Dynamic Animals - Tierosteopathie Hund und Pferd

Dynamic Animals - Tierosteopathie Hund und Pferd Mein Name ist Wiebke Vogel. Schon immer wollte ich Tieren und ihren Besitzern helfen, wenn das Tier körperliche Beschwerden hat.

Tierphysiotherapie, Tierosteopathie und Tierakupunktur
Zu erreichen unter: 0174/6260308
Adresse der Praxisräume: Heschelscheider Straße 39a, 52152 Simmerath/Steckenborn Ich habe eine zertifizierte Ausbildung von 2011-2013 am IfT- Institut für Tierheilkunde für die Berufe der Tierphysiotherapeutin, Tierosteopathin und Tierakupunkteurin absolviert. Weiter Informationen über individuelle Behandlungsmöglichkeiten und Behandlungskosten erhalten Sie bei einem unverbindlichen Telefongespräch. Zu erreichen unter: 0174/ 6 26 03 08

Impressum:

Dynamic Animals
Wiebke Vogel
Langgasse 28
52152 Simmerath
St-Nr.: 201/5437/5998
Finanzamt Aachen Kreis
Krefelder Straße 210
52070 Aachen

17/08/2025
Wir wünschen allen schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 🎄🎆Vielen Dank für euer Vertrauen und für die to...
24/12/2024

Wir wünschen allen schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 🎄🎆
Vielen Dank für euer Vertrauen und für die tollen Erlebnisse, Tiere und Menschen die ich jedes Jahr aufs Neue kennen lernen darf.
Leider mussten wir uns von einigen tollen Seelen verabschieden 🌈😔 Über, zum Teil, einige Jahre waren Sie auch ein Teil meines Lebens und ich vermisse jeden einzelnen. Bin aber sehr froh, sie einfach kennen gelernt zu haben ❤️
Bitte gebt in den kommenden Tagen besonders viel acht auf eure Lieblinge 🎆 Ich freu mich euch alle im nächsten Jahr wieder zu sehen ❤️

P.S. Nuka und Zazzles waren wieder richtig begeistert von der Idee ein Foto für euch zu machen 🙈

Hallo liebe Fellnasenbesitzer 🐶🐴🦄🐱,endlich, nach über einem Jahr, kann ich wieder neue Patienten annehmen 😃 Der Grund da...
16/06/2024

Hallo liebe Fellnasenbesitzer 🐶🐴🦄🐱,
endlich, nach über einem Jahr, kann ich wieder neue Patienten annehmen 😃
Der Grund dafür ist eine Veränderung. Seit dem 1. Mai, passend zum 10. Geburtstag meiner Praxis 🎉, habe ich mir einen Praxisraum bei uns im schönen Dorf Steckenborn (Simmerath) angemietet.
Das heißt zwar dass ich leider keine Hausbesuche mehr mache (ausgenommen Pferde), aber dafür wieder schneller Termine vergeben kann und es meistens nicht mehr so lange Wartezeiten auf einen Termin gibt. Und wie oben schon erwähnt, kann ich nach einem langen Aufnahmestopp endlich wieder neue Patienten annehmen.
Ebenso habe ich die Möglichkeit bei mir Seminare statt finden zu lassen.
Ich freue mich euch und eure Fellnasen bei mir begrüßen zu dürfen! ❤️

Terminanfragen bitte weiterhin über Telefon oder Whats App.

Dynamic Animals
Hechelscheider Straße 39a
52152 Simmerath (Steckenborn)

Wir haben noch 2 Plätze frei ☺️ Wer hat noch Lust und Interesse teilzunehmen? Meldet euch einfach bei Ramona Freitag von...
13/02/2024

Wir haben noch 2 Plätze frei ☺️ Wer hat noch Lust und Interesse teilzunehmen? Meldet euch einfach bei Ramona Freitag von Natural.Dogs.
Wir freuen uns auf euch!

