Interdisziplinäres HIV Zentrum IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar

Interdisziplinäres HIV Zentrum IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar Für Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko bieten wir im Rahmen unserer Spezialsprechstunde auch Beratung zur HIV Präexpositionsprophylaxe (PrEP) an.

Interdisziplinäres HIV Zentrum IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar in München: Beratung, Prävention, Diagnostik & Therapie rund um sexuell übertragbare Erkrankungen Das Interdisziplinäre HIV Zentrum (IZAR) am TUM Klinikum Rechts der Isar in München bietet Beratung, Prävention, Diagnostik und Therapie sexuell übertragbarer Erkrankungen und Infektionen, chronischer Virushepatitiden und HIV und AIDS. Im Rahmen engerer Kooperationen mit den beteiligten anderen Kliniken des TUM Klinikums kann eine interdisziplinäre Betreuung für HIV-Patientinnen und Patienten angeboten werden. Neben der therapeutischen Betreuung kann über die medizinische Nothilfe 24h/365 Tage im Jahr Beratung zur HIV Postexpositionsprophylaxe (PEP) angeboten werden. Unser Zentrum ist aktiv an der Forschung im Bereich HIV/Infektiologie beteiligt und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung. Vereinbaren Sie gerne einen Termin zur persönlichen Beratung. Unsere Sprechstunden im Überblick:

- Montag, 8:30 - 16 Uhr:
Allgemeine Infektiologie / Hepatitis-Sprechstunde und HIV PrEP- / STI-Beratung

- Dienstag, 8:30 - 16 Uhr:
Allgemeine Infektiologie / Hepatitis-Sprechstunde und HIV PrEP- / STI-Beratung

- Mittwoch, 8:30 - 16 Uhr:
Allgemeine Infektiologie / Hepatitis-Sprechstunde und HIV PrEP- / STI-Beratung

- Donnerstag, 8:30 - 16 Uhr:
Allgemeine und spezielle Infektiologie / Hepatologie-Sprechstunde und HIV PrEP- / STI-Beratung

- Freitag, 9:00 - 14 Uhr:
Allgemeine Infektiologie / Hepatitis-Sprechstunde und dermatologisch-infektiologische Sprechstunde

„Die   ist vorbei, HIV aber nicht“: Welche Impulse die Konferenz in Denver setzte und warum wir im Kampf gegen HIV nicht...
26/02/2026

„Die ist vorbei, HIV aber nicht“: Welche Impulse die Konferenz in Denver setzte und warum wir im Kampf gegen HIV nicht nachlassen dürfen

Neue antivirale Wirkstoffe, innovative Depottherapien mit langen Dosierungsintervallen und vielversprechende neue Erkenntnisse zur HIV-Prävention und -Therapie: Wie kraftvoll wissenschaftlicher Fortschritt sein kann, habe die Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections ( ) demonstriert, berichtet Prof. Christoph Spinner, Leiter unseres Interdisziplinären HIV Zentrums IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar. Die CROI zählt zu den bedeutendsten internationalen HIV-Konferenzen.

„Sie war eine mitreißende und inspirierende Erfahrung. Die Präsentation neuer Daten hat mir wieder gezeigt, wie weit die Wissenschaft bereits gekommen ist – und welch enormes Potenzial noch vor uns liegt auf dem Weg zu einer HIV-freien Zukunft und einer möglichen Heilung von HIV.“

Der Infektiologe fordert: „Diese Dynamik darf nun nicht im Konferenzsaal bleiben. Wir müssen Forschung, Versorgung und gesellschaftliches Engagement noch besser zusammenbringen.“

Besonders der antiviralen HIV-Prävention und -Therapie komme eine große Bedeutung zu, betont Prof. Spinner. „Im Rahmen der Konferenz wurden einige neue Wirkstoffkombinationen vorgestellt, die zum Teil auch als Depotpräparate einmal pro Woche, alle vier Monate oder in noch größeren Abständen verabreicht werden können. Die Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit sind vielversprechend. Ihre Verfügbarkeit könnte das Leben für Menschen mit HIV weiter deutlich vereinfachen und die Therapie in besonderen Gruppen noch wirksamer machen.“

Die entscheidende Frage sei nicht nur, was wissenschaftlich möglich ist, sondern wie schnell diese Fortschritte in die Versorgung gebracht werden können.

„Wir dürfen nicht nachlassen“, mahnt der HIV-Experte, „gerade angesichts globaler und politischer Herausforderungen. HIV ist heute behandelbar, aber nicht besiegt. Wenn wir jetzt mutig handeln, Innovation fördern und Prävention stärken, können wir die Epidemie nachhaltig zurückdrängen. Das ist kein fernes Ziel, sondern eine gemeinsame Aufgabe.“

Unser Anspruch am IZAR in München:
- Forschung rund um HIV und STI weiter vorantreiben
- Moderne Therapien zugänglich machen
- Prävention stärken
- Stigmatisierung abbauen
- Politische und gesellschaftliche Verantwortung einfordern

Fachschaft Medizin TUM BLG - Fachschaft Medizin der LMU München TU München Gesundheitsreferat München Bayerischer Landtag Deutsche Aidshilfe Deutsche AIDS-Stiftung Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) Münchner Aids-Hilfe Schwul-Queeres Zentrum Sub e.V. Caritas München und Oberbayern

