07/01/2026
Die Weihnachtsmärkte sind geschlossen, die Familienfeste vorüber und an Silvester wird über Neujahrsvorsätze gesprochen: Für viele Menschen ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um über den Verzicht auf den im Dezember häufig viel konsumierten Alkohol nachzudenken.
Seit einigen Jahren wird daher der Trend mit dem Namen „Dry January“ (trockener Januar) bekannter, gemeint ist der Verzicht auf Alkohol im ersten Monat des Jahres.
Der Verzicht auf Alkohol für nur einen Monat könne schon viel bringen, wie eine Studie der Universität Sussex in England 2018 gezeigt habe: Die 800 Testpersonen berichteten demnach davon, „dass sie mehr Energie haben, abnehmen, besser schlafen und allgemein einen besseren Gesundheitszustand haben.“ Blutdruck, Herz-Kreislauf und Leber profitierten.
Nicht selten hat der Abstinenzmonat längerfristige Wirkung: So sagten 67 % der an der Aktion teilnehmenden Briten, dass sie ihr Trinkverhalten langfristig verändert und auch ab Februar Alkohol weiter risikoarm konsumiert haben. 8 % blieben sogar weiter abstinent. Wissenschaftler der Universität Sussex waren im Anschluss an den „Dry January“ bereits zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Sie berichteten außerdem, dass knapp ein Viertel der Menschen, die zu Beginn des „Dry January“ noch einen schädlichen Alkoholkonsum hatten, sechs Monate später in die Kategorie „risikoarmer Konsum“ fielen.
„Der Monat ohne Alkohol ist eine super Chance, das eigene Trinkverhalten zu überdenken: Wann, wo und weshalb trinke ich wie viel Alkohol?“ so Annett Grabowski, Einrichtungsleiterin der Suchtberatungsstelle von Prop e.V. in Pfaffenhofen. „Nicht wenige nehmen dies zum Anlass, mit uns zusammen ihr Trinken zu prüfen und ggf. zu verändern.“
Unterstützung bieten hier unter anderem unsere Beratungsstellen in , und .