HAV - Hessischer Apothekerverband e.V.

HAV - Hessischer Apothekerverband e.V. Der Hessische Apothekerverband e.V. vertritt die Interessen der rund 1.300 Apotheken in Hessen. Eine Quote, die Ansporn und Herausforderung zugleich ist.

Der HAV setzt sich für die unabhängige inhabergeführte Apotheke ein. Dieses Engagement wird von den Inhaberinnen und Inhabern der hessischen Apotheken anerkannt: Über 98 Prozent der Apothekenleiter sind freiwillige Mitglieder im Verband. Den Status des Apothekers als freien Heilberuf in voller wirtschaftlicher Unabhängigkeit zu erhalten, ist die Maxime der Verbandsarbeit. Diese Vorgabe fließt in a

lle Verhandlungen und Gespräche mit Repräsentanten aus Politik, Verbänden und Medien ein. Sie ist gleichzeitig Voraussetzung bei der Entwicklung neuer Projekte und Strategien. Der HAV ist als Landesorganisation im Deutschen Apothekerverband e.V. (DAV) vertreten. Hierdurch ist eine enge Vernetzung mit der Berufspolitik auf Bundesebene gewährleistet. Die Verbandsmitglieder sind berechtigt, eines der bekanntesten deutschen Dachmarken-Logos – das rote Apotheken-A – zu verwenden. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Die Unverzichtbarkeit der inhabergeführten und unabhängigen Apotheke gegenüber der Öffentlichkeit darzustellen, ist zentrales Anliegen der Öffentlichkeitsarbeit. Dabei stehen die schnelle und zuverlässige Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und die Beratung hierzu im Focus der Medienarbeit. Hierfür werden eine intensive Presse- und Medienarbeit, PR- und Präventionsaktionen sowie Lobbying auf Bundes- und Landesebene eingesetzt. Vertragsmanagement

Der HAV schließt bundesweite und landesweite Verträge zur Lieferung von Arzneimitteln und Hilfsmitteln sowie Abrechnungsverträge mit allen gesetzlichen Krankenkassen und sonstigen Kostenträgern ab. Er übernimmt die Bearbeitung aller Vertragsmaßnahmen einschließlich Retaxationsverfahren und Rechtsverfahren. Betriebswirtschaft und Recht

Der HAV berät seine Mitglieder zu den Themen Kauf, Verkauf, Pacht und Unternehmenswert. Er gibt Rechtsauskünfte zu allen apothekenrelevanten Rechtsbereichen einschließlich Tarif- und Arbeitsrecht. Personalsuche

Auf der Homepage könnten Stellenangebote und -gesuche eingestellt werden. Aus- und Fortbildung

Durch seine zentrale Lage werden in den modernen und mit der neuesten Technik ausgestatteten Seminarräumen des Verbandes zahlreiche Schulungen, Seminare und Vortragsveranstaltungen für die Mitglieder und deren Mitarbeiter angeboten. Für die Mitglieder des Verbandes, die nicht im Rhein-Main-Gebiet angesiedelt sind, werden zudem viele Angebote in der Region platziert. Auch bei der betriebswirtschaftlichen Qualifikation spielt der HAV eine Vorreiterrolle. Mit der Wirtschaftsakademie Deutscher Apotheker GmbH und der Universität Bayreuth wird eine komplette betriebswirtschaftliche Ausbildung auf Hochschulniveau angeboten. Diese kann bis zum Master of Business Administration (MBA) durchgeführt werden. Vorteile durch Rahmenverträge

Der Verband bietet seinen Mitgliedern Sonderkonditionen, Aktionsboni und Beratungsaktionen mit ausgewählten Kooperationspartnern. Qualitätsmanagement

Die Mitglieder erfahren Unterstützung bei der Einführung eines QMS-Systems. Eine eigene akkreditierte Zertifizierungsstelle für die ISO-Zertifizierung von Apotheken, Arztpraxen und anderen Einrichtungen im Gesundheitswesen steht ebenfalls zur Verfügung. Rezeptabrechnung und Warenwirtschaft

Gemeinsam mit den Apothekerverbänden Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen ist der HAV Träger des Apothekenrechenzentrums Darmstadt. Er sorgt damit für eine Kostenreduktion bei der Abrechnung mit den Krankenkassen. Mit dem Rechenzentrum werden innovative Warenwirtschaftssysteme entwickelt, die helfen, die Betriebsführung zu optimieren und zu vereinfachen.