HIV verstehen, aktiv bekämpfen und Prävention leben: Einblicke in die Konferenz   in den USAWie Forschung, Aktivismus un...
25/02/2026

HIV verstehen, aktiv bekämpfen und Prävention leben: Einblicke in die Konferenz in den USA

Wie Forschung, Aktivismus und Prävention zusammenwirken, um HIV effektiv und nachhaltig zu bekämpfen, zeigt die 33. Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections in Denver, USA, eindrücklich. Prof. Christoph Spinner, Leiter unseres Interdisziplinären HIV Zentrums IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar, ist vor Ort und erklärt, warum die Erkenntnisse für Forscher, Mediziner, Patienten, Angehörige und die Gesellschaft so wichtig sind.

Dass Forschung allein nicht ausreicht, um die Zahl der HIV-Neuinfektionen zu senken, wurde in der Eröffnungssession deutlich. Aktivismus und Community-Arbeit seien ein wesentlicher Aspekt, um den wissenschaftlichen Fortschritt zu ergänzen.

- Prof. Sharon Lewin (Australien, frühere Präsidentin der IAS - International AIDS Society) berichtete von ihrem Engagement in der Heilungsforschung und betonte, wie wichtig es sei, mehr Frauen in der Wissenschaft zu fördern.

- Peter Staley (US-amerikanischer Aktivist und Mitgründer der Treatment Action Group (TAG)), schilderte seine Erfahrungen aus über vier Jahrzehnten Engagement für HIV-Patienten. Fortschritt entstehe sowohl durch sichtbares, lautstarkes Handeln als auch durch kontinuierliche, stille Arbeit im Hintergrund. Er erinnerte an frühe HIV-Studien und den Durchbruch der Kombinationstherapien in den 1990er Jahren, die Millionen Menschen das Leben retteten.

- Prof. Linda-Gail Bekker (Südafrika, frühere IAS-Präsidentin) stellte ein modernes Update des klassischen Präventions-ABC vor:

A = Advocate, Act, Accelerate (aktiv werden, handeln, beschleunigen)

B = Bold action (mutiges Handeln)

C = Choice und Normalisierung von Prävention (Wahlmöglichkeiten schaffen, Prävention demokratisieren und normalisieren)

Prof. Bekker mahnte eindringlich: „40 Millionen Menschen starben, weil wir HIV oder unsere Haltung dazu unterschätzt haben. Nostalgie ist keine Strategie. 2026 müssen wir gezielt handeln – wissenschaftlich fundiert und gesellschaftlich engagiert.“

Prof. Spinner betont: „Die Konferenz zeigt, dass Forschung und Wissenschaft wirksame HIV-Prävention und -Therapie ermöglichen und in den vergangenen vier Dekaden enorme Fortschritte erreicht wurden. Prävention, Diagnostik und Therapie im alltäglichen Leben verfügbar zu machen, bleibt dennoch eine enorme Herausforderung. In Deutschland Europa und der gesamten Welt. Politische Ideologien statt Evidenz, Kürzung von Entwicklungshilfe und Stigmatisierung von vulnerablen Gruppen gefährden den Kampf gegen HIV nachhaltig! Nur durch eine Kombination aus Forschung, Medizin und Gesellschaft kann es uns gelingen, HIV erfolgreich zu besiegen, Neuinfektionen wirksam zu reduzieren und Menschen mit HIV ein normales Leben zu ermöglichen.“

Zu Foto 1, von links: Prof. Christoph Spinner, München, mit den Kollegen Dr. Axel Baumgarten, Berlin, PD Dr. Stefan Christensen, Münster und Dr. Susanne Usadel, Freiburg.

Fachschaft Medizin TUM TU München TU München Schwul-Queeres Zentrum Sub e.V. Deutsche Aidshilfe Gesundheitsreferat München Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

„Wir müssen die Krankheit bekämpfen, nicht die Kranken.“ Diese Worte sind untrennbar mit Rita Süssmuth verbunden und prä...
25/02/2026

„Wir müssen die Krankheit bekämpfen, nicht die Kranken.“ Diese Worte sind untrennbar mit Rita Süssmuth verbunden und prägen bis heute unsere Arbeit im Interdisziplinären HIV Zentrum am TUM Klinikum Rechts der Isar (IZAR) in München.

GEGEN STIGMATISIERUNG VON MENSCHEN MIT HIV

Rita Süssmuth war eine Politikerin von außergewöhnlicher Weitsicht und Menschlichkeit, die in den 1980er Jahren als Bundesgesundheitsministerin den entscheidenden Kurs setzte: gegen Ausgrenzung, gegen Angst und gegen Stigmatisierung von Menschen mit HIV.

MENSCHENFREUNDIN UND MÖGLICHMACHERIN

Am 1. Februar 2026 ist Rita Süssmuth im Alter von 88 Jahren verstorben. Beim Staatsakt im Deutschen Bundestag wurde sie als Menschenfreundin und Möglichmacherin gewürdigt. Für viele in der LGBTIQ*-Community, insbesondere für schwule Männer, war sie weit mehr – ein „Schutzengel“ in den 80-er und 90-er Jahren, als Panik, Vorurteile und fehlende Informationen das Leben von Betroffenen bedrohten.

