - der irrt.

Unsere Gesellschaft erwartet den Schulbesuch („Und, wie läuft‘s in der Schule?“). Und erzeugt eine Haltung, die einen glauben lässt, versagt zu haben.

Der Druck, jetzt beweisen zu müssen, dass man trotzdem wer ist und was kann, wird von den Systemen erzeugt. Obwohl sie mit verantwortlich dafür sind, dass der Schulbesuch zu einer unüberwindbaren Herausforderung wird - so sehr man sich auch bemüht, anpasst, sein Nervensystem übergeht und an sich arbeitet.

Welche echten Alternativen gibt es - die gesellschaftlich genauso angesehen sind?

Die neuen Rollen, neuen Aufgaben, das Schaffen neuer Strukturen - ein Blick über den Tellerrand kann hier hilfreich sein.
Wie und wo finden sich andere Familien neu?
Welche sinnvollen Lebensgestaltungen kann es geben, welche Gemeinschaften verstehen die Herausforderungen und zeigen Perspektiven auf?

Schon die Schulzeitverkürzung war für uns nicht der leichte Weg, aber wir vertrauen weiter darauf, dass wir auf unserem wilden Pfad weiterkommen.

Mit Liebe und Wildnis,
und mit dem starken Glauben ans Hier & Jetzt,
Kerstin 🤍🐺🌿

Herzliche Einladung 🤍Tief Eintauchen in die faszinierende Natur der NeuroDiverstität.Für eine demütige und würdevolle Ge...
08/02/2026

Herzliche Einladung 🤍
Tief Eintauchen in die faszinierende Natur der NeuroDiverstität.

Für eine demütige und würdevolle Gestaltung von Therapie & Pädagogik.

Das Wissen und Verständnis für NeuroDiversität gibt einem weit mehr als nur weiteres Konzept für Therapie und Pädagogik.

Es kann einen zu einer dringend benötigten Haltung führen, die das Gemeinwohl über persönliche Interessen stellt, die eine eigene innere Stabilität wachsen lässt und damit eine Atmosphäre der Offenheit und der Zusammenarbeit schafft.

Es ermöglicht eine mutige Haltung - die für Veränderung und Bewegung steht. 🐺

Die Begleitung so genannter neurodivergenter Menschen (Menschen mit autistischer Wahrnehmung, PDA, ADHS, LRS, PTBS, FASD, höher Begabung,…) geht mit einer stillen, bescheidenen Kraft einher.
Sie wahrt Augenhöhe und ist ein Ausdruck von Weitblick.
Es gibt keine schnellen und kurzfristigen Lösungen - in einer Welt, die immer komplexer und anspruchsvoller wird.
Vielmehr geht es darum, Überforderung und Egoismus zu begegnen. Und sich auf langfristige Veränderungen mit authentischer Wirksamkeit einzulassen.
Brücken zu bauen.
Widersprüche, altes Wissen und ausgediente Muster auszuhalten und schrittweise neu zu gestalten.

Sicherheit und Vertrauen - auf kreative und spielerische Art und Weise.
Darauf freue ich mich besonders in diesem Mentoring.

Das Mentoring dient dazu…
… unsere acht Sinne besser zu kennen.
… Verhalten neu zu deuten und Perspektivwechsel zu machen.
… Menschen emotional gut zu begleiten und für sich selbst (und sein Team) gut zu sorgen.
… Therapie und Pädagogik offen und neugierig zu gestalten.

➳ Hier findet die Weiterbildung statt:
Im Fuchsbau, Zeller Gewerbezentrum 4,
64732 Bad König – Zell

➳ 26. und 27. Juni 2026

➳ Limitierte Plätze

➳ Link in Bio oder ich schicke ihn Dir direkt, wenn Du mit „Mentoring“ kommentierst. 🐺

Mit Liebe & Wildnis - und Vorfreude!
Kerstin 🌿🐺🤍

Zwei zukunftsweisende Ansätze & meine Praxis, die schon lange ein tiefes Verständnis für die wahren Bedürfnisse von Mens...
01/02/2026

Zwei zukunftsweisende Ansätze & meine Praxis, die schon lange ein tiefes Verständnis für die wahren Bedürfnisse von Menschen hat.

Nicht noch ein Ort, an dem man an sich arbeiten soll. Nicht noch ein Ort, der bewertet und urteilt.
Nicht noch ein Ort, an dem man nicht sich selbst sein kann.

Third Places - nach Ray Oldenburg.
Ray Oldenburg hat das Konzept 1989 in seinem Überraschungsbestseller „The Great Good Place“ vorgestellt.

„Die Auffassung nach einem „dritten Ort“ erinnert uns daran, dass menschliche Verbindungen Fürsorge und Pflege brauchen.“
~ Ray Oldenburg

Die Zukunft ist „Place Based“!

Eine Inspiration für Dich, um sich mit dem Ort zu verbinden:

🌱 Lerne drei wild wachsende Pflanzen in Deiner Umgebung kennen.
Ihre Namen, wann sie blühen, was sie brauchen.

Werde langsam „tiefer“ Teil Deines Ortes.

„Es ist wirklich ein einfacher Vorschlag:
Bring Bildung zurück in die Nachbarschaft.“
~ David Sobel

Beitrag inspiriert und teilweise sinngemäß übersetzt von

31/01/2026

Was ist dran am „lonely wolf“ als Metapher für autistische Menschen…? 🐺

Meine Sicht auf das soziale Leben von Wölfen, Hunden und autistischen Menschen…

🦉 Höher Begabung, Hoch Begabung, kritischem und komplexem Denken und Handeln auf der Spur – Von der Vermutung zum Erkenn...
31/01/2026

🦉 Höher Begabung, Hoch Begabung, kritischem und komplexem Denken und Handeln auf der Spur – Von der Vermutung zum Erkennen, von Zweifeln zu Erkenntnissen:

Die Vermutung „Hochbegabung“ lässt sich häufig nicht leicht aussprechen.

Aus vielerlei Gründen:

Vielleicht ist es nicht offensichtlich, weil das Verhalten eher auf Ungehorsam statt auf Unterforderung hindeutet.

Vielleicht möchte man nicht als „etwas Besseres“ gesehen werden und hält sich lieber klein.

Oder vielleicht fehlen einem noch Informationen zum ganzen Bild von „Hochbegabung“, weil man dabei bisher nur an die Messung durch IQ – Tests gedacht hat (und dieser bisher keine HB bestätigt).

Referentin: Kerstin Lang

Wir laden ein, das spannende und oft unterrepräsentierte Feld der Hochbegabung näher kennenzulernen und freuen uns auf einen informativen und unterhaltsamen Abend.

📍🦊 Der Vortrag findet im „Fuchsbau“ statt.
Zeller Gewerbezentrum 4
64732 Bad König - Zell

Eine online - Teilnahme ist möglich!

Auch Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen!

https://www.dghk-hessen.de/event/von-der-vermutung-zum-erkennen/

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