08/03/2026
Gleichstellung systemisch denken und strukturell handeln
Der Internationale Frauentag am 8. März erinnert daran, dass Gleichstellung keine Selbstverständlichkeit ist. Sie bleibt eine kontinuierliche gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe.
Als Fachverband für systemische Therapie, Beratung und Organisationsentwicklung bringt die DGSF eine systemische Perspektive in die aktuelle Gleichstellungsdebatte ein. Systemisches Denken richtet den Blick auf die Wechselwirkungen zwischen individuellen Erfahrungen, sozialen Erwartungen, institutionellen Rahmenbedingungen und politischen Entscheidungen. Ungleichheiten entstehen nicht isoliert – sie sind eingebettet in gesellschaftliche Strukturen und Machtverhältnisse.
Deshalb haben Vorstand, Aufsichtsrat und Fachreferent*innen der DGSF eine Stellungnahme verfasst. Darin wird unter anderem deutlich:
👉 Geschlechtsspezifische Gewalt ist kein individuelles Problem, sondern ein strukturelles Phänomen.
👉 Ökonomische Ungleichheiten wie Gender Pay Gap und Gender Care Gap spiegeln gesellschaftliche Bewertungs- und Machtstrukturen wider.
👉 Diskriminierung wirkt häufig intersektional, also im Zusammenspiel verschiedener Ungleichheitsdimensionen.
👉 Gleichstellungspolitik braucht strukturelle Veränderungen und langfristige gesellschaftliche Verantwortung.
Aus systemischer Sicht bedeutet professionelles Handeln daher auch, Machtasymmetrien mitzudenken, strukturelle Bedingungen zu reflektieren und Möglichkeitsräume für gerechtere Teilhabe zu eröffnen.
Die vollständige Stellungnahme zum Weltfrauentag findet ihr hier: https://dgsf.org/aktuell/news/gleichstellung-systemisch-denken-und-strukturell-handeln