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28/04/2026

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‼️Was derzeit gegenüber den Apotheken vorbereitet wird, ist ein politischer Wortbruch mit Ansage! Den Apotheken wurden w...
21/04/2026

‼️Was derzeit gegenüber den Apotheken vorbereitet wird, ist ein politischer Wortbruch mit Ansage! Den Apotheken wurden wirtschaftliche Stabilisierung, ein Honorar von 9,50 Euro und die Wiederzulassung von Skonti in Aussicht gestellt. Tatsächlich sollen die Apotheken nun erneut belastet werden – durch einen höheren Kassenabschlag, also durch noch mehr Zwangsrabatt zugunsten der Krankenkassen. Das ist nicht nur das Gegenteil dessen, was den Apotheken versprochen wurde. Es ist ein Frontalangriff auf die wirtschaftliche Existenz vieler Betriebe!

Der Hessische Apothekerverband (HAV) hat deshalb am 20. April 2026 in einem offenen Brief an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, Hessens Ministerpräsidenten Boris Rhein und Gesundheitsministerin Diana Stolz sowie die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Simone Borchardt adressiert: Die Apotheken können keine erhöhten Rabatte an die Krankenkassen mehr zahlen. Nicht nach Jahren der Unterfinanzierung, nicht bei massiv gestiegenen Personal-, Energie-, Miet- und Bürokratiekosten und schon gar nicht, solange die politisch angekündigte Hilfe weiter ausbleibt. Der HAV fordert die Bundesregierung deshalb unmissverständlich auf, die geplante Erhöhung des Kassenabschlags sofort zu stoppen und gleichzeitig die wirtschaftliche Stabilisierung der Apotheken verbindlich auf den Weg zu bringen: mit der Anhebung des Honorars auf 9,50 Euro, der Wiederzulassung von Skonti und einer spürbaren Erhöhung des Nacht- und Notdienstzuschlags.

HAV-Vorsitzender Holger Seyfarth: „Wer jetzt den Kassenabschlag erhöht, verschärft das Apothekensterben nicht versehentlich, sondern bewusst. Besonders unerträglich ist, dass den Apotheken nicht nur die zugesagte Honoraranpassung und die Wiederzulassung von Skonti vorenthalten werden, sondern zugleich auch bei der Vergütung zentraler Gemeinwohlpflichten weiter Stillstand herrscht. Es ist völlig inakzeptabel, die Apotheken zusätzlich zu belasten und gleichzeitig weder das Fixum anzuheben noch Skonti wieder zuzulassen noch den Nacht- und Notdienst endlich spürbar besser zu vergüten. Die Vor-Ort-Apotheken sind nicht die finanzielle Reserve der Krankenkassen. Sie sind auch nicht der Steinbruch, aus dem sich Politik und Kassen bedienen können, wenn an anderer Stelle Geld fehlt!“

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15/04/2026

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15/04/2026

Aktuelles und Presse Pressemitteilungen Preis: Apothekenstärkung ohne Wenn und Aber! Preis: Apothekenstärkung ohne Wenn und Aber!Pressemitteilung15.04.2026Angesichts der am gestrigen Dienstag bekannt gewordenen Pläne der Bundesregierung zu einer GKV-Finanzierungsreform warnt ABDA-Präsident Thoma...

+++ HAV, LAK und apoBank laden zum Existenzgründertag „Vision eigene Apotheke“ ein +++Die Landesapothekerkammer Hessen (...
13/04/2026

+++ HAV, LAK und apoBank laden zum Existenzgründertag „Vision eigene Apotheke“ ein +++

Die Landesapothekerkammer Hessen (LAK Hessen), der Hessische Apothekerverband (HAV) und die apoBank (Deutsche Apotheker- und Ärztebank) laden zum Existenzgründertag „Vision eigene Apotheke“ am 18. April 2026 in Frankfurt am Main ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle Apotheker*innen, die mit dem Gedanken spielen, sich selbstständig zu machen oder eine bestehende Apotheke zu übernehmen. Die Teilnahme ist kostenlos.