AUFBAU EINER PRÄVENTIONSKULTUR

Rita Süssmuth stellte sich gegen repressive Vorschläge wie Isolation, Zwangstests oder Kennzeichnung von Menschen mit HIV. Stattdessen setzte sie auf Aufklärung, Prävention und Respekt. Sie führte den Dialog mit Betroffenen, hörte zu und zeigte: Solidarität rettet Leben. Durch ihre Haltung wuchs eine Präventionskultur, die Menschen stärkt, statt sie zu stigmatisieren.

Infektiologe Prof. Christoph Spinner, Leiter unseres IZAR, erinnert: „Rita Süssmuth hat uns gezeigt, dass echte Gesundheitspolitik nicht nur Krankheiten behandelt, sondern den Menschen in seiner Würde schützt. Diskriminierung behindert Prävention, verschärft Stigmatisierung und kostet Leben. Ihr Erbe verpflichtet uns, diesen Weg wissenschaftlich fundiert, menschlich und solidarisch weiterzugehen.“

Die sogenannte „Süssmuth Linie“ machte und macht Vieles selbstverständlich, was zuvor undenkbar war: staatlich finanzierte Aufklärung, saubere Spritzentauschprogramme, Beteiligung Betroffener und eine Präventionspolitik, die nicht ausgrenzt, sondern ermutigt und schützt.

Diese Prinzipien bilden bis heute einen Grundpfeiler unserer täglichen Arbeit im IZAR – von der Prävention, HIV Beratung über Diagnostik bis zur langfristigen Betreuung.

Rita Süssmuths unbeirrbarer Einsatz für Solidarität, Menschenwürde und Demokratie wird uns weiter inspirieren.

Klicktipp:
Lesen Sie hier den bewegenden Nachruf der Aidshilfe:
https://magazin.hiv/magazin/was-waeren-wir-ohne-sie-eine-verneigung-vor-rita-suessmuth/

Ihr Team des HIV Zentrums IZAR am TUM Klinikum

Rita Süssmuth hat Leben gerettet, die Menschenwürde verteidigt und HIV-Prävention ermöglicht. Sie begegnete uns auf Augenhöhe – was Ehrfurcht nicht ausschließt.

Hasenpest in Bayern nimmt zu: Wie man die Infektion erkennt, diagnostiziert und sich schützen kannEs muss gar kein Hautk...
23/02/2026

Hasenpest in Bayern nimmt zu: Wie man die Infektion erkennt, diagnostiziert und sich schützen kann

Es muss gar kein Hautkontakt mit einem toten Hasen sein: Bereits ein Zeckenstich oder das Einatmen aufgewirbelten Staubs beim Rasenmähen können ausreichen, um Tularämie – auch als Hasenpest bezeichnet – vom Tier auf den Menschen zu übertragen. Dabei reichen wenige Erreger für eine Infektion. Diese ist nach wie vor selten, tritt in Bayern seit einigen Jahren aber häufiger auf. Weil die ersten Beschwerden, etwa Fieber, geschwollene Lymphknoten oder Halsschmerzen, unspezifisch sind und leicht mit einer Erkältung verwechselt werden, wird Tularämie nicht immer sofort erkannt. Das kann den Verlauf unnötig verschlimmern und im Einzelfall sogar einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen.

Wie man die Infektion erkennt, richtig behandelt und sich wirksam schützen kann – darüber informierte PD Dr. Merle Böhmer vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) kürzlich bei unserem interdisziplinären Infektiologie & IZAR Symposium am TUM Klinikum Rechts der Isar vor rund 100 Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischen Fachkräften.

Auch Prof. Christoph Spinner, Leiter der Infektiologie am TUM Klinikum und Ärztlicher Leiter unseres HIV Zentrums IZAR, hatte in einem Interview in den Münchner Ärztlichen Anzeigen über Fälle am TUM Klinikum berichtet und betont, wie wichtig es ist, die Erkrankung frühzeitig in Betracht zu ziehen.

Nachfolgend ein Überblick:

WAS IST TULARÄMIE?

Tularämie ist eine bakterielle Infektion, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann. Besonders betroffen sind Hasen, Kaninchen und kleine Nagetiere wie Mäuse. Auch Zecken, Mücken oder Bremsen können das Bakterium weitergeben.

Wichtig: Schon eine sehr geringe Menge des Erregers – etwa zehn Bakterien – kann ausreichen, um eine Infektion auszulösen.

WIE KANN MAN SICH INFIZIEREN?

- durch Zecken- oder Insektenstiche

- durch Kontakt mit infizierten Tieren, etwa beim Anfassen eines toten Hasen

- durch Einatmen aufgewirbelten, verunreinigten Staubs, etwa beim Rasenmähen oder Kehren eines Schuppens

- durch verunreinigtes Wasser oder nicht ausreichend gegartes Wildfleisch

„Die Inkubationszeit beträgt ein bis 14 Tage. Die ersten Beschwerden treten aber meist drei bis fünf Tage nach dem Kontakt auf“, informierte PD Dr. Böhmer.

