Hospizarbeit Fidelius

Hospizarbeit Fidelius Die ambulante Hospizarbeit Fidelius begleitet Menschen am Lebensende und in der Zeit der Trauer.

Angst, im Schmerz zu versinken?„Niemand sollte versuchen, den Schmerz einer trauernden Person zu relativieren. Dann best...
27/03/2026

Angst, im Schmerz zu versinken?

„Niemand sollte versuchen, den Schmerz einer trauernden Person zu relativieren. Dann besteht die Hoffnung, dass die Person hindurchgehen kann – und den Schmerz im weiteren Leben als tragbaren Teil des Daseins mitnehmen kann.“

Dieses Zitat stammt von einer Frau, die ihren Bruder sehr früh und völlig unerwartet verloren hat. Als wenig später auch ihr Mann starb, begann für sie ein besonders herausfordernder Weg – ihr ganz eigener Trauerprozess.

Heute – 15 Jahre später – kann sie zurückblicken. Sie weiß, was ihr gutgetan hat. Wer ihr gutgetan hat. Und was ihr geholfen hat, Schritt für Schritt weiterzugehen.

Es waren die Menschen, die einfach da waren.
Die ihren Schmerz nicht klein geredet haben.
Die ihn ein Stück weit mitgetragen haben.

Diese Erfahrung möchten wir mit euch teilen, weil sie Hoffnung schenken kann.

Denn wer durch seinen Schmerz geht – oder andere darin begleitet – braucht oft gar nicht viel Wissen.

Da sein.
Mittragen.
Verbundenheit spürbar machen.

Manchmal ist es genau das, was uns in schweren Zeiten trägt. 🤍





Selbstfürsorge ist kein Egoismus.Gedankenraum - Text und Bild von Stefanie SchmidtMenschen zu begleiten, die sterben ode...
20/03/2026

Selbstfürsorge ist kein Egoismus.
Gedankenraum - Text und Bild von Stefanie Schmidt

Menschen zu begleiten, die sterben oder trauern, ist eine zutiefst menschliche und wertvolle Aufgabe. Gleichzeitig kann diese Zeit emotional sehr fordernd sein. Viele Angehörige, Freund:innen oder Kolleg:innen möchten stark sein, zuhören, trösten und einfach da sein – und merken irgendwann, dass ihre eigenen Kräfte schwinden.

Trauer und Abschied bringen oft intensive Gefühle mit sich: Traurigkeit, Wut, Angst, Schuld oder Verzweiflung. Wer begleitet, fühlt sich dabei manchmal hilflos, erschöpft oder überfordert. Das ist normal.

Gerade deshalb ist es wichtig zu wissen: Selbstfürsorge ist kein Egoismus.
Wer sich selbst keine Pausen erlaubt, kann auf Dauer keine stabile Stütze sein. Kleine Auszeiten, Zeit mit anderen Menschen, Bewegung, Hobbys oder einfach Momente der Ruhe helfen, die eigenen Kraftreserven zu schützen.

Sterbe- und Trauerbegleitung ist ein Marathon, kein Sprint.
Erholungsinseln auf diesem Weg sind kein Rückzug – sondern gelebte Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber.

Hilfreich kann dabei sein:

• offen über eigene Grenzen zu sprechen
• verlässliche Absprachen zum Kontakt zu treffen
• kleine Zeichen der Verbundenheit zu senden
• Unterstützung im Umfeld zu teilen
• bei Bedarf auch professionelle Hilfe einzubeziehen

Nur wer gut für sich sorgt, kann auch langfristig für andere da sein.
So bleibt Beziehung tragfähig – auch in schweren Zeiten. 💛





Wenn Rufen Teil des Weges istBericht einer SterbebegleiterinEin alter Mann lag in seinem vertrauten Zuhause. Umsorgt von...
10/03/2026

Wenn Rufen Teil des Weges ist

Bericht einer Sterbebegleiterin

Ein alter Mann lag in seinem vertrauten Zuhause. Umsorgt von seiner Familie, getragen von Nähe, Gewohnheit und Liebe.

