27/03/2026
In der Therapie nach dem DIRFloortime-Ansatz bauen wir auf Stärken auf.
Stärken sind das, worauf man sich wirklich stützen kann, um das eigene Kind in seiner Entwicklung zu unterstützen, und nicht einfach nur eine Liste schöner Eigenschaften. Das können Interesse, Beharrlichkeit, der Wunsch nach Kontakt, Sensibilität, die Fähigkeit sein, sich über Kleinigkeiten zu freuen, es noch einmal zu versuchen oder den eigenen Weg zu finden, mit schwierigen Situationen umzugehen. Bei Eltern können das zum Beispiel Feinfühligkeit, Zugewandtheit, die Fähigkeit sein, wahrzunehmen, wie es dem Kind gerade geht, nach einem schwierigen Moment wieder in Kontakt zu kommen, nach einem Weg zu suchen, etwas auszuhalten und da zu sein. Die eigenen Stärken zu kennen hilft dabei, besser zu verstehen, wie man das eigene Kind bereits unterstützt und worauf man sich selbst stützen kann.
Stärken zu sehen ist wichtig, weil das Kind sich gerade über sie weiterentwickelt und sie auch Erwachsenen Halt geben.
Stärken kann man durch aufmerksame Beobachtung erkennen. Was macht das Kind lebendig? Wozu fühlt es sich von sich aus hingezogen? Wie zeigt es Beharrlichkeit? Wie versucht es, mit Schwierigkeiten umzugehen? Was gelingt ihm nicht deshalb, weil es dazu gedrängt wurde, sondern weil darin etwas Eigenes und Lebendiges von ihm steckt?
Genauso ist es auch bei den Eltern. Es ist wichtig, das wahrzunehmen, was wirklich da ist, und nicht das, was ideal wäre. Ich habe es geschafft. Ich habe durchgehalten. Ich bin wieder in Kontakt gekommen. Ich habe es bemerkt. Ich habe nicht aufgegeben. Ich versuche zu verstehen. Ich schütze.
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