‼️Alarmierende Zahlen – Wichtigkeit der Apotheke vor Ort ungebrochen‼️

Zum Ende des Jahres 2025 gab es in Hessen noch 1273 Apotheken. Während über das Jahr hinweg 34 Apotheken ihre Türen für immer schließen mussten, gab es lediglich zwei Neueröffnungen von Apotheken. Damit ist die Anzahl der Apotheken im Land in den vergangenen 15 Jahren um mehr als 25 % gesunken. Diese Entwicklung zeigt, welche Herausforderungen die Branche aktuell mit sich bringt. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage gibt es aber auch heute noch Apotheken, die erfolgreich und wirtschaftlich geführt werden können. Das ist von großer Bedeutung, denn Apotheken sind für die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und pharmazeutischer Beratung unverzichtbar.

✊♥️ „Ihr seid nicht allein!“ – Unterstützung für angehende Apothekenleiter*innen ♥️✊

„Mit dem Existenzgründertag möchten wir die Bedenken vor der Selbstständigkeit ausräumen und Hürden verringern“, sagt Dr. Schamim Eckert, Vizepräsidentin der LAK Hessen. „Unser Ziel ist es, potentielle Gründer*innen zu ermutigen und ihnen zu zeigen, dass sie mit ihren Fragen und Sorgen bei uns richtig sind. Wir sind für sie da und bieten umfassende Unterstützung.“

Miriam Oster, Vorstandsmitglied des HAV, ergänzt: „Es ist uns wichtig zu betonen, wie wertvoll der Beruf des Apothekers ist und dass es sich auch heute noch lohnt, eine eigene Apotheke zu eröffnen oder einen bestehenden Betrieb zu übernehmen. Der Existenzgründertag ist eine tolle Möglichkeit, Kontakte zu wichtigen Akteuren am Markt zu knüpfen und sich umfassend zu informieren.“

ℹ️ Programm und Themenschwerpunkte ℹ️

Der Existenzgründertag bietet ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen und Diskussionsrunden. Nach der Begrüßung durch Dr. Schamim Eckert (LAK Hessen), Miriam Oster (HAV) sowie Thomas Lenk und Tristan Schäfer (beide apoBank Frankfurt) werden Jürgen Hillerich und Michael Spatar (beide apoBank) in ihrem Vortrag die Themen Standortanalyse, Rentabilität, Kaufpreis und Finanzierung genauer betrachten. Im Anschluss berichten Apotheker*innen im Interview mit Dr. Schamim Eckert und Miriam Oster über ihre Erfahrungen als Existenzgründer*innen.
Abschließend wird Dr. Martin Weiser, Geschäftsführer der LAK Hessen, in seinem Beitrag die Herausforderungen und Chancen für die Apotheke der Zukunft aufzeigen.

✅ Austausch und Networking ✅

Neben den Vorträgen bietet der Existenzgründertag viel Raum für Gespräche mit den Referenten und den anderen Teilnehmern. Im Rahmen einer von der apoBank organisierten Ausstellung besteht für die Teilnehmer*innen zudem die Möglichkeit, mit verschiedenen Ausstellern aus den Bereichen Pharmagroßhandel, Abrechnungsdienste, Apothekeneinrichtung sowie Warenwirtschaftssystemen ins Gespräch zu kommen und sich über aktuelle Trends und Entwicklungen informieren zu lassen.

Ergänzend stehen Vertreterinnen und Vertreter der LAK Hessen, des Versorgungswerkes der LAK Hessen und des HAV für Fragen und fachlichen Austausch zur Verfügung.

Anmeldungen und weitere Infos unter:

➡️ https://www.apobank.de/wissen_news/seminare

+++ 20. April, 14 Uhr - Medizinalcannabis in der Apotheke, Teil 2: Vom ersten Rezept zur sicheren Routine +++ Teil 1 uns...
08/04/2026

+++ 20. April, 14 Uhr - Medizinalcannabis in der Apotheke, Teil 2: Vom ersten Rezept zur sicheren Routine +++

Teil 1 unserer Seminarreihe ist auf große Resonanz gestoßen – umso mehr freuen wir uns, mit Teil 2 in die praktische Umsetzung zu gehen.

In Zusammenarbeit mit der Cansativa Group findet am 20.04.2026 das kostenfreie Online-Seminar statt.