Der Palliativdienst war eingebunden, der Pflegedienst unterstützte den Alltag.
Ergänzend dazu wünschte sich die Familie Begleitung durch den Hospizdienst.

So kam ich ungefähr einmal pro Woche.
Diese Zeit war nicht nur für den Mann wichtig, sondern auch für seine Angehörigen.
Sie konnten einkaufen, etwas für sich tun, kurz durchatmen – mit dem guten Gefühl, dass ihr Vater in dieser Zeit nicht allein war.

Mit der Zeit veränderte sich sein Zustand. Der Mann begann zu rufen.
Nicht einmal. Nicht leise. Jeden Tag. Medikamentös war er gut eingestellt.
Doch er war nicht mehr ansprechbar und konnte nicht benennen, was ihn bewegte.

Auffällig war:
Sobald jemand ein Gebet sprach, wurde er ruhiger. Sein Körper entspannte sich, er lehnte sich zurück.
Auch ich betete – immer wieder.
Fast automatisch. Bis ein innerer Impuls innehielt:
Was, wenn dieses Rufen wichtig ist?
Was, wenn es ein Ausdruck ist – ein letzter innerer Prozess, der genau diesen Raum braucht?

Ich hörte auf, etwas verändern zu wollen.
Ich hörte auf, das Rufen zu überdecken.
Und blieb einfach da.

Ich hielt die Laute aus.
Ich blieb bei mir.

Am nächsten Tag hatte sich die Situation deutlich verändert. Weitere Zeichen des nahenden Todes traten hinzu. Die Hautfarbe war anders, der Mann lag ruhig und friedlich in seinem Bett.

Eine Kerze brannte.
Der Raum war still und friedlich.
In der folgenden Nacht starb der Mann im Beisein seiner beiden Kinder.

Im Nachgang sprachen wir miteinander über die letzten Tage.
Über Zweifel, Unsicherheit und das immer wieder herausfordernde Vertrauen in den Prozess. Für die Kinder fühlte sich dieser Abschnitt nicht wie ein Kampf an.
Sondern wie ein notwendiger Weg.
Ein Prozess, der ihren Vater frei gemacht hat – für das, was sie als die nächste Ebene des Seins verstehen.

Manchmal besteht Begleitung darin,
nichts zu lösen,
nichts zu beruhigen,
sondern dem Geschehen Raum zu lassen. 💫


Warum schauen unsere Ehrenamtlichen hier so gebannt und aufmerksam?Weil sie gerade lernen, wie ein AED funktioniert – ei...
02/03/2026

Warum schauen unsere Ehrenamtlichen hier so gebannt und aufmerksam?

Weil sie gerade lernen, wie ein AED funktioniert – ein automatisierter externer Defibrillator. 💛

Vielleicht wirkt es auf den ersten Blick ungewöhnlich, dass sich ehrenamtliche Sterbe- und Trauerbegleiter:innen mit diesem Thema beschäftigen. Doch genau das ist Teil unserer Haltung bei Fidelius: Wir begleiten Menschen in herausfordernden Lebenssituationen – und dazu gehört auch, in Notfällen handlungsfähig zu sein.

Im Rahmen eines Erste-Hilfe-Kurses haben wir nicht nur klassische Maßnahmen aufgefrischt. Wir haben intensiv gelernt, wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Unterzuckerung erkannt werden – und wie wir als Ersthelfende ruhig und sicher reagieren können.

Warum uns das wichtig ist?
Weil wir nicht nur schwerkranke Menschen begleiten, sondern ebenso ihre An- und Zugehörigen. Viele stehen unter enormem emotionalem Druck. Stress kann gesundheitliche Risiken erhöhen oder Warnzeichen überdecken. Hier aufmerksam zu bleiben und im Ernstfall reagieren zu können, schenkt Sicherheit – für die Familien und auch für unsere Ehrenamtlichen.

Der Kurstag war intensiv, lebendig und geprägt von echtem Teamgeist. Unsere Kursleitung Nicole Geldermann hat uns ehrenamtlich durch den Tag geführt – mit Fachwissen, Klarheit und viel Herz. Wir konnten praktisch üben, Verbände anlegen und Abläufe trainieren. In der Pause entstand durch mitgebrachte Leckereien ein buntes Buffet – ein schönes Zeichen unserer Gemeinschaft.

