05/02/2026
Ich war lange ein Meister im Fassadenbau.
Nach außen stark.
Funktionierend.
Verlässlich.
So, wie man es von mir erwartet hat.
Viele meiner eigenen Ereignisse
habe ich innerlich übergangen.
Ich habe anders gesprochen,
als ich mich gefühlt habe.
Ich habe Stärke gezeigt,
obwohl ich mich damit nicht wohlgefühlt habe.
Nicht, weil ich nicht gespürt hätte,
dass etwas anderes da ist.
Sondern weil ich gelernt hatte,
dass Stärke erwartet wird.
In Wahrheit hätte ich oft
einfach nur weinen wollen.
Gehalten werden.
Nicht erklären müssen.
Nicht stark sein müssen.
Stattdessen habe ich funktioniert.
Ich habe das Bild aufrechterhalten.
Und dabei einen Teil von mir
nach innen verlegt.
Ich weiß heute:
Diese Form von Stärke schützt.
Aber sie heilt nicht.
Die Sternentrommel ist aus genau dieser Erfahrung mitgewachsen.
Aus dem Wissen,
wie einsam es sein kann,
wenn man stark wirkt
und sich innerlich allein fühlt.
Unsere Arbeit ist kein Ort,
an dem man stark sein muss.
Sondern ein Ort,
an dem man sein darf.
Nicht alles, was getragen wird,
muss weiter getragen werden.