14/02/2026
Ein Strauß Blumen am Valentinstag ist eine schöne Geste.
Diese Woche habe ich selbst zum ersten Mal von einer Patientin Blumen für meine Arbeit bekommen – und ja, ich habe mich als Mann ehrlich darüber gefreut. Es war mir gar nicht bewusst, wie gut sich das anfühlen kann.
Doch das größte Geschenk in der Liebe ist etwas anderes: Wenn jemand beginnt, in die eigenen biografischen Wunden zu schauen. Wenn er oder sie den Mut hat, ehrlich zu erforschen, woher bestimmte Reaktionen kommen – und erkennt, was wirklich zum Hier und Jetzt gehört und was alte Verletzungen sind.
Das größte Leid in Beziehungen entsteht oft dadurch, dass wir die unverarbeiteten Erfahrungen unserer Vergangenheit in die Gegenwart projizieren. Alte Kränkungen, alte Schutzstrategien, alte Ängste landen im Alltag der Partnerschaft – obwohl sie dort eigentlich nichts verloren haben.
Als Paartherapeut kann ich sagen: Der überwiegende Teil meiner Klientinnen und Klienten trägt alte Wunden mit in die Beziehung. Werden diese bewusst gemacht und bearbeitet, entsteht spürbare Entlastung. Nähe wird wieder möglich. Verbindung wird klarer.
💬 Was sind deine Erfahrungen mit alten Wunden in der Partnerschaft?
Hast du erlebt, dass persönliches Wachstum eure Beziehung verändert hat?
Lass gern einen Kommentar da und gib anderen Hoffnung.