Sie schilderte einen besonders eindrücklichen Fall: Ein Hund leckte am Blut eines infizierten Hasen und übertrug die Bakterien anschließend auf ein Kind, das mit ihm kuschelte.

ZUNEHMEND MEHR INFEKTIONEN – 2025 WAR EIN REKORDJAHR

Lange Zeit war Tularämie sehr selten. Doch seit 2016 nehmen die Fälle in Bayern messbar zu:

- 294 Infektionen zwischen 2016 und 2025

- 75 Fälle allein im vergangenen Jahr

PD Dr: Böhmer beruhigt: „Die Erkrankung bleibt selten. Aber der Anstieg ist deutlich – auch im Raum München.“

WARUM WIRD TULARÄMIE OFT ERST SPÄT ERKANNT?

Die Symptome sind häufig unspezifisch und ähneln vielen anderen Erkrankungen.

Typisch können sein:

- Fieber

- geschwollene Lymphknoten

- Halsschmerzen

- ein schmerzhaftes Hautgeschwür an der Eintrittsstelle

- Husten oder Atembeschwerden

„Wir möchten die Ärzteschaft sensibilisieren, Tularämie frühzeitig in Betracht zu ziehen“, betont die Epidemiologin. Denn unbehandelt kann die Erkrankung schwer verlaufen. In komplizierten Fällen kann es zu Organbeteiligungen kommen.“

WIE WIRD TULARÄMIE DIAGNOSTIZIERT? PROF. SPINNER INFORMIERT:

Entscheidend ist zunächst der Verdacht: Wenn Fieber, geschwollene Lymphknoten oder ein ungewöhnliches Hautgeschwür nach einem Zeckenstich oder Tierkontakt auftreten, sollte Tularämie mitgedacht werden.

Zur Bestätigung können verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden:

- Blutuntersuchungen, die zeigen, ob der Körper Antikörper gegen den Erreger gebildet hat

- spezielle molekulare Tests (PCR), mit denen das Erbgut des Bakteriums direkt nachgewiesen werden kann

- in schweren Fällen auch Blutkulturen, um den Erreger direkt anzuzüchten

Je früher die richtige Diagnose gestellt wird, desto schneller kann gezielt per Antibiotikum behandelt werden, und desto geringer ist das Risiko für Komplikationen.

„In der Infektiologie des TUM Klinikums behandeln wir regelmäßig Patientinnen und Patienten mit Tularämie. In der Regel wurde die Erkrankung zuvor nicht in Betracht gezogen“, berichtet Prof. Spinner.

SO KÖNNEN SIE SICH SCHÜTZEN

- Tote Wildtiere nicht anfassen

- Beim Kontakt mit Wildtieren Handschuhe tragen

- Zecken- und Insektenschutz verwenden

- Kein Wasser aus Bächen oder Seen trinken

- Wildfleisch immer gut durchgaren

- Bei staubigen Gartenarbeiten eine Maske tragen

FORSCHUNG UND MONITORING IN BAYERN

Fälle von Tularämie beim Menschen sind nach Infektionsschutzgesetz meldepflichtig. Am LGL werden die Meldungen regelmäßig ausgewertet und epidemiologische Entwicklungen analysiert. Seit 2012 gibt es zudem ein Monitoring bei Feldhasen am LGL. Seitdem wurden 1.269 Tiere untersucht – rund ein Drittel war mit Tularämie infiziert.

Weiterhin ist im Januar 2026 eine neue Studie („TularSurv-Studie“) in Kooperation mit 68 bayerischen Gesundheitsämtern angelaufen. Ziel ist es, besser zu verstehen, wo und wie sich Menschen anstecken, um gezielte Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

Unser herzlicher Dank gilt PD Dr. Merle Böhmer für ihren eindrucksvollen Vortrag sowie allen Referierenden unseres Symposiums.

In den kommenden Tagen berichten wir über weitere spannende Themen unserer Fachveranstaltung, mit Nutzwert für alle Interessierten.

KLICKTIPP: INTERVIEW IN DEN MÜNCHNER ÄRZTLICHEN ANZEIGEN

Prof. Spinner zu Tularämie, Ausgabe 16/2025:
https://www.aerztliche-anzeigen.de/artikel/zoonosen-hasenpest-denken

Ihr Team des IZAR & Infektiologie

Weitere Informationen über unser HIV Zentrum IZAR finden Sie hier:
www.mri.tum.de/hiv-zentrum-izar

Fachschaft Medizin TUM Gesundheitsreferat München Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach, MdL Nina Warken Bundesministerium für Gesundheit

Zahl der HIV-Neuinfektionen senken: IZAR-Studie zeigt Chancen von PrEP und Telemedizin„Obwohl uns mit der HIV-PrEP ein h...
16/02/2026

Zahl der HIV-Neuinfektionen senken: IZAR-Studie zeigt Chancen von PrEP und Telemedizin

„Obwohl uns mit der HIV-PrEP ein hochwirksames, evidenzbasiertes Instrument zum Schutz vor einer HIV-Infektion zur Verfügung steht, schöpfen wir ihr Potenzial in Deutschland noch nicht aus. Strukturelle Hürden verhindern, dass sie alle Menschen erreicht, die sie brauchen“, erklärte Dr. Laura Wagner aus unserer Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II in ihrem Vortrag im Rahmen unseres interdisziplinären Infektiologie & IZAR Symposiums am TUM Klinikum Rechts der Isar. Gemeinsam mit Dr. Florian Voit hatte sie zu PrEP und Telemedizin eine Studie durchgeführt, die im Herbst auf dem Kongress der European AIDS Clinical Society (EACS) in Paris international Beachtung fand.