30/01/2024

‼️Update: Ausgebucht ‼️

Hast du Lust auf dem täglichen Spaziergang mit deinem Hund etwas für den Muskelaufbau, die Beweglichkeit und Fitness deines Hundes zu tun? Oder hast du dich schon immer gefragt, welche Übungen du ganz einfach und ohne viel Aufwand mit deiner Gassirunde verbinden kannst?

Dann haben wir jetzt was für dich!!!
Physio-Walk für Hunde

Was dich und deinen Hund erwartet:
– Spaziergang in der Gruppe im Wald (an der Leine)
– Übungen für den Hund zum Muskelaufbau / Muskelerhalt
– Übungen für ein gezieltes Vier-Pfoten-Bewusstsein
– Ideen, um deine Gassi Runden spannender und aktiver zu gestalten
– Balanceübungen, Koordinationstraining ohne besondere Hilfsmittel
– Wertvolle Tipps und Hinweise zu den Übungen
– Fachliche Anleitung zu allen Übungen, Erklärung des Trainingsziels jeder Übung und worauf bei den einzelnen Übungen sowie bei speziellen Erkrankungen zu achten ist
– geistige wie körperliche Auslastung deines Hundes
– Teamwork für dich und deinen Hund – Vertrauen stärken!
– natürlich jede Menge Spaß bei den Übungen in der Natur
– Fragen & Antworten rund um das Thema Hundefitness, den Bewegungsapparat des Hundes und typische Erkrankungen (HD, ED, Spondylose, Arthrose, Blockaden, Verspannungen uvm.) während des Spaziergangs

Folgende Voraussetzungen gelten:
- es dürfen keine akuten Schmerzen bei deinem Hund vorliegen!!!
- dein Hund ist in der Lage einen 2-stündigen Spaziergang problemlos zu bewältigen
- dein Hund ist mind. 1 Jahr alt
- gutsitzendes Hundegeschirr (Halsbandführung nur, wenn dein Hund absolut Leinenführig ist)
- alle Hunde bleiben an der Leine
- dein Hund sollte soweit sozialverträglich sein, dass keine Gefahr für andere Hunde und Menschen besteht.
- Alle Hunde sind herzlich willkommen:
-Kleine, Große, Junge und Alte (Ausnahmen siehe Voraussetzungen),
-sowie nach Absprache für Hunde mit Vorerkrankungen,
-mit und ohne Vorkenntnisse, ein gewisser Grundgehorsam bzw. etwas vorangegangene Erziehung ist natürlich von Vorteil.

Was dich nicht erwartet:
– Individuelle Analyse deines Hundes (hierfür stehen dir nach Absprache kostenpflichtige Einzeltermine zur Verfügung)
– Klärung/Lösung von Verhaltens- und Erziehungsproblemen deines Hundes (hierfür stehen dir nach Absprache kostenpflichtige Einzeltermine zur Verfügung)
– Hundespieletreff
– Freilaufrunde

Was du mitbringen solltest:
– Leckerlis für deinen Hund zur Motivation und Belohnung bei den Übungen (oder alternative Belohnungsmittel)
– Wasser für deinen Hund
– Wetterfeste Kleidung für dich
– ggfs. einen Hundemantel (für Hunde die schnell frieren oder aus anderen Gründen warmgehalten werden sollen)
– Geschirr und feste Leine (ca. 2-3 m)

DER PHYSIO-WALK FINDET STATT AM:

06.04.2024 UM 10:00 UHR
Preis: 39,- Euro je Mensch-Hund-Team, Begleitperson ohne Hund kostenlos.
Eine Begleitperson, die den Zweithund führt, ist ein Mensch-Hund-Team
Maximale Teilnehmerzahl: 6 Mensch-Hund-Teams
Treffpunkt: Langerwehe (wird nach Anmeldung bekannt gegeben)
Zahlung: am Tag des Physio-Walks in bar

-Schreib uns gerne bei deiner Anmeldung, ob bei deinem Hund Erkrankungen diagnostiziert wurden, außerdem die Rasse, das Alter und Geschlecht deines Hundes.