Cansativa-Experte Richard Böser ist Referent des Seminars und vermittelt den gesamten Ablauf in der Apotheke von A bis Z:

👉 Rezeptprüfung
👉 Warenfluss & Abfüllung
👉 Beratung
👉 Dokumentation & Abrechnung

Ziel ist es, Sicherheit im täglichen Umgang mit Medizinalcannabis zu schaffen und typische Stolperstellen im Prozess frühzeitig zu erkennen.

Das Seminar richtet sich an das gesamte Apothekenteam und verbindet Grundlagen mit konkreten Einblicken in den Apothekenalltag.

🎓 voraussichtlich 3 Fortbildungspunkte
💻 digital & kostenfrei

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02/04/2026

+++ Jetzt anmelden: Apothekenfachwirt*in - Management kompakt für PTAs (PKAs & Apotheker*in) +++

✔️ Live online: 08.05.–28.06.2026, 4 Wochenenden

✔️ Praxisnahes Managementtraining: Marketing, Category Management, Controlling, Personalmanagement, QMS & digitales Marketing

✔️ Karrierechancen: Leitungsaufgaben übernehmen, Apothekenleitung entlasten, strategisch entscheiden

✔️ Netzwerk & Austausch: Kolleg*innen treffen, Erfahrungen teilen

✔️ Flexible & zinsfreie Ratenzahlung: bis zu 12 Monatsraten – für Apotheken oder Privatpersonen

🔗 Details & Anmeldung: h-a-v.de/seminar-details/FW26D1

+++ HAV-Vorsitzender Holger Seyfarth: „9,50 Euro sind zugesagt. Wer daraus jetzt eine Mini-Anhebung ab 2027 und eine Str...
31/03/2026

+++ HAV-Vorsitzender Holger Seyfarth: „9,50 Euro sind zugesagt. Wer daraus jetzt eine Mini-Anhebung ab 2027 und eine Streckung bis 2031 macht, hat den politischen Auftrag entweder nicht verstanden oder will ihn bewusst unterlaufen!“ +++

Die jetzt vorgelegten Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit sind kein Gesetz. Das Bundesgesundheitsministerium selbst kündigt erst jetzt an, die Vorschläge zu prüfen und auf dieser Grundlage ein Gesetzgebungsverfahren einzuleiten. Gleichzeitig hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken am 25. Februar im Deutschen Bundestag ausdrücklich erklärt, dass die Anhebung des Apothekenpackungsfixums auf 9,50 Euro per Verordnung noch im Frühjahr geregelt und „sehr schnell“ umgesetzt werden solle. Nachfragen zu diesem Punkt wich sie gestern aus: Zwar erklärte sie erneut, sie stehe zu ihrer Zusage und werde das Thema nun „sehr zeitnah“ angehen, ließ aber offen, ob die 9,50 Euro kurzfristig und separat kommen oder in einem Sparpaket auf Jahre gestreckt werden sollen. Genau diese Klarheit ist jetzt fällig.

Umso befremdlicher ist die Empfehlung der Finanzkommission, die Erhöhung nicht jetzt umzusetzen, sondern bis 2031 zu strecken: Von 2027 bis 2029 soll das Fixum nur in Höhe der Grundlohnrate minus 1 Prozentpunkt steigen, ab 2030 dann höchstens in Höhe der Grundlohnrate, bis 2031 die 9,50 Euro erreicht werden. Die Kommission selbst hält zugleich fest, dass der Koalitionsvertrag die Erhöhung auf 9,50 Euro vorsieht.

Der Hessische Apothekerverband warnt davor, diese Empfehlung als politische Vorentscheidung zu behandeln. Wer eine seit Jahren überfällige Honoraranpassung erneut verschiebt, verschärft die wirtschaftliche Krise der Vor-Ort-Apotheken und damit die Versorgungsprobleme der Bevölkerung. Allein im Jahr 2025 ist die Zahl der Apotheken bundesweit um 440 gesunken; 502 Schließungen standen nur 62 Neueröffnungen gegenüber.

