18/12/2025
Notfall, Kaiserschnitt, Kind gerettet – Mutter stirbt, Vater braucht Hilfe
Wittlich-Land - Als am Morgen des 13. Dezember in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land der Rettungsdienst alarmiert wurde, begann für eine junge Familie ein Tag, der alles veränderte. Jaqueline, 36 Jahre alt, brach plötzlich zusammen und wurde sofort in ein Krankenhaus nach Trier gebracht. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich ein medizinischer Ausnahmezustand.
Die Ärzte kämpften um das Leben von Mutter und Kind. Jaqueline verlor jedoch so viel Blut, dass ihr Körper versagte. Um das ungeborene Kind zu retten, wurde ein Notkaiserschnitt durchgeführt. Das Mädchen überlebte. Für seine Mutter begann kurz darauf der letzte Kampf. Die Diagnose lautete Aortenaneurysma. Zwei Tage lang wurde Jaqueline künstlich am Leben erhalten, bis der Hirntod festgestellt wurde. Die lebenserhaltenden Maßnahmen wurden beendet.
Für Hano ist seitdem nichts mehr wie zuvor. Er ist Vater geworden und hat im selben Moment seine Frau verloren. Seine Tochter liegt nun in seinen Armen – lebendig, schutzbedürftig. Die Frau, mit der er dieses Kind geplant und ersehnt hat, ist nicht mehr da.
Hano und Jaqueline waren seit 18 Jahren ein Paar. Sie hatten schwere Zeiten erlebt: den frühen Tod von Hanos Vater, mehrere Fehlgeburten, die Erkrankung von Jaquelines Mutter an einem Hirntumor. Trotz allem hielten sie an ihrem gemeinsamen Traum fest. Sie wollten einen Reiterhof führen, gemeinsam arbeiten, ein Zuhause aufbauen. Anfang 2024 kauften sie einen Hof. Im Juni 2025 heirateten sie. Kurz darauf erfuhren sie von der Schwangerschaft.
Freunde beschreiben diese Zeit vorsichtig als glücklich. Nach Jahren voller Rückschläge schien das Leben endlich eine stabile Richtung zu nehmen. Doch dieser Abschnitt endete abrupt.
Heute steht Hano allein auf dem Hof. Die Tiere müssen versorgt werden, der Betrieb läuft weiter, unabhängig von persönlichem Schicksal. Gleichzeitig beginnt der Alltag mit einem Neugeborenen. Beerdigungsorganisation, Behördenwege, schlaflose Nächte und Trauer treffen zeitgleich aufeinander. Eine Atempause gibt es kaum.
Der Hof deckt die laufenden Kosten, lässt aber keinen Spielraum für zusätzliche Ausgaben. Beerdigungskosten, Kinderbetreuung und eine notwendige Aushilfe stellen Hano vor große Herausforderungen. Unterstützung würde ihm ermöglichen, sich zumindest zeitweise auf seine Tochter zu konzentrieren und die erste Phase der Trauer zu bewältigen.
Aus dem Freundes- und Bekanntenkreis wurde daher eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Sie soll helfen, die akuten Belastungen abzufedern und Zeit zu schaffen – für ein Kind, das seinen Vater braucht, und für einen Mann, der plötzlich allein Verantwortung für alles trägt.
Der Spendenaufruf ist unter folgendem Link zu finden:
https://gofund.me/5fa1cddd7
Quelle: Gufundme