14/02/2026
Weltkinderkrebstag: „Wir sind große Fans von Dir, Du bist unglaublich tapfer“ 💕🩺🚑
Am Sonntag, 15. Februar ist Weltkinderkrebstag. Die siebenjährige Mila Schreibmüller aus Neukirch bei Tettnang hat ihren Lymphtumor besiegt – auch dank der Versorgung in unserer Kinderklinik am St. Elisabethen-Klinikum, an der wir derzeit etwa 50 krebskranke Kinder aus der Region Bodensee-Oberschwaben behandeln. Die Eltern schildern in bewegenden Worten die Zeit der Behandlung. ❤️🚑🩺🙏
RAVENSBURG / NEUKIRCH – Als Isabelle Schreibmüller am 3. Juli 2025 im St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg erfährt, dass ihre sieben Jahre alte Tochter Mila an einem neun Zentimeter großen Lymphdrüsentumor (Burkitt-Lymphom) leidet, hat sie kaum Zeit, darüber nachzudenken, ihre Angst zu fühlen. Alles geht rasend schnell. Oberarzt Dr. Martin Riester, Spezialist für Kinder-Onkologie und -Hämatologie an der Klinik für Kinder und Jugendliche, vermittelt sofort einen Platz am Uniklinikum Tübingen und klärt die Mutter darüber auf, was die Familie nun erwartet. „Burkitt-Lymphome wachen sehr schnell und sind hochmaligne Tumore, die Zellen verdoppeln sich etwa alle 24 Stunden. Die Behandlung erfordert eine sofortige, intensive Chemotherapie, deshalb galt es hier, keine Zeit zu verlieren“, sagt Dr. Riester.
Isabelle Schreibmüller spricht mit ihrem Mann Frank, verabschiedet sich am Telefon von Leo, ihrem vierjährigen Sohn, und bricht gleich darauf mit Mila via Krankentransport nach Tübingen auf. Sie bleibt stark. „Ich habe nicht geweint, nicht zu diesem Zeitpunkt“, erzählt die 35-Jährige sieben Monate danach. „Später ab und an schon. Aber damals habe ich funktioniert. Ich habe alles gegeben, was ich konnte, um positiv zu bleiben. Ich war sogar dankbar – darüber, dass ich nicht nachgegeben hatte, als Mila über Bauchweh klagte, dass ich hartnäckig geblieben war. Wer weiß, was sonst passiert wäre. In diesem Moment hatten wir endlich Gewissheit und wussten, womit wir es zu tun hatten.“ Nachdem Mila, sonst ein lebhaftes, quirliges Mädchen, tagelang matt und müde gewirkt und an einem stark verhärteten Bauch gelitten hatte, war die Mutter zunächst ohne Ergebnis von Arzt zu Arzt gezogen, ehe ihr Hausarzt Dr. Georg Rösch in Bodnegg mittels Ultraschall den Tumor erkannte und Mila ans EK überwies.
Für Frank Schreibmüller, Milas Vater, war die Diagnose zunächst ein Tiefschlag, „als ob mir jemand den Boden unter den Füßen wegzieht“, erklärt er. „Da kam sehr viel hoch in mir, was ich verdrängt hatte. Ich war neun, als meine Mutter an Magen- und Bauchspeichelkrebs starb, als ich 19 war, starb auch mein Vater, ebenfalls an Magenkrebs. Als ich von Milas Krankheit erfuhr, wusste ich, das ist die größtmögliche Katastrophe. Krebs ist der K.o.-Gegner, gegen Krebs hast du keine Chance, das hatte ich als Kind gelernt. Auch wenn uns die Ärzte an der Ravensburger Kinderklinik und in Tübingen sofort Mut gemacht haben, dass der Tumor super auf die Chemotherapie anspricht, auch wenn alle sagten, dass die Chance, dass Mila geheilt wird, über 90 Prozent beträgt, tat ich mir schwer, positiv zu sein“, sagt der 38-Jährige.
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Uniklinik für Kinder- und Jugendmedizin Tübingen Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e. V. Giulia Gwinn FC Bayern München