Anmeldung erbeten an info@naturaldogs.org oder per WhatsApp an 015256115106

Wir freuen uns auf dich, deinen Hund und das gemeinsame Abenteuer!!

Ramona Freitag und Wiebke Vogel

05/08/2023

Wir machen Urlaub 🧳🏝️
Ab dem 22. August bin ich wieder zu erreichen. Bitte meldet euch danach.
Termine für Neukunden sind jedoch frühestens ab Oktober wieder frei.

27/04/2023

Bitte an diese Seite keine Nachrichten senden!
Immer wieder gehen welche „verloren“ oder Ähnliches und ich kann nicht antworten.
Nachrichten und Anrufe ausschließlich an 0174-6260308.

Einfach mal entspannen... ♥️
22/02/2022

Einfach mal entspannen... ♥️

Ein sehr langer Text, der aber so viel Wahrheit enthält. Bitte lest es euch durch! Was sind nun wirklich Notfälle? Und i...
03/01/2022

Ein sehr langer Text, der aber so viel Wahrheit enthält. Bitte lest es euch durch! Was sind nun wirklich Notfälle? Und ich kann es euch aus eigener Erfahrung sagen: Wenn es bei meinen Babys (Katze, Kaninchen, Hund, Pferd, etc) wirklich ERNST wird (und da spreche ich nicht von Lappalien, und da gehört für mich einiges zu), dann bin ich über glücklich über meine Tierärzte denen ich vertraue und die genau wissen wann ein Notfall ein Notfall ist! Wenn sie der Meinung sind, das ist zwar schlimm aber nicht Lebensbedrohlich, bin ich beruhigt und gebe anderen Notfällen den Vorrang. Dies würde sich jeder in dieser Situation wünschen. Da vertraue ich meiner Praxis! Und wenn es heißt „Ab in die Klinik, wir können nichts tun“, dann bin ich froh über die Ehrlichkeit und fahre so schnell wie möglich los. Auch ich brauche in dieser Situation meine Tierärzte und TFA denen ich zu 100% vertraue, wenn ich nichts mehr weiß, weil es meinen Tieren schlecht geht und mein Kopf sich ausschaltet.
Und glaubt mir bitte, auch ich hatte schon so oft das Handy in der Hand, weil ich dachte es wäre ein Notall. Manchmal hilft kurz durch Atmen. Aber ist es ein Notfall, scheut euch nicht eure Praxis oder die Klinik anzurufen. Aber BITTE seid freundlich, so schwer es auch in dieser Situation manchmal fällt...
In dem Sinne ein dickes Dankeschön für 14 Jahre Rat und Tat meiner Kleintierpraxis, 8 Jahre meiner Pferdepraxis und auch allen Tierarztpraxen und Kliniken die meinen Lieblingen schon helfen konnten ❤️❤️❤️

Angriff auf Tierärztin – Notdienstkrise auf traurigem Höhepunkt

Nach all den bundesweiten Horrorgeschichten hat es nun auch uns getroffen: Die notdiensthabende Tierärztin ist körperlich angegangen worden. Ist das der Anfang vom Ende? Wo führt uns die turbulente Notdienstsituation hin?

Zurück zum Anfang des Falles: eine Katze wird am 27.12. gegen 22.00 Uhr aufgrund eines möglichen Fremdkörpers im Magen-Darm-Trakt vorgestellt. Bereits nach 20 Minuten Wartezeit wird unsere tiermedizinische Fachangestellte wüst beschimpft. Sie weist die Besitzerin darauf hin, nicht in dieser Art mit ihr zu kommunizieren. Dennoch: das hat gesessen. Unsere Kollegin ist von einem solchen Umgang sprachlos, geschockt und gekränkt. In Anwesenheit der dazu stoßenden Tierärztin ist der Umgangston jedoch prompt wieder freundlich.