Holger Seyfarth, Vorsitzender des Hessischen Apothekerverbandes, erklärt:

„Die Finanzkommission gibt Empfehlungen ab – entscheiden muss die Politik. Und politisch ist die Lage eindeutig: 9,50 Euro sind zugesagt. Wer daraus jetzt eine Mini-Anhebung ab 2027 und eine Streckung bis 2031 macht, hat den politischen Auftrag entweder nicht verstanden oder will ihn bewusst unterlaufen.“

„Frau Warken steht im Wort. Sie hat die 9,50 Euro angekündigt und gestern erneut erklärt, man werde das Thema jetzt ‚sehr zeitnah‘ angehen. Dann erwarten wir jetzt Klarheit statt Ausweichen: Kommt die zugesagte Erhöhung kurzfristig und separat – oder soll sie im Sparpaket auf Jahre gestreckt werden? Alles andere wäre ein glasklarer Wortbruch gegenüber den Vor-Ort-Apotheken.“

„Während in Berlin gerechnet und vertagt wird, schließen draußen weiter hunderte Apotheken. Wer jetzt noch bremst, organisiert das Apothekensterben politisch selbst – mit unmittelbaren Folgen für die wohnortnahe Arzneimittelversorgung und die pharmazeutische Betreuung der Patientinnen und Patienten.“

Für den Hessischen Apothekerverband ist klar: Die Finanzkommission hatte den Auftrag, Vorschläge zur Stabilisierung der GKV-Finanzen ab 2027 zu entwickeln. Sie hatte nicht den Auftrag, eine politisch zugesagte und öffentlich angekündigte Honoraranpassung für Apotheken faktisch bis ins nächste Jahrzehnt hinauszuschieben. Jetzt kommt es darauf an, ob die Bundesgesundheitsministerin zu ihrem Wort steht und den Koalitionsvertrag verlässlich umsetzt.

23/03/2026
Einmal mehr vielen Dank für Ihr großartiges Engagement zur Stärkung der wohnortnahen Arzneimittelversorgung durch uns öf...
20/03/2026

Einmal mehr vielen Dank für Ihr großartiges Engagement zur Stärkung der wohnortnahen Arzneimittelversorgung durch uns öffentlichen Apotheken vor Ort, liebe Diana Stolz!

Gesundheitsministerin Diana Stolz: „Apotheken sind für die Bürgerinnen und Bürger eine wichtige und kompetente Anlaufstelle – eine auskömmliche Vergütung stärkt die Apotheke vor Ort.“

+++ Spitzentreffen im Hessischen Landtag in Wiesbaden für stabile Apothekenstrukturen +++Angesichts der wachsenden wirts...
16/12/2025

+++ Spitzentreffen im Hessischen Landtag in Wiesbaden für stabile Apothekenstrukturen +++

Angesichts der wachsenden wirtschaftlichen Belastungen und der bereits einsetzenden Schließungswelle öffentlicher Apotheken haben sich der Vorsitzende des Hessischen Apothekerverbandes (HAV), Holger Seyfarth, und sein Stellvertreter Dr. Guido Kruse am 11. Dezember 2025 im Hessischen Landtag in Wiesbaden mit der CDU Fraktionsvorsitzenden Ines Claus, Gesundheitsstaatssekretärin Sonja Optendrenk sowie den CDU-Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg, Jennifer Gießler, Max Schad und Dr. Ralf-Norbert Bartelt über kurzfristige Möglichkeiten zur Stabilisierung der wohnortnahen Arzneimittelversorgung ausgetauscht.

„Wir sehen in Hessen erste Lücken in der flächendeckenden Versorgung – überall dort, wo in kurzer Zeit mehrere Apotheken weggefallen sind“, sagte Dr. Guido Kruse. Um diese Entwicklung zu stoppen, müsse die im Koalitionsvertrag zugesagte Honoraranpassung nun zügig umgesetzt werden. „Dazu gehört insbesondere die Anhebung des Fixums auf 9,50 Euro je rezeptpflichtigem Arzneimittel.“

Zugleich drängte die HAV-Spitze auf eine praxistaugliche Lösung der Probleme, die sich aus dem Skonto-Urteil ergeben haben. „Apothekeninhaber sind Kaufleute und brauchen verlässliche, praxistaugliche Rahmenbedingungen“, betonte Holger Seyfarth. „Die Politik muss für Rechtsklarheit sorgen und das faktische Skonto-Verbot beenden, damit Apotheken wirtschaftlich wieder Luft zum Atmen bekommen.“

Ines Claus und Sonja Optendrenk sagten zu, die Anliegen der hessischen Apothekerschaft in die laufenden Beratungen auf Bundesebene einzubringen und sich weiterhin für starke Vor-Ort-Apotheken einzusetzen. Alle Beteiligten bekräftigten das bewährt konstruktive Miteinander zwischen hessischer Apothekerschaft und Landespolitik. „Die wohnortnahe Arzneimittelversorgung ist ein zentraler Pfeiler unseres Gesundheitssystems. Ihre Stärkung ist eine gemeinsame Aufgabe – Land, Bund und Apothekerschaft müssen hier an einem Strang ziehen“, fasste Seyfarth zusammen.