Der Appell „Wir müssen die Krankheit bekämpfen, nicht die Kranken“ der kürzlich verstorbenen, früheren Gesundheitsministerin und engagierten Kämpferin für Menschenwürde und gegen Diskriminierung, Rita Süssmuth, sei deshalb heute aktueller denn je.

ZAHLEN ZEIGEN DIE DRINGLICHKEIT

- Rund 97.700 Menschen leben in Deutschland mit HIV. Etwa 8.200 Infektionen sind noch unentdeckt.

- Für 2024 schätzt das Robert Koch-Institut rund 2.300 Neuinfektionen – etwa 200 mehr als im Vorjahr.

- Besonders alarmierend: 32 % der Diagnosen erfolgen erst bei fortgeschrittenem Immundefekt, mehr als die Hälfte der Betroffenen hat zu diesem Zeitpunkt bereits das Vollbild Aids.

RISIKOREDUKTION VON BIS ZU 99 %, DOCH DIE NUTZUNG STAGNIERT

„Die medikamentöse, orale HIV-PrEP bietet bei korrekter Einnahme einen Schutz von bis zu 99 %. Sie zählt damit zu den stärksten verfügbaren Instrumenten gegen HIV“, betonte Dr. Wagner.

Seit 2019 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Menschen mit erhöhtem Risiko. Dennoch stagniert die Nutzung:

- 68 % nehmen die PrEP täglich ein

- 23 % anlassbezogen

- 9 % wechselnd.

BARRIEREN ABBAUEN, UM MEHR MENSCHEN ZU ERREICHEN

Für Dr. Wagner ist klar: „Wir setzen die HIV-PrEP noch nicht konsequent genug ein. Durch mehr Digitalisierung im Gesundheitssystem – konkret Telemedizin – könnten wir wesentlich mehr Menschen wirksam schützen, insbesondere im ländlichen Raum, wo lange Wege, fehlende Schwerpunktpraxen und Versorgungslücken den Zugang erschweren.“

IZAR-STUDIE BELEGT: DIGITALE PREP-VERSORGUNG FUNKTIONIERT UND WIRD AKZEPTIERT

Unsere randomisierte, kontrollierte IZAR-Studie, die Dr. Florian Voit, Leiter der infektiologischen Hochschulambulanz am TUM Klinikum, auf dem EACS-Kongress 2025 in Paris präsentierte, liefert hierzu belastbare Daten.

Wir begleiteten 100 Patientinnen und Patienten über einen Zeitraum von 12 Monaten – entweder telemedizinisch oder im Rahmen der Standardversorgung.

Das digitale Modell umfasste Selbstprobenentnahme zu Hause, App-basierte Befundübermittlung sowie ärztliche Beratung per Videosprechstunde.

Die Ergebnisse:

- Die telemedizinische PrEP-Versorgung war technisch problemlos umsetzbar, zeigte eine hohe Adhärenz von 94,6 %, starke Akzeptanz und eine hohe Zufriedenheit (Net Promoter Score: 43,6).

- Blutanalysen wurden in 92 % der Fälle in der telemedizinischen Gruppe durchgeführt – gegenüber knapp 86 % in der Standardversorgung.

- Am Ende bevorzugte die Mehrheit der Teilnehmenden ein telemedizinisches oder hybrides Versorgungsmodell.

„ES BRAUCHT JETZT DEN KLAREN WILLEN DER POLITIK, TELEMEDIZINISCHE VERSORGUNG AUSZUBAUEN“

Die IZAR-Studie zeigt: Es funktioniert. Digitale Versorgungsmodelle können Menschen in Deutschland nachhaltiger, patientenzentrierter und leichter vor HIV schützen. „Doch die Chancen bleiben ungenutzt, solange die Politik nicht handelt“, sagt Prof. Christoph Spinner, Leiter der Infektiologie am TUM Klinikum und Ärztlicher Leiter unseres HIV Zentrums IZAR.

„Es braucht jetzt den klaren Willen, telemedizinische Versorgung flächendeckend auszubauen, in digitale Infrastruktur zu investieren und Präventionsangebote zuverlässig zu finanzieren. Innovative Konzepte dürfen nicht an fehlenden Mitteln scheitern. Die Werkzeuge sind da. Jetzt müssen sie entschlossen eingesetzt werden.“

Weitere Informationen über unser HIV Zentrum IZAR finden Sie hier:
www.mri.tum.de/hiv-zentrum-izar

Fachschaft Medizin TUM Münchner Aids-Hilfe Schwul-Queeres Zentrum Sub e.V. Deutsche Aidshilfe Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach, MdL Nina Warken Bundesministerium für Gesundheit

„Sogar bis nach dem Tod“ +++ Eindringlicher Appell gegen Stigmatisierung von Menschen mit HIV beim Infektiologie & IZAR ...
07/02/2026

