26/02/2026
„Die ist vorbei, HIV aber nicht“: Welche Impulse die Konferenz in Denver setzte und warum wir im Kampf gegen HIV nicht nachlassen dürfen
Neue antivirale Wirkstoffe, innovative Depottherapien mit langen Dosierungsintervallen und vielversprechende neue Erkenntnisse zur HIV-Prävention und -Therapie: Wie kraftvoll wissenschaftlicher Fortschritt sein kann, habe die Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections ( ) demonstriert, berichtet Prof. Christoph Spinner, Leiter unseres Interdisziplinären HIV Zentrums IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar. Die CROI zählt zu den bedeutendsten internationalen HIV-Konferenzen.
„Sie war eine mitreißende und inspirierende Erfahrung. Die Präsentation neuer Daten hat mir wieder gezeigt, wie weit die Wissenschaft bereits gekommen ist – und welch enormes Potenzial noch vor uns liegt auf dem Weg zu einer HIV-freien Zukunft und einer möglichen Heilung von HIV.“
Der Infektiologe fordert: „Diese Dynamik darf nun nicht im Konferenzsaal bleiben. Wir müssen Forschung, Versorgung und gesellschaftliches Engagement noch besser zusammenbringen.“
Besonders der antiviralen HIV-Prävention und -Therapie komme eine große Bedeutung zu, betont Prof. Spinner. „Im Rahmen der Konferenz wurden einige neue Wirkstoffkombinationen vorgestellt, die zum Teil auch als Depotpräparate einmal pro Woche, alle vier Monate oder in noch größeren Abständen verabreicht werden können. Die Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit sind vielversprechend. Ihre Verfügbarkeit könnte das Leben für Menschen mit HIV weiter deutlich vereinfachen und die Therapie in besonderen Gruppen noch wirksamer machen.“
Die entscheidende Frage sei nicht nur, was wissenschaftlich möglich ist, sondern wie schnell diese Fortschritte in die Versorgung gebracht werden können.
„Wir dürfen nicht nachlassen“, mahnt der HIV-Experte, „gerade angesichts globaler und politischer Herausforderungen. HIV ist heute behandelbar, aber nicht besiegt. Wenn wir jetzt mutig handeln, Innovation fördern und Prävention stärken, können wir die Epidemie nachhaltig zurückdrängen. Das ist kein fernes Ziel, sondern eine gemeinsame Aufgabe.“
Unser Anspruch am IZAR in München:
- Forschung rund um HIV und STI weiter vorantreiben
- Moderne Therapien zugänglich machen
- Prävention stärken
- Stigmatisierung abbauen
- Politische und gesellschaftliche Verantwortung einfordern
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