26/03/2026
Am 14. März, im Rahmen des Tages der Medizin, durfte ich über die psychische Gesundheit von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland sprechen.
In meiner täglichen Praxis sehe ich vor allem eines:
Patientinnen und Patienten suchen Ärztinnen und Ärzte auf, bei denen sie sich verstanden fühlen.
Sprache ist wichtig.
Aber sie allein reicht nicht aus.
Vertrauen, verstanden zu werden und eine tragfähige therapeutische Beziehung sind entscheidend für den Behandlungserfolg.
Ein weiterer wichtiger Punkt:
Während neu Zugewanderte sich oft fragen „Soll ich zurückgehen?“, bleibt dieser Gedanke bei Menschen, die seit vielen Jahren hier leben, meist nur eine Vorstellung.
Migration bedeutet nicht nur, den Ort zu wechseln.
Es ist auch ein Prozess von Identität und Anpassung.
Wir brauchen ein Gesundheitssystem, das zugänglicher und kultursensibler ist – für alle.