Medizinisch geht alles seinen Weg – der Fremdkörper wird diagnostiziert und der Patient chirurgisch versorgt. Im Laufe der Versorgung des Patienten offenbart sich unsere TFA der Tierärztin, erzählt ihr von dem Gespräch. Was sollten sie nun tun? Der Patient leidet – es muss eine Versorgung stattfinden. Um ein Hausverbot auszusprechen war es nun zu spät, der Patient ist bereits auf dem OP- Tisch.
Wir entscheiden im Verlauf der Therapie ein Gespräch mit der Besitzerin zu suchen.

Am Folgetag zeigt sich die Besitzerin freundlich und bedankt sich mehrfach. Die berechtigte Skepsis der Kolleginnen bleibt: war das ein Ausrutscher? Wo wird das hinführen? Wir lassen sich die Gemüter beruhigen, das Gespräch mit der Geschäftsführung ist für Anfang des Jahres angesetzt.

Die stationäre Therapie wird fortgesetzt. Leider war der Fremdkörper nicht das einzige Problem, davon hat sich der Kater zügig erholt. Die chronische Nierenerkrankung erfordert einige Tage stationären Aufenthalt, um die Prognose möglicherweise langfristig zu verbessern.
In all den Tagen erfolgten interne Gespräche und natürlich Gespräche mit der Besitzerin. Immer sehr vorsichtig, keiner möchte, dass sich der Vorfall wiederholt. Die Gesprächsform ist sachlich, bislang ist der Umgang vertretbar.

Während der Abholung am 31.12. hat die Besitzerin ihre Emotionen im Griff – Ihre Gesprächsform ist gewöhnungsbedürftig. Damit können wir umgehen, solange keine Beleidigungen vorkommen.

Die Gespräche mit dieser Besitzerin bleiben im Hinterkopf. Eine Mischung aus latenter Aggressivität und freundlicher Dankbarkeit. Die Kolleginnen denken an den Patienten: wir konnten ihn fürs Erste retten, alles andere rutscht erstmal weiter nach hinten.

Für die Kolleginnen geht der Dienst weiter.

Der Notdienst: überlaufen. Das Telefon steht keine 5 Minuten still.

Ein Viertel der Gespräche dreht sich um Termine für das neue Jahr, Floh- und Zeckenprophylaxe, Anfragen, ob wir wirklich die Notdienstgebühr abrechnen.

Das zweite Viertel handelt davon, ob die chronische Lahmheit heute vorgestellt werden muss oder ob die Dermatologin für eine Beratung im Hause sei – zusammengefasst also Fragen, die die Kolleginnen am Telefon einfach nicht beantworten können oder gar absurd sind.

Bei einem weiteren Viertel der Anrufe werden, z.B. Fragen zur Dosierung von Dauermedikamenten gestellt. Optimalerweise von Tieren, die wir nicht kennen am Silvestertag um 18:45 Uhr.

Schlussendlich das letzte Viertel der Anrufer. Auf die kommt es an, sie haben ein Tier in Not und brauchen dringend Hilfe. Für sie müssen wir erreichbar sein. Leider ist die Leitung häufig mit den anderen 75% der Anrufer belegt und lässt keinen Raum für akute und lebensbedrohliche Notfälle.

Alle diese Gespräche werden geführt, während man versucht ein Tier zu behandeln, ein Kunde vor einem auf die Behandlung wartet oder weitere Telefone klingeln – man fragt sich: ist das der lebensbedrohliche Notfall, den ich gerade nicht bedienen kann? Das zerrt an einem, das kostet Kraft.
Man hat kaum Zeit dem verpassten Anruf hinterher zu trauern. Es sind noch viele Patienten zu versorgen, es ist ein Marathon zwischen ambulanter Behandlung, Intensivpatienten auf der Station, Telefongesprächen und E-Mail schreibenden, die sich nicht vorstellen können, warum man im Notdienst nicht prompt antworten kann.

Es ist 20.00 Uhr. Die Schicht ist schon lange vorbei, die nächsten Kolleginnen haben bereits übernommen.