Im April geht es weiter mit einem Kurs zur „Ersten Hilfe am Kind“.

Dass wir solche Qualifizierungen ermöglichen können, verdanken wir der Unterstützung aus der Bevölkerung. Ihren Spenden.

Dafür sagen wir von Herzen: Danke.
Sie ermöglichen unsere Arbeit – und damit Begleitung, Halt und Sicherheit für Menschen und Familien in schweren Zeiten.

GemeinsamStark SpendenWirken FürMenschenDa Teamgeist SicherheitSchenken

Gedankenraum Text und Bild Stefanie Schmidt Den gesamten Betrag gibt es auf unserer Homepage unter Storys
27/02/2026

Gedankenraum
Text und Bild Stefanie Schmidt

Den gesamten Betrag gibt es auf unserer Homepage unter Storys



1000 € Spende für neue Kuschelelefanten Wir freuen uns sehr über eine großzügige Spende in Höhe von 1.000 Euro von der F...
24/02/2026

1000 € Spende für neue Kuschelelefanten

Wir freuen uns sehr über eine großzügige Spende in Höhe von 1.000 Euro von der Firma Sound-Patrol! Dank dieser Unterstützung konnten wir neue Fidelius-Kuschelelefanten bestellen, die Kinder und Familien in besonders schweren Zeiten begleiten.

Die Elefanten schenken Trost, Halt und Nähe – vor allem für Kinder und Familien in Trauer oder in der Begleitung eines sterbenden Kindes.

Als Kooperationspartner des Kinderhospiz Löwenherz bieten wir im Landkreis Rotenburg ambulante Sterbebegleitung für Kinder an.
Gleichzeitig finanzieren wir unsere Arbeit selbst. Umso dankbarer sind wir für Spenden wie diese.

🙏 Ein herzliches Dankeschön an Sound-Patrol für das Vertrauen und dieses wertvolle Zeichen der Unterstützung.





Sound-Patrol
(Bild KI generiert)

Liebe Familie Gummar - wir danken euch von Herzen für dieses Engagement 🫶🏻
20/02/2026

Liebe Familie Gummar - wir danken euch von Herzen für dieses Engagement 🫶🏻

Die Horstedter verzichten auf ihren Sommerurlaub. Stattdessen laufen sie zwölf Tage lang täglich 30 Kilometer für den guten Zweck.

„Soll ich mitgehen?“ – eine Frage, in der viel stecktEin Junge, 12 Jahre alt, kommt in der Kindertrauergruppe auf eine u...
20/02/2026

„Soll ich mitgehen?“ – eine Frage, in der viel steckt

Ein Junge, 12 Jahre alt, kommt in der Kindertrauergruppe auf eine unserer Mitarbeiterinnen zu.
Er fragt, ob er zur Beerdigung der Freundin seiner Mutter gehen soll, die auch er gut kennt.

Keine schnelle Antwort.
Stattdessen gemeinsames Sortieren.

Was spricht dafür?
Was spricht dagegen?
Was fühlt sich für dich stimmig an – und was eher nicht?

Der Junge findet keine klaren Argumente.
Er weiß es einfach nicht.

Dann eine andere Frage:
Wie war es für dich, dass deine Freunde bei der Beerdigung deines Vaters da waren?

Die Antwort kommt ohne Zögern:
Das hat sich gut angefühlt.

Darin liegt bereits viel.
Verbundenheit.
Nicht allein sein.
Anteilnahme.

Dieser Junge hat schon viel erlebt:
den Tod seiner Großeltern, den Verlust seines Vaters.
Er kennt Abschiede.
Und genau dadurch hat sich etwas in ihm entwickelt –
✨ die Fähigkeit, Anteil zu nehmen.

Anteilnahme ist keine Selbstverständlichkeit.
Sie wächst aus Erfahrung, aus Beziehung, aus dem Erleben, selbst getragen worden zu sein.

Wenn Kinder solche Überlegungen anstellen, zeigt sich darin eine große Reife.
Nicht, weil sie „müssen“.
Sondern weil sie spüren:

Ich darf dabei sein!
Als Zeichen von Verbundenheit.









