12/12/2025
Vielleicht kennen Sie das: Plötzlich tauchen beim Lesen, beim Blick auf den Himmel oder auf eine weiße Wand kleine „fliegende Mücken“, dunkle oder durchsichtige Punkte, Flecken oder fadenartige Strukturen im Sichtfeld auf. Diese Erscheinungen sind keineswegs Einbildung oder eine optische Täuschung.
Der Grund dafür liegt im Inneren des Auges: In der gelartigen Glaskörperflüssigkeit entstehen mit der Zeit kleine Unregelmäßigkeiten oder Verdichtungen. Augenärzte nennen dieses Phänomen „Mouches volantes“ oder Glaskörpertrübungen. Sie entstehen häufig dadurch, dass das feine Gerüst des Glaskörpers im Laufe des Lebens etwas in sich zusammenfällt – ein ganz natürlicher Prozess.
Viele Menschen bemerken diese beweglichen Schatten irgendwann im Leben, besonders bei hellen Hintergründen oder bestimmten Lichtverhältnissen. Obwohl sie meist harmlos sind, können sie als störend empfunden werden. Oft hilft es, die Augen bewusst zu bewegen – etwa nach oben und unten oder von links nach rechts. Dadurch verschieben sich die Trübungen und werden weniger wahrgenommen.
Wenn die „fliegenden Mücken“ allerdings plötzlich zunehmen, Blitze hinzukommen oder Sie den Eindruck haben, einen Schatten am Rand des Gesichtsfelds zu sehen, sollten Sie unbedingt einen Augenarzt aufsuchen. In den meisten Fällen jedoch handelt es sich um harmlose, alters- oder belastungsbedingte Veränderungen im Glaskörper.