26/02/2026
In Bolivien gibt es einen besonderen Umgang mit dem Tod. Dort werden sogenannte Ñanitas verehrt. Das sind echte menschliche Schädel, die liebevoll geschmückt werden. Sie bekommen Blumen, Mützen, Sonnenbrillen oder Zi******en und werden wie Glücksbringer behandelt. Viele Menschen glauben, dass Ñanitas schützen, helfen und im Alltag begleiten.
Einmal im Jahr, meist Anfang November, werden die Schädel zu einem gemeinsamen Fest mitgenommen, gesegnet und öffentlich gezeigt. Dieser Brauch erinnert an den Dia de los Mu***os, auch wenn er in Bolivien eine eigene Bedeutung hat und anders gefeiert wird. Der Tod wird dabei nicht versteckt oder gefürchtet, sondern gehört sichtbar zum Leben dazu.
Für Kinder kann das ein guter Ansatz sein, um zu erklären, dass der Tod in verschiedenen Kulturen unterschiedlich gesehen wird. Während hier oft Stille und Zurückhaltung im Vordergrund stehen, gibt es Orte, an denen Erinnern bunt, offen und sogar fröhlich sein darf. Das zeigt, dass es viele Wege gibt, mit Verlust umzugehen.