Während ein erstickender Hund mit einer Kehlkopflähmung zügig mit vereinten Kräften aus dem Auto, vorbei an einem weiteren Besitzer, in die Klinik getragen wird, fragt dieser, ob es noch lange dauert, er hätte nicht mehr so viel Zeit. Sein eigener Hund zeigt sich fröhlich und aufmerksam mit einer kaum wahrnehmbaren Lahmheit. Macht nichts, denkt man sich, sie wissen es vielleicht nicht besser.
Der erstickende Hund ist versorgt und stabilisiert, kann aber erstmal nicht allein bleiben – es bleibt also eine Kollegin bei ihm. Eine weitere wichtige Kraft für die ambulante Behandlung ist für die nächsten 2 Stunden sicher nicht mehr abrufbar. Sie schafft es eben noch Ihre Familie zu informieren, dass es nicht zum Silvesteressen nach Hause schafft. Mit etwas Glück wird sie um Mitternacht anstoßen können.

Währenddessen sind bereits mehrere Patienten mit Lappalien behandelt worden: die minimale Lahmheit, die unbedingt eine Röntgenuntersuchung möchte. Und wenn wir schon dabei sein, bitte noch eine große Blutuntersuchung und einen vollständigen Bauchultraschall, der Magen grummelt in letzter Zeit etwas. Der Hinweis, dass grundsätzliche Sachen im Tag und bestenfalls beim betreuenden Haustierarzt gemacht werden sollte, wird mit brummenden Kommentaren erwidert. Danach wartet schon der Hund mit Durchfall, ein bekannter Allergiker. Der Besitzer möchte das nun mal in der Klinik abklären lassen. Der Besitzer habe ja heute frei, daher hätte er Zeit für eine Abklärung. Bestenfalls bringt er noch einen Ordner voller Befunde der letzten 5 Tierärzte mit, die diesen Patienten bereits behandelt haben und durch den ständigen Tierarztwechsel nicht zu Ende diagnostizieren konnten. Er kann nicht verstehen, dass es in der Medizin nicht nur schwarz und weiß gibt, das kann ja wohl nicht so schwer sein eine Diagnose zu stellen! Erhöhte Gebühren? Kann ja auch nicht sein, er hatte schon zum Ende der Sprechstunde am Morgen angerufen und sei ja nicht seine Schuld, dass er erst so spät kommen konnte. Dass die Internistin gerade nicht im Haus ist und ihren freien Tag dafür nicht unterbricht, stößt auf bedingtes Verständnis.
Dann ist noch der Junghund, der mit wackelndem Zahn vorgestellt wird. Ein 6 Monate alter kleiner Terrier – von Milchzähnen beim Hund haben die Besitzer noch nie gehört, es sei schließlich ihr erster Hund. Sich zuvor mit gängigen und grundsätzlichen Hundethemen zu beschäftigen war ihnen bisher nicht in den Sinn gekommen. Zur entstandenen Rechnung über die Notdienstgebühr und einer klinischen Untersuchung gibt es noch Klärungsbedarf – die diensthabende Kollegin habe schließlich nur geguckt und sonst nichts gemacht.
Macht nichts, denkt man sich. Sie wissen es vielleicht nicht besser.

Den ganzen Tag sind die Kolleginnen auf den Beinen – ein verdienter Kaffee lässt schon Stunden auf sich warten. Doch keiner geht nach Hause zu seinen Liebsten bevor nicht alle Patienten adäquat versorgt sind. Nicht nur alle Therapiepläne müssen dauerhaft auf ihre Gültigkeit hinterfragt und umgesetzt werden. Auch brauchen alle Patienten einen individuellen Moment, mit Streicheleinheiten und Pflege. Ja, auch die Seele darf nicht vernachlässigt werden. All das passiert im Hintergrund – der wartende Kunde im Auto oder an der Rezeption kann das nicht wahrnehmen. Man schluckt unfreundliche und unfaire Fragen herunter – der nächste Patient ist nett, dankbar, wertschätzend. Das entspannt die Gesamtsituation.

