16/01/2026
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Echoes of Separation, Recognition, Co-existence
Fotoausstellung und öffentliches Begleitprogramm
Freitag, 29. Januar – Sonntag, 1. Februar 2026
Unterhaus Galerie, Friedrich-Karl-Straße 4, 46045 Oberhausen
Kuratiert von Marjan G. Hasoumi in Zusammenarbeit mit Assal Alinejad und Maryam Karimi.
„Echoes of Separation, Recognition, Co-existence” ist eine Fotoausstellung mit öffentlichem Begleitprogramm. Sie findet von Freitag, dem 29. Januar, bis Sonntag, dem 1. Februar 2026, in der Unterhaus Galerie in Oberhausen statt. Die Veranstaltung vereint drei eng miteinander verbundene Beiträge. Diese begreifen Migration nicht als isolierte Erfahrung, sondern als eine geteilte menschliche Lebensrealität, die von Bewegung, Erinnerung, Verlust und Transformation geprägt ist. Durch Fotografie, Erzählen und kritische Reflexion eröffnet die Ausstellung Räume für emotionale, politische und alltägliche Perspektiven auf das, was es bedeutet, sich zu bewegen, zu gehen und neu zu beginnen.
Der Eröffnungsabend am Donnerstag, dem 29. Januar, beginnt mit einer Begrüßung durch Stefan Schroer, Mitbegründer von Kitev. Anschließend stellt die Kuratorin Marjan G. Hasoumi, die als Designerin, Architektin und Künstlerin in Deutschland tätig ist, die Idee der Ausstellung vor und reflektiert darüber, wie die drei Interventionen zusammengekommen sind. Sie spricht über die Verbindung zwischen den Arbeiten und die gemeinsamen Geschichten, die sie miteinander verknüpfen. Darüber hinaus geht sie darauf ein, wie drei iranische Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen und künstlerischen Praktiken zusammengefunden haben, um eine kollektive und kraftvolle Aussage zu formulieren.
Marjan's fotografische Serie konzentriert sich auf die emotionalen Realitäten der Trennung, die sowohl diejenigen erleben, die ihre Heimat verlassen, als auch jene, die zurückbleiben. Ihre Bilder halten Momente des Aufbruchs fest, die von Angst, Hoffnung, Sehnsucht und Entschlossenheit geprägt sind. Sie zeigen zugleich den Mut des Gehens und den leisen Schmerz, der über Distanzen hinweg getragen wird.Familiäre Bindungen, die durch Grenzen und Zeit auf die Probe gestellt werden, stehen im Zentrum der Arbeit. Sie erinnern an die emotionale Last, die Migration für alle Beteiligten mit sich bringt. Die Ausstellung bietet eine zutiefst menschliche Perspektive auf Migration, würdigt Resilienz und Verbundenheit und zeigt die anhaltende Kraft von Beziehungen jenseits von Grenzen.
Im Anschluss hält Prof. Dr. Maryam Karimi vom Department of Architecture, Urban Studies, am Politecnico di Milano einen Keynote-Vortrag mit dem Titel „Rethinking Migration Beyond Otherness“. Sie lädt das Publikum ein, Migration nicht als Ausnahme oder Krise, sondern als grundlegende Dimension menschlichen Lebens zu betrachten. In ihrem Vortrag hinterfragt sie die Vorstellung von Migration als etwas, das immer die „Anderen“ betrifft, und fordert dazu auf, Bewegung zwischen Orten, Berufen, sozialen Rollen und Lebensphasen als etwas zu erkennen, das jedes menschliche Leben auf unterschiedliche Weise prägt.
Der Abend setzt sich mit einem Vortrag von Assal Alinejad fort. Die in Italien lebende Architektin, Erzählerin und Aktivistin präsentiert „Those Little Things Everybody Knows!“, eine illustrierte autoethnografische Arbeit, in der sie ihre Erfahrungen als politische Geflüchtete reflektiert. Sie präsentiert „Those Little Things Everybody Knows!”, eine illustrierte autoethnografische Arbeit, in der sie ihre Erfahrungen als politische Geflüchtete reflektiert. Mithilfe von Zeichnungen und kurzen Erzählungen erforscht Assal, wie sich Vorstellungen von Gastfreundschaft, Solidarität und Integration in alltäglichen Begegnungen manifestieren. Zeichnen wird dabei zu einem Mittel, um Gespräche zu eröffnen, Dialoge anzuregen und über Macht, Fürsorge und Widersprüche innerhalb von Willkommens- und Aktivismuskontexten nachzudenken. Die Arbeit bietet keine abschließenden Antworten, sondern lädt die Betrachtenden dazu ein, zu reagieren, zu hinterfragen und eigene Erfahrungen des Zusammenlebens in Vielfalt zu teilen.
Der Abend endet mit einem informellen Gespräch mit den Künstlerinnen bei Getränken und kleinen Erfrischungen. Er bietet Raum für Begegnung, Austausch und die Fortsetzung des Dialogs in offener und entspannter Atmosphäre.