Egal ob realistisch oder aber auch Kinderschminken zum Straßenfest (hier keine Wunden buchbar), wir sind gern dabei und machen euch "Schön" Sie bildeten, mit Hilfe der am Theater üblichen Schminkmaterialen, Wunden nach, die bei Einsatzübungen in realitätsnahen Situationen zur Anwendung kamen. Um 1944 wurden die ersten Unterlagen und Hilfsmittel erstellt und entwickelt, um eine möglichst naturgetreue Darstellung von Wunden zu erreichen. Von daher verwendete man um 1951 Verletztenkarten für die Darstellung der Verletzung, später wurden dann Moulagen, in Form von Gummiattrappen verwendet, die sich die Mimen an den Körper banden. Wegen der schlechten Erfahrungen mit Verletzungskarten und Moulagen wurde 1964 der erste Schminkkasten entwickelt. Auch in der ehemaligen DDR wurde die RUD von Unfallsituationen als ein Mittel zur Verbesserung des Ausbildungsniveaus und der psychischen Belastbarkeit der Helfer genutzt. Die Informationen zur Verletzung waren auch hier auf Geschädigtenkarten zusammengefasst und wurden von verschiedenen Schminktechniken und der ebenso wichtigen schauspielerischen Darstellung abgerundet.
1973 entwickelte Herr Werner Stammberger Wundmoulagen. Diese dünnen Gummiapplikationen wurden maschinell produziert und mit Hand bemalt. Sie kamen in Verbindung mit dem, bis dahin üblichem Schminkmaterial, zum Einsatz und sollten dazu beitragen, in kurzer Zeit, mit möglichst geringem Aufwand, viele Verletzte als Darsteller vorzubreiten. Bis 1990 wurden ca. 3000 kleinflächige und 4000 großflächige Moulagensätze produziert. Vervollständigt wurde die Unterrichtsmittelpalette im Jahr 1988 durch die Herausgabe des Handbuches „Realistische Wund- und Unfalldarstellung“, worauf auch heute noch viele Realistiker gern zurück greifen.