Die nachtdiensthabenden Kolleginnen haben keine Zeit auf die Uhr zu gucken. Sie versuchen bestmöglich die Fragen nach Wartezeiten, Kostenvoranschlägen für Kastrationen und Terminen zu ignorieren. Die meisten Besitzer heute sind nett, viele davon kennen wir bereits seit Jahren, sie sind ausgesprochen dankbar und erinnern uns daran, warum wir so viel für unsere Patienten opfern. Doch der eine „Pöbler“, der keinen Gedanken daran verschwendet, wie lange die behandelnde Kollegin schon im Dienst ist, geschweige denn wann sie das letzte Mal gegessen oder getrunken hat, kostet zu viel Kraft. Macht nichts, denkt man sich, sie wissen es vielleicht nicht besser.

Die Silvesternacht geht so weiter, schwerkranke Tiere werden eingeliefert, wir hoffen, dass die stationären Kapazitäten eine Versorgung von allen Patienten hergeben. Das Gefühl jemanden abweisen zu müssen, möchte man niemandem zumuten – doch in dem Moment ist es das fairste für den Patienten. Der Tierarzt muss seinem Patienten gerecht werden.

Während die krampfende Katze mit einer Intoxikation versorgt wird, hören die Kolleginnen ein dezentes Feuerwerk. Beide Kolleginnen schauen sich ernüchternd an: frohes Neues. Die ganze Aufmerksamkeit gilt dieser jungen Katze, die jeden Moment versterben könnte.

Die Nacht war hart, für alle. Die nächste Schicht beginnt. Schon am Morgen steht das Telefon nicht still. Notfälle kündigen sich an, möchten aber erst zu ende frühstücken bevor sie losfahren. Sie haben allerdings nur zwischen 11.00 und 12.00 Uhr Zeit für die Notfallbehandlung, da sie danach Gäste empfangen. Die Nachfrage, ob sich dann um einen tatsächlich lebensbedrohlichen Notfall handelt, führt zu unfreundlichen Vorwürfen und einem plötzlichen Auflegen. Macht nichts, sie wissen es vielleicht nicht besser.

Man hält sich fest an die netten Kunden, die mehr als berechtigt den Notdienst aufgesucht haben und mehr als dankbar sind, dass man ihren Liebling versorgt hat. Sie bringen einem Wertschätzung, Freundlichkeit und Verständnis entgegen. Immer mehr Patienten sind versichert, das entspannt die Menschen und damit auch uns – wir können uns vollkommen auf das Wohlergehen unserer Patienten konzentrieren und können alles Notwendige dafür tun. Das füllt die Energietanks wieder etwas auf, das ist der Grund, warum man all das auf sich nimmt. Ein kurzer Schauer, gemischt mit etwas Wehmut überfliegt einen. Was wäre bloß ohne Notdienst aus ihnen geworden.

Nebenbei ruft unsere latent aggressive Besitzerin zum 8. Mal an, sie habe Fotos geschickt und wartet ungeduldig vor ihrem Rechner auf eine Antwort. Die diensthabende Tierärztin rät ihr in den Notdienst zu kommen, eine Einschätzung nur anhand der Fotos ist nicht möglich. Dem Kater geht es so weit gut, sie könne bloß keinen geeigneten „Leckschutz“ gewährleisten. Wie es sich später herausstellen sollte, war die OP-Wunde nicht beeinträchtigt, die Wundheilung verlief, wie erwartet, problemlos.

Vor Ort hat die Besitzerin sich im Griff, ist nicht unfreundlich. Im Gegensatz zu ihrem Kater, der nicht vorhatte, sich wehrlos einer Wundkontrolle zu unterziehen. Zu ihrem eigenen Schutz und um den Patienten nicht zu verletzen, wird der Kater fachmännisch gehändelt.

