13/02/2023
Wie lebt es sich mit der Diagnose Krebs? In unserer aktuellen Ausgabe möchten wir einen Beitrag zu mehr Offenheit im Umgang mit Krebs leisten. Dazu haben wir unter anderem mit Andrea Bänker gesprochen, die als Projektleiterin für Der Wünschewagen Franken/Oberpfalz des Arbeiter-Samariter-Bundes im Landesverband Bayern verantwortlich ist.
“Wenn sich das Leben wendet, treten oftmals unerfüllte Wünsche in den Vordergrund”, berichtet Bänker.
Die Initiative möchte hier Abhilfe schaffen: “Die Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bunds bringen schwerstkranke Menschen noch einmal an einen persönlich bedeutsamen Ort – zu einem Familientreffen, zum Konzert der Lieblingsband oder noch ein letztes Mal ans Meer. Wie bei unserem Fahrgast Harald, der schwer an Krebs erkrankt ist und dessen großer Wunsch es war, noch einmal das Meer zu sehen. Das Team vom ASB-Wünschewagen Franken/Oberpfalz organisierte Unterkunft und Palliativ-Versorgung vor Ort – und brachte Harald sorgenfrei an sein Wunschziel Usedom. Die Sonne im Gesicht und der Wind in den Haaren machten die Zeit dort perfekt.
Ehrenamtlicher Wunscherfüller zu sein ist eine Herzensangelegenheit für unsere Mitarbeitenden. Gemeinsame Zauberstunden vermitteln, die die Kranken in die Lage versetzen, ihren Tunnelblick auf die Krankheit zu überwinden und Lebensfreude zuzulassen – wenn auch nur für eine begrenzte Zeit. Das kann Kräfte freisetzen, die den Betreffenden wieder Handlungsfreiheit einräumen. Es geht darum, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen mit Ressourcen aus der Solidargemeinschaft der Spenderinnen und Spender des ASB für dieses bundesweite Sozialprojekt. In Bayern gibt es drei Wünschewagen – München/Oberbayern, Franken/Oberpfalz und Allgäu/Schwaben. In ganz Deutschland sind 22 dieser Fahrzeuge im Einsatz. Und alle sind gut miteinander vernetzt, damit kein Wunsch offenbleiben muss.”
Mehr in unserer aktuellen Ausgabe 93 unter https://www.plus-drei.de/wie-lebt-man-mit-der-diagnose-krebs/