„Sogar bis nach dem Tod“ +++ Eindringlicher Appell gegen Stigmatisierung von Menschen mit HIV beim Infektiologie & IZAR Symposium 2026 in München +++ Tipp: Ausstellung „Mein Leben“ noch bis einschließlich Sonntag, 8. Februar, am TUM Klinikum Rechts der Isar

„Ich bin immer noch damit beschäftigt, Behandlern selbst in München zu erklären, dass sie nach einem Termin mit Menschen mit HIV nicht sprichwörtlich die Praxis abreißen müssen.“

Wie tief Angst und Vorurteile bei nicht wenigen Ärztinnen und Ärzten und medizinischem Personal noch immer sitzen, machte PD Dr. Sebastian Noe (MVZ Am Goetheplatz) in seinem Vortrag „HIV-Update: Was ist neu und wichtig für HIV-Behandelnde im Februar 2026?“ deutlich.

Besonders in Zahnarztpraxen sei HIV weiterhin mit großer Unsicherheit verbunden, berichtete der Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie sowie Diabetologie. Obwohl moderne antiretrovirale Therapien (ART) längst zeigen: HIV ist unter Therapie nicht übertragbar (U=U).

Wichtig zu wissen:
Rund 99 % der Menschen mit HIV in Deutschland sind erfolgreich behandelt und können das Virus nicht weitergeben.

Trotzdem meiden viele Menschen mit HIV aus Angst vor Vorurteilen und Diskriminierung Arzttermine und Beratungsangebote. Das bestätigen Umfragen der Fast-Track-Cities-Initiative – Städte, die sich explizit dem Abbau von Stigma verpflichtet haben. Seit der Welt-Aids-Konferenz 2024 ist München Teil dieses Netzwerks – doch auch in München gebe es noch viel zu tun, betonte Dr. Noe.

Angst hält krank. Stigmatisierung kostet Gesundheit.

Stigmatisierung stellt ein großes Hindernis für die HIV-Prävention und frühzeitige -Therapie dar, denn befürchtete Ausgrenzung wirkt sich nachweislich auf die Bereitschaft aus, sich auf HIV testen zu lassen.

Etwa ein Drittel der HIV-Infektionen in Deutschland werden erst in einem späten Stadium festgestellt. Bei später Diagnose kann HIV viel häufiger kompliziert verlaufen und das Sterberisiko ist erhöht.

Besonders erschütternd:
Aus Unwissenheit verwehren Bestatter Angehörigen und Freunden von Menschen mit HIV oft die Abschiednahme am offenen Sarg, berichtete Dr. Noe.

Er verwies auf die Bayerische Bestatterverordnung. Diese sieht bei HIV Schutzmaßnahmen vor, etwa eine sichtbare Kennzeichnung des Sarges mit „Infektion“, und auch eine berührungslose Abschiednahme.

Was viele Bestatter – so Dr. Noe – nicht wissen:
Bei erfolgreich behandelter HIV-Infektion ist eine berührungslose Abschiednahme nicht erforderlich. Nicht-Wissen zu HIV – vor allem im ländlichen Raum – führe zu unnötigem Leid für Angehörige und Freunde.

Ein wichtiges Zeichen gegen Stigmatisierung von verstorbenen Menschen mit HIV:
Der Mediziner kündigte an, sich gemeinsam mit politischen Mandatsträgern im Kontext der Bayerischen Bestatterverordnung und HIV für bessere Aufklärung und einen würdevollen, menschlichen Abschied einzusetzen.

AUSSTELLUNGS-TIPP: „MEIN LEBEN!“ NOCH BIS SONNTAG AM TUM KLINIKUM

Ein starkes Zeichen gegen Ausgrenzung von Menschen mit HIV setzt die Ausstellung „Mein Leben!“ der Caritas AIDS-Beratungsstelle München, auf die wir hier gerne nochmals aufmerksam machen möchten. Auf vier Säulen erzählen Menschen mit HIV, ihre Angehörigen und Behandelnde berührend von ihrem Leben.

Noch bis einschließlich Sonntag können Sie die Ausstellung im Hörsaaltrakt des TUM Klinikums besichtigen. Sie richtet sich an alle, die mehr über HIV, Prävention, Therapie und das Leben mit HIV erfahren möchten. Die Ausstellung ist kostenfrei und rund um die Uhr zugänglich. Nutzen Sie die Gelegenheit und kommen Sie vorbei.

In den nächsten Tagen und Wochen informieren wir hier über weitere Themen des Infektiologie & IZAR Symposium 2026 in München. Folgen Sie unserer Seite, wenn Sie informiert bleiben möchten.

Ihr Team des IZAR

Fachschaft Medizin TUM Caritas München und Oberbayern Gesundheitsreferat München Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach, MdL Klaus Holetschek Melanie Huml Deutsche Aidshilfe Münchner Aids-Hilfe Schwul-Queeres Zentrum Sub e.V.

Volles Haus beim Infektiologie & IZAR Symposium 2026 Was für ein Abend! Wie groß der Bedarf an aktuellen, praxisrelevant...
07/02/2026

Volles Haus beim Infektiologie & IZAR Symposium 2026

Was für ein Abend! Wie groß der Bedarf an aktuellen, praxisrelevanten Updates und fachlichen Austausch ist, hat unser jährliches interdisziplinäres Infektiologie & IZAR Symposium am TUM Klinikum Rechts der Isar einmal mehr gezeigt.

