20/02/2025
Auch wenn auf den Bildern die kleinen Erdenbürger zu sehen sind, ist es eine Neurologische Therapie für Jung und Alt:
„Bewegungsmuster werden wieder nutzbar und ansteuerbar“
Die Vojta-Therapie ist eine physiotherapeutische Behandlungsmethode und wird zur Behandlung von neurophysiologischen Krankheitsbildern angewandt.
Sie wurde von Prof. Václav Vojta (Neurologe und Kinderneurologe) entwickelt und basiert auf der sogenannten Reflexlokomotion. Grob unterteilt sie sich in zwei Fortbewegungskomplexe, das Reflexumdrehen (Rücken- und Seitenlage) und das Reflexkriechen (Bauchlage).
Unter der Reflexlokomotion versteht man Reflexe, die durch von Außen gesetzte therapeutische Reize ausgelöst werden. Auf diese Reize wird mit genau definierten, immer wieder gleichermaßen, auslösbaren, unwillkürlich gesteuerten Bewegungsmustern reagiert. Die Reflexe beinhalten die natürlichen globalen und den ganzen Körper betreffende Fortbewegungsmuster des Menschen und sind nicht mit den allgemeinen physiologischen Reflexen gleichzusetzen.
Durch 10 genau definierte Reflexzonen in bestimmten Ausgangslagen, wie Rücken-, Seit- und Bauchlage, lassen sich die Reflexe der Vojta-Therapie aktivieren.
Diese Reaktionen können bei Menschen jeglichen Alters ausgelöst werden, sodass diese Therapie bei Patienten im Säuglings-, Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter mit geschädigtem zentralen Nervensystem und Bewegungsapparat angewendet werden kann.
Ein zusätzlicher Behandlungsschwerpunkt für die Vojta-Therapie bei Erwachsenen ist der Bandscheibenvorfall. Auch hier muss die Verbindung zwischen Nerv und Muskulatur oftmals wieder geschult und verbessert werden.
Zusammenfassend kann jedes Krankheitsbild, welches irgendeine Art von Bewegungseinschränkung oder fehlerhafte Bewegungsmuster beinhaltet, mit der Vojta-Therapie behandelt werden. #57290