13/02/2026
# ⚓️
5 Tage und Nächte mit immer wiederkehrendem Schüttelfrost, Fieber, Schmerzen, Übelkeit, Erschöpfung, jeden Tag, jede Nacht.
Dienstagmorgen: Ein Oberarzt in der Visite: "Sie benötigen ein Antibiotikum. Ihre Harnblase ist nicht in Ordnung.
Wir nehmen Blut und entscheiden anhand dessen, welches Antibiotikum Sie benötigen".
Ich erwidere, dass ich nur begrenzt Antibiotikas vertrage, mit mir Rücksprache gehalten werden muss, was verabreicht wird und spreche darauf an, ob es sich um einen Rheumaschub, eventuell Morbus Bechterew handeln könnte und nehme ihm das Versprechen ab, die Werte bestimmen zu lassen, er willigt ein.
Nachmittags: Ich fange an zu frieren und weiß aus den letzten Tagen, dass dem innerhalb einer Stunde Schüttelfrost, bei der sich meine komplette Muskulatur verkrampft, pulsierende Schmerzen in der unteren Wirbelsäule und dann Fieber entwickelt, das Stunden anhält und klingel, damit ich Ibuprofen und eine Hydrocortisoninfusion anfordern kann.
2 Tage und 2 Nächte in der Klinik und noch immer ist unklar, warum es mir so schlecht geht.
Die Schwester, auf mein Drängen, nun endlich ein Antibiotikum einzusetzen, verweigert dies.
Ich telefoniere mit der diensthabenden Ärztin: "Ihre Entzündungswerte sind gefallen, ich sehe keinen Grund, Ihnen ein Antibiotikum zu verordnen".
Ich mache ihr klar, dass ich eine chronische Nebennierenrindeninsuffizienz habe, Mastzellpatientin bin, es mir sehr schlecht geht und mein Körper das nicht allein schafft.
"Ibuprofen und Hydrocortison können Sie erhalten, mehr nicht". (Trotz erhöhter Leukozyten im Urin!)
Da ist mir klar, ich entlasse mich selbst, mit Fieber.
Ibuprofen und Hydrocortison kann ich mir auch Zuhause selbst verabreichen.
Zuhause angekommen nehme ich ein Antibiotikum, dass ich noch Zuhause habe, fordere am nächsten Tag einen Hausbesuch meiner Ärztin an, sie kommt, verschreibt mir das benötigte Antibiotikum.
3 Tage - bis Freitagmorgen dauert es, bis ich endlich fieberfrei, ohne Schmerzen, ohne Schüttelfrost bin.
Der Schüttelfrost und das Krampfen, hat meinem Herz so zugesetzt in den 5 Tagen und Nächten, dass ich es kaum schaffe aufzustehen.
In den Schmerz und Fieberphasen, die Stunden anhalten, arbeite ich mental dagegen an, mit meditativen Atemübungen und versuche so, die Krämpfe zu lösen, über Stunden.
Aber am Freitag ist es endlich so weit, ich spüre, dass es eine deutliche Verbesserung gibt und mir ist klar, ich hab das Schlimmste hinter mir und hoffe, dass es kein Fieber mehr gibt.
Anscheinend habe ich eine Blasenentzündung verschleppt, mit Beteiligung der Nieren/Nierenbecken.
Die Nieren, die nun nicht mehr schmerzen, waren der Grund, warum sich mein Gesundheitszustand so rapide verschlechtert hatte, eine andere Erklärung gibt es dafür nicht.
Die Rheumawerte sind negativ, AnAwerte grenzwertig erhöht.
Vor 2 Wochen war ich 2x in meiner Praxis und habe alle Symptome einer Blasenentzündung gehabt.
Aber - "Der Test hat ergeben, dass alles in Ordnung ist, Frau Taux"! Oh super, warum geht's mir dann so scheiße?
Nur mit erhöhtem Hydrocortison und Ibuprofen habe ich es ertragen können.
Eine Woche später dann der unerklärliche Schüttelfrost und alles, was ich dazu beschrieben habe.
Fazit für mich: Meine Entscheidung, es selbst in die Hand zu nehmen war richtig.
Als ich Zuhause war, am Dienstagabend, frug ich mich schon, ob das wirklich allein zu schaffen ist und wie das für mich ausgeht.
Ich hatte Sorge, dass meine Nieren ohne Antibiotikum Schaden nehmen oder schlimmeres geschieht, dass sich das langfristig negativ auf meinen Gesundheitszustand auswirken kann - und das wollte ich auf jeden Fall verhindern.
In der Klinik fühlte ich mich nicht gut aufgehoben, medizinisch betrachtet.
Die Problematik des Addison und der Mastzellen hatte da keiner auf dem Schirm.
Jetzt, nach 3 Tagen Antibiotikumeinnahme und deutlicher Verbesserung bin ich erleichtert, aber auch erschüttert, dass es so laufen kann.
Wieso hat man das im Krankenhaus nicht erkannt?
Warum kein Antibiotikum trotz erhöhter Leukozyten im Urin und erhöhter Entzündungswerte im Blut - Fieber, Schüttelfrost, unglaublichen Schmerzen und Krämpfen?
Warum haben die Tests in der Praxis versagt?
Ich habe darauf keine Antworten und bin einfach nur dankbar, dass es jetzt wieder bergauf geht.
Dankbar, für meinen liebevollen und fürsorglichen Partner, der mich in dieser Krise unterstützt hat und für mich da war.
Für meinen Sohn, der jeden Tag wissen wollte, wie es mir geht.
Für alle Anrufe und Nachrichten von Freunden, die sich Sorgen gemacht haben und auch ihre Unterstützung angeboten haben.
Aber ich denke auch an all jene, die ganz allein sind und niemanden haben.
Verzweifelt in solchen Krisen.
An Euch denke ich ganz besonders und schicke Herzensgrüße, Zuversicht, bleibt stark.
Danke ❤️