Wir sind stolz und dankbar, dass rund 100 engagierte Kolleginnen und Kollegen mit uns und unseren Referentinnen und Referenten diskutiert und genetzwerkt haben.

Details über die einzelnen Vorträge erfahren Sie in den nächsten Tagen und Wochen hier auf unserer Facebook-Seite.

NACHFOLGEND EINIGE EINBLICKE

1) WAS IST NEU UND WICHTIG FÜR HIV-BEHANDELNDE

PD Dr. Sebastian Noe vom MVZ Am Goetheplatz gab ein Update u. a. zu HIV-Neuinfektionen, HIV und Rauchen, und appellierte eindringlich gegen Stigmatisierung von Menschen mit HIV. Stigmatisierung und Diskriminierung im Gesundheitswesen von Menschen mit HIV sei nach wie vor „ein Riesenproblem“, selbst in München, und wirke sich direkt auf Diagnose, Therapie-Kontinuität und Gesundheit aus, weil Menschen aus Angst vor Vorurteilen Arzt- oder Beratungsangebote meiden.

2) TELEMEDIZIN UND HIV-PREP

Obwohl die gesetzlichen Krankenkassen seit 2019 für Menschen mit erhöhtem Risiko die Kosten für HIV-PrEP übernehmen, stagniert die Zahl der PrEP-Nutzer. Wie moderne Versorgungskonzepte neue Zugänge eröffnen könnten, gerade für Menschen, die auf dem Land leben, zeigte Dr. Laura Wagner aus unserer Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II am TUM Klinikum auf.

3) TULARÄMIE – EINE ZOONOSE AUF DEM VORMARSCH IN BAYERN

294 Personen aus Bayern erkrankten zwischen 2016 und 2025 an Tularämie, auch als Hasenpest bezeichnet. Die Inzidenz sei deutlich steigend – 2025 waren insgesamt 75 Menschen aus Bayern betroffen, und wegen unspezifischer Symptome werde die Tularämie häufig erst spät diagnostiziert und behandelt, berichtete PD Dr. Merle Böhmer vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). In ihrem Vortrag beleuchtete sie Risiken, Infektionswege und Schutzmaßnahmen.

4) SCHWANGERSCHAFT UND STILLEN MIT HIV

Das Risiko einer HIV-Übertragung von einer schwangeren Frau auf ihr ungeborenes Kind beträgt ohne Behandlung etwa 15 bis 25 Prozent. Durch moderne antiretrovirale Therapie (ART) und Schutzmaßnahmen könne es auf unter 1 Prozent gesenkt werden. Mit einer erfolgreichen Therapie, die die Viruslast unter die Nachweisgrenze senkt, sind eine natürliche Geburt und Stillen inzwischen möglich. Was sich in den Leitlinien geändert hat – was Ärztinnen und Ärzte ihren schwangeren Patientinnen mit HIV raten sollten, darüber informierte PD Dr. Johanna Erber aus unserer Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II am TUM Klinikum.

5) STUDIEN-HIGHLIGHTS DER INFEKTIOLOGIE 2025

Welche Behandlungsstrategie reduziert das Risiko einer Chronifizierung der Hepatitis C bei Patienten mit akuter Infektion unter HIV-PrEP? Welche Therapie ist für Patienten mit unkomplizierter MSSA-Bakteriämie – einer Blutstrominfektion, verursacht durch das Bakterium Staphylococcus aureus – zu empfehlen? Wie sollte man eine bakterielle Scheideninfektion behandeln, damit sie möglichst nicht erneut auftritt? Prof. Dr. Jochen Schneider, Infektiologe und Mikrobiologe aus unserer Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II am TUM Klinikum, stellte besondere Studien vor, die Patienten eine bessere Behandlung ermöglichen.

6) IMPFSTRATEGIEN IN DER REISEMEDIZIN

Empfehlungen und häufige Fragen zu Tollwut, Polio, Dengue und Typhus: Darum ging es im Vortrag von Dr. Rahel Spindler vom Tropeninstitut an der LMU München. Sie stellte neue Studien und Impfstrategien vor.

Dr. Dr. Celia Oldenbüttel vom MVZ Am Goetheplatz und Prof. Dr. Christoph D. Spinner, Leiter unseres IZAR, moderierten den Abend und brachten Perspektiven zusammen.

Ein besonderes Highlight war die Lesung zur Ausstellung „Mein Leben!“, von Andrea Aichberger, Ines Anuth und Johanna Landwehr von der Caritas AIDS-Beratungsstelle München – bewegende Zwiegespräche der verstorbenen Politikerin Rita Süssmuth („Wir müssen die Krankheit bekämpfen, nicht die Kranken“) und einem Aktivisten.

Unser herzlicher Dank gilt unseren Referentinnen und Referenten für ihre fachliche Expertise, ihr leidenschaftliches Engagement und ihre klaren Botschaften sowie allen Teilnehmenden für ihr Interesse und den wertvollen kollegialen Austausch.

