26/02/2026
Gute Bürokratie. Schlechte Bürokratie. Und irgendwo dazwischen: der Praxisalltag.
Ich arbeite mit Ganzen Menschen, um ihre Gesundheit zu verbessern.
Mehr Lebensqualität. Mehr Stabilität im Alltag.
Bürokratie gehört dazu – keine Frage.
👉 Sinnvolle Bürokratie ist wichtig.
Arztbriefe an andere Behandler oder an den Hausarzt.
Rentenverfahren.
Grad der Behinderung.
Bescheinigungen, die Patienten absichern.
Das schafft Klarheit. Das hilft.
👉 Problematische Bürokratie fühlt sich anders an.
Wenn Krankenkassen oder der Medizinische Dienst immer häufiger nachfragen,
ob eine Arbeitsunfähigkeit wirklich gerechtfertigt ist
und wie lange sie noch dauern soll.
Viele Patienten berichten dabei,
dass sie sich durch wiederholte Kontaktaufnahmen
zunehmend unter Druck gesetzt fühlen.
Nicht als Vorwurf –
sondern als subjektives Erleben im Krankheitsverlauf.
Und ja:
Natürlich gibt es auch Menschen, die ein System ausnutzen.
Das finde ich genauso problematisch.
Was aber oft passiert:
Maßnahmen, die eigentlich Einzelfälle betreffen sollen,
wirken in der Praxis sehr breit
und treffen am Ende auch viele chronisch kranke Menschen,
die ärztlich betreut und ohnehin belastet sind.
Chronische Erkrankungen werden nicht schneller besser,
nur weil man öfter nachfragt.
Bürokratie darf begleiten.
Sie sollte nicht zusätzlich krank machen.