13/10/2017
In China heißt es, dass jeder Mensch eine festgelegt Anzahl von Atemzügen für sein Leben zur Verfügung hat. Je schneller der Mensch atmet, desto eher sind seine Atemzüge aufgebraucht. Langes ruhiges Atmen ist lebensverlängernd.
Die Sotai-Atemübung:
Auf dem Rücken liegen, die Hände auf den Bauch legen, die Knie aufstellen und locker aneinander legen. Die Füsse stehen schulterbreit auseinander, die Zehen sind etwas nach innen gedreht und werden leicht auf den Boden gedrückt.
Die Übung beginnt mit der Ausatmung. Wenn alle Luft aus den Lungen geflossen ist, entsteht automatisch das Bedürfnis, tief einzuatmen.
Einatmung
Die Einatmung erfolgt durch die Nase. Es wird tief nach unten in den Bauch hinein geatmet, sodass der Bauch dick wird. Dabei wölbt sich die Wirbelsäule nach oben sodass ein Hohlraum zum Boden entsteht .
Haltephase:
Nach dem Einatmen, der Mund ist geschlossen, wird die Luft im Körpermittelpunkt gehalten. Auch die Aufmerksamkeit wird nach innen in die Mitte des Bauchraums gerichtet (chinesisch: Dantian)
Schulter, Brust und Kehle sollen nicht unter Druck stehen, sondern locker gehalten werden. D.h. die Kehle ist noch offen, sodass Luft hinein oder hinaus fließen kann. Diese Spannung sollte nur solange gehalten werden, wie es angenehm ist.
Ausatmung:
Dann beginnt man langsam die Ausatmung durch die Nase oder den Mund. Der Bauch wird wieder flacher, die Wirbelsäule senkt sich. Dabei wird der Rücken rund, das Steißbein rollt sich hoch und das Schambein hebt sich. Am Ende der Ausatmung wird der Afterschliessmuskel (A**s) fester geschlossen (nicht übertreiben). Bei der anschließenden Einatmung lockert sich diese natürliche Spannung wieder.
Es ist empfehlenswert, einmal am Tag 10 Atemzüge der Sotai-Atemübung zu praktizieren.
Es sollte immer auf ein angenehmes Gefühl geachtet werden.
Die Ausatmung sollte länger als die Einatmung sein.