Ihr Team des interdisziplinäres HIV Zentrums IZAR am TUM Klinikum

TU München Fachschaft Medizin TUM Gesundheitsreferat München Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach, MdL Klaus Holetschek Münchner Aids-Hilfe Deutsche Aidshilfe Caritas München und Oberbayern Schwul-Queeres Zentrum Sub e.V.

„Diese Ausstellung berührt mich sehr, weil sie Menschen mit HIV nicht auf eine Diagnose reduziert, sondern sie in ihrer ...
29/01/2026

„Diese Ausstellung berührt mich sehr, weil sie Menschen mit HIV nicht auf eine Diagnose reduziert, sondern sie in ihrer ganzen Vielfalt zeigt“ – Herzliche Einladung zur Ausstellung „Mein Leben!“, ab sofort am TUM Klinikum Rechts der Isar (gerne teilen!)

Spannende Biografien von Menschen mit HIV, ihren Angehörigen und Menschen, die beruflich mit Menschen mit HIV arbeiten, können Sie bis einschließlich Sonntag, 8. Februar, im Hörsaaltrakt erleben.

Die Ausstellung der Caritas AIDS-Beratungsstelle München findet rund um das Symposium „IZAR meets Munich colleagues: HIV & Infektiologie 2026“ (4. Februar) statt und richtet sich an alle Interessierten, die mehr über HIV, Prävention, Therapie und das Leben mit HIV erfahren möchten.

Sie ist kostenfrei und rund um die Uhr zugänglich. Nutzen Sie die Gelegenheit und kommen Sie vorbei.

SÄULEN ÜBER MENSCHEN UND IHRE LEBENSWEGE MIT HIV

Ob ein Schauspieler, eine obdachlose Frau, ein behandelnder Arzt, eine Rentnerin, ein Priester oder ein Krankenpfleger: Auf 4 Säulen berichten Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenswegen von ihrem Alltag mit HIV, von Höhen und Tiefen, vom Alltäglichen und Außergewöhnlichen. Die Texte sind sensibel aufbereitet und teilweise anonym gehalten.

EIN ZEICHEN GEGEN STIGMATISIERUNG UND DISKRIMINIERUNG VON MENSCHEN MIT HIV

„Diese Ausstellung berührt mich sehr, weil sie Menschen mit HIV nicht auf eine Diagnose reduziert, sondern sie in ihrer ganzen Vielfalt zeigt, mit ihren Stärken, aber auch Hoffnungen. Sie führt uns eindrücklich vor Augen, dass Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit HIV in unserer Gesellschaft keinen Platz haben sollten“, betont Prof. Christoph Spinner, Leiter des Interdisziplinären HIV Zentrums IZAR am TUM Klinikum.

„MENSCHEN MIT HIV, DIE ERFOLGREICH BEHANDELT WERDEN, KÖNNEN DAS VIRUS NICHT WEITERGEBEN“

In Deutschland leben aktuell rund 96.700 Menschen mit HIV. Etwa 8.200 wissen noch nichts von ihrer Infektion, und jede dritte Infektion wird erst spät diagnostiziert – mit Folgen für Therapie und Lebensqualität.

Prof. Spinner: „Ich wünsche mir, dass diese Ausstellung viele Menschen erreicht und mithilft, Vorurteile abzubauen. Stigmatisierung und Diskriminierung verletzen und isolieren – und es gibt auch aus medizinischer Sicht überhaupt gar keinen Grund dazu. Menschen mit HIV, die erfolgreich behandelt werden und so keine nachweisbare Viruslast haben, können das Virus nicht weitergeben.“

Am IZAR in München kümmern wir uns um Menschen mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Wir bieten Beratung, moderne Behandlung, Vorsorge und Unterstützung bei möglichen Begleiterkrankungen und forschen, um unter anderem die HIV-Prävention und -Therapie zu verbessern. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass HIV besser verstanden wird und Betroffene nicht stigmatisiert werden. Unser Ziel ist, dass alle Menschen offen über HIV sprechen können und die bestmögliche Versorgung bekommen.

Weitere Informationen:

- zur Ausstellung „Mein Leben!“ und zur Caritas AIDS-Beratungsstelle München:
www.aidsberatung-caritasmuenchen.de

- zum IZAR:
www.mri.tum.de/hiv-zentrum-izar

Caritas München und Oberbayern Gesundheitsreferat München Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach, MdL Fachschaft Medizin TUM TU München BLG - Fachschaft Medizin der LMU München Münchner Aids-Hilfe Schwul-Queeres Zentrum Sub e.V. diversity München Münchner Positive - Netzwerk für HIV-Positive und Freunde

Adresse

Ismaninger Str. 22
Munich
81675

Öffnungszeiten

Montag 08:30 - 16:00
Mittwoch 08:30 - 16:00
Donnerstag 08:30 - 16:00
Freitag 08:30 - 14:00

Telefon

+498941402451

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Interdisziplinäres HIV Zentrum IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Praxis Kontaktieren

Nachricht an Interdisziplinäres HIV Zentrum IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar senden:

Teilen

Share on Facebook Share on Twitter Share on LinkedIn
Share on Pinterest Share on Reddit Share via Email
Share on WhatsApp Share on Instagram Share on Telegram