„Wie kann es sein, dass diese wertvolle Arbeit nicht von öffentlichen Trägern refinanziert wird?“Diese Frage stellte sic...
18/02/2026

„Wie kann es sein, dass diese wertvolle Arbeit nicht von öffentlichen Trägern refinanziert wird?“

Diese Frage stellte sich eine unserer neuen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen –
und vermutlich haben sich viele von uns diese Frage schon einmal selbst gestellt.

Warum werden einige Jobs mit so viel Geld vergütet, während menschliche, zugewandte Arbeit oft ehrenamtlich oder vergleichsweise gering bezahlt wird?
Warum sind es häufig Spenden, die Angebote ermöglichen, die Menschen in ihren schwersten Lebensphasen tragen?

Menschlich zugewandte Arbeit – wie zum Beispiel Trauerbegleitung – ist keine Nebensache.
Sie kann Halt geben, Orientierung schenken und Familien dabei unterstützen, ihren eigenen Weg durch Verlust, Krankheit und Abschied zu finden.
Trauer und Krankheit kann jeden Menschen treffen – unabhängig von Alter, Einkommen oder Lebensstil.
Und genau deshalb ist diese Arbeit so wichtig.

Ohne Spenden wäre vieles nicht möglich.
Und genau diese Schieflage im System hat unsere Ehrenamtliche bewegt, nicht nur zu fragen – sondern zu handeln.

Gemeinsam mit ihrer Familie hat sie sich etwas Besonderes überlegt:
In diesem Jahr schenken sie ihren Urlaub.
Statt Strand oder Städtetrip gehen sie jeden Tag rund 30 Kilometer zu Fuß – von Firma zu Firma, um Spenden zu sammeln und auf wichtige Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen.

Die gesammelten Spenden gehen an:
• die Deutsche Herzstiftung
• die Bremer Krebsgesellschaft
• und die Hospizarbeit Fidelius in Rotenburg

Wir sind tief berührt von diesem Engagement und sagen von Herzen:
Danke, Familie Gummar, für euren Mut, eure Zeit und eure Schritte.
Jeder einzelne Kilometer macht sichtbar, was sonst oft im Stillen geschieht.

Wer diese besondere Aktion begleiten und unterstützen möchte, findet sie auf Instagram unter:
StepbySteptoSupport – folgen, liken, teilen 💜





Kommt vorbei - wir freuen uns auf Austausch.
10/02/2026

Kommt vorbei - wir freuen uns auf Austausch.





💫 Trauer verändert sich – aber sie bleibt In einer Trauergruppe ging es kürzlich um den Schmerz, der oft die ersten Mona...
06/02/2026

💫 Trauer verändert sich – aber sie bleibt

In einer Trauergruppe ging es kürzlich um den Schmerz, der oft die ersten Monate nach einem Verlust prägt – dieses tiefe, schwarze Loch, das manchmal endlos erscheint. Eine Teilnehmerin erzählte, dass sie diesen Schmerz in den ersten Monaten gar nicht loslassen wollte. Für sie war er die lebendige Verbindung zu dem geliebten Menschen, der gegangen war. Der tiefe Schmerz und die Trauer fühlten sich irgendwie richtig an - angemessen der Situation.

Ein anderer Mensch in der Runde teilte seine Erfahrung, dass auch nach 20 Jahren die Trauer nicht verschwindet – sie bleibt, verändert sich aber. Sie wird zu einem leisen, manchmal fast tröstlichen Begleiter für ihn.

Trauer ist eine Reaktion auf einen bedeutsamen Verlust. 💛

So individuell Trauer auch ist, diese Gespräche zeigen, wie wertvoll der Austausch mit anderen Betroffenen sein kann.

🕯️ Für alle, die gerade durch diese schwere Zeit gehen – ihr seid nicht allein.

Adresse

NordStr. 3
Rotenburg
27356

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Hospizarbeit Fidelius erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen

Share on Facebook Share on Twitter Share on LinkedIn
Share on Pinterest Share on Reddit Share via Email
Share on WhatsApp Share on Instagram Share on Telegram

Kategorie