+++ Apothekenreform: HAV begrüßt Kurs - Kritik an fehlender Honoraranpassung +++Der Hessische Apothekerverband (HAV) sie...
17/09/2025

+++ Apothekenreform: HAV begrüßt Kurs - Kritik an fehlender Honoraranpassung +++

Der Hessische Apothekerverband (HAV) sieht in den gestern von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken auf dem Deutschen Apothekertag in Düsseldorf vorgestellten Eckpunkten und dem vom BMG veröffentlichten „Fahrplan für Reformen im Apothekenwesen“ wichtige Weichenstellungen – von klareren Zuständigkeiten bis zu Entlastungen beim Notdienst. Unverständlich bleibt jedoch, dass die überfällige Erhöhung des Fixhonorars erneut nicht kommt und auch kein verbindlicher Zeitpunkt genannt wurde. Warken verweist auf eine zehnköpfige Finanzkommission zur Stabilisierung der GKV, die erst bis Frühjahr 2026 Vorschläge vorlegen soll. „Unsere Mitglieder brauchen jetzt Planbarkeit. Wir erwarten einen verbindlichen Zeitplan für die Honoraranpassung und kurzfristig wirksame Entlastungen“, sagt HAV-Vorsitzender Holger Seyfarth.

Positiv bewertet der HAV, dass das BMG strukturelle Punkte adressiert – unter anderem beim Notdienst und bei betrieblichen Entlastungen. Kritisch sieht der Verband jedoch, dass Mittel aus dem pDL-Topf zur Finanzierung des Notdienstes umgeschichtet werden sollen. „Das ist linke Tasche, rechte Tasche - Versorgungsaufgaben dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, so Seyfarth. Zudem werfen Detailfragen – etwa PTA-Vertretung in bestimmten Konstellationen – fachliche und haftungsrechtliche Klärungsbedarfe auf. Der HAV kündigt an, die Ausgestaltung konstruktiv zu begleiten.

Holger Seyfarth: „Wir erkennen die Reformbereitschaft – aber ohne Honorar läuft die beste Strukturreform leer. Für die Apotheken gab es gestern wieder keinen Euro mehr, während in anderen Bereichen spürbare Erhöhungen umgesetzt wurden. Die Diäten der Bundestagsabgeordneten stiegen zum 1. Juli um 5,4 %. Beschäftigte im öffentlichen Dienst erhalten +3 % ab April 2025 und +2,8 % ab Mai 2026, Beschäftigte der Länder +5,5 % ab Februar 2025, Ärztinnen und Ärzte an Unikliniken +6,0 % ab Februar 2025. Die Vor-Ort-Apotheken dürfen nicht die einzige systemrelevante Säule sein, die weiter auf eine Indexierung und einen zeitnahen Aufschlag warten muss.“

In den Diskussionsforen der Fachpresse zeigen sich viele Apothekerinnen und Apotheker seit gestern deutlich enttäuscht – vor allem wegen der ausbleibenden Honoraranpassung und der Umschichtung zulasten der pDL. Die Spannweite der Kommentare reicht von Sorge um die Nachwuchsgewinnung über Forderungen nach klaren Zeitplänen bis hin zu der Erwartung, Kurzfrist-Entlastungen (Notdienst, Retaxationen, Bürokratie) sofort umzusetzen. Der HAV nimmt diese Signale ernst und wird sie in die Gespräche mit Politik und Kassen einbringen.

Der HAV fordert daher:

1. Verbindlichen Fahrplan für die Honoraranpassung (Fixum) und eine Perspektive zur Dynamisierung,

2. Sofortmaßnahmen: Notdienst ohne Kannibalisierung der pDL nachhaltig finanzieren, Retaxationsrisiken eindämmen, Bürokratie abbauen,

3. Klare Leitplanken für neue Rollen-/Vertretungsregeln (Qualifikation, Haftung, Qualitätssicherung).

Adresse

Strahlenbergerstrasse 112
Offenbach Am Main
63067

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