29/01/2026
Ende der 1980er Jahre macht die Psychologin Francine Shapiro bei einem Spaziergang eine scheinbar banale, aber folgenreiche Beobachtung: Bestimmte, rhythmische Augenbewegungen verändern, wie intensiv sich belastende Erinnerungen anfühlen.
Aus diesem Zufallsmoment entsteht eine Idee und aus der Idee schließlich eine neue therapeutische Methode. EMDR.
Was früher als umstritten galt, ist heute fester Bestandteil vieler Behandlungsleitlinien bei Traumafolgestörungen.
Und die Geschichte geht weiter: Inzwischen wird das Prinzip nicht nur in der Traumatherapie genutzt, sondern auch in Coaching, Pädagogik und Stressregulation.
Überall dort, wo Menschen feststecken und ihr inneres Erleben wieder in Fluss kommen soll.
Die Geschichte der bilateralen Stimulation erinnert uns daran, dass große Entwicklungen manchmal mit einer kleinen, neugierigen Beobachtung beginnen und dass Heilung manchmal einfach damit startet, einen Schritt nach links und einen nach rechts zu gehen.