Dann kommt es zum Showdown: die Besitzerin mischt sich ein. Unsere diensthabende Tierärztin erklärt ihr, dass das Verletzungsrisiko bei einer bösen Katze zu groß sei und wir uns und die Katze schützen müssen. Die Besitzerin wird über den Behandlungstisch hinweg handgreiflich. Es folgt ein Moment der Stille. Zum Glück ist keiner großartig verletzt, doch die Sorge vor erneuter Eskalation ist groß.

Damit ist die Behandlung beendet. Die Besitzerin wird herausgebeten. Als ob ihr Lebensgefährte gewusst hätte, zu was sie fähig ist, machte er das Auto bereits für eine zügige Abfahrt bereit.

Die Geschäftsleitung und die Polizei werden informiert, sie raten zu einer Anzeige mit einem Hausverbot – gesagt, getan!

Was lehrt uns das? Der Großteil der Besitzer ist nett, verständnisvoll und wertschätzend. Doch es braucht nur einen Menschen, der das alles zu Nichte macht. Die Kolleginnen sind geschockt. Ist jemand verletzt? Nein. Keiner wird einen körperlichen Schaden davontragen. Doch wir sollten uns fragen, was in den Kolleginnen vor sich geht nach einem solchen Vorfall. Wir haben zuvor so oft weggesehen, nicht hingehört, versucht zu vergessen und verzeihen, denn: sie wussten es vielleicht nicht besser.

Aber in Wahrheit zerrt das an allen Kollegen/innen. Sie haben ihre Familie stehen lassen, obwohl sie vielleicht nicht mal mehr Dienst hatten. Sie haben Freunde versetzt und sich nicht um das eigene Wohlergehen gekümmert. Sie haben sich mehrmals nur an diesem Tag ungerechte Vorwürfe anhören müssen, waren bei jedem unnötigen Telefonat freundlich und zuvorkommend, immer lösungsorientiert und das Patientenwohl im Blick.

Doch zu viel ist zu viel!

Können wir es all den Kollegen/innen verwehren, sich diesem psychischen Druck nicht mehr aussetzen zu wollen? Wir sprechen nicht über kritische Patienten, deren Ergehen einem mit nach Hause begleitet und auch mal die eine oder andere Nachtstunde kostet. Wir sprechen nicht über die Traurigkeit, die einen begleitet, wenn es ein Patient nicht schafft, obwohl man alles Menschenmögliche getan hat. Irgendwie müssen sie es dem Besitzer beibringen, dass sein Familienmitglied verstorben ist – die Traurigkeit und Verzweiflung, die wir zu 100% nachvollziehen können, lässt über vieles hinwegsehen.

Wir verstehen, wenn Menschen um ihre Lieblinge besorgt sind und haben bisher mehr als es vielleicht nötig war über ein Fehlverhalten hinweggesehen. Schließlich kann unser Patient nichts für seinen Besitzer.

Damit ist jetzt Schluss. Wenn wir nicht riskieren wollen, dass Niedersachsen eine weitere Klinik im Notdienst verliert, muss sich was ändern. Solche Situationen kannten wir früher nicht, sowas ist in 20 Jahren an diesem Standort nicht vorgekommen. Mit zunehmend angespannter Notdienstsituation zeigen sich mehr Menschen, die ihr Benehmen schlichtweg nicht im Griff haben.

Natürlich dulden wir keinen physischen Angriff auf unsere Mitarbeiter/innen. Dieser Fall hat gezeigt, wozu das führen kann, wenn wir nicht frühzeitig eingreifen.

Die allermeisten Besitzer bleiben bitte genauso, wie sie sind: freundlich und zugewandt. Doch werden wir keinen Platz für Unfreundlichkeit, Beleidigungen oder sonstige psychische Angriffe dulden. Wir werden nicht zulassen, dass unsere Mitarbeiter/innen unter Druck gesetzt werden oder denen gedroht wird.

Für die, die das betrifft: Androhungen von schlechten Google Bewertungen, persönliche Hasstiraden in Facebookgruppen oder sonstige anonyme Bewertungsmöglichkeiten, um jemanden unter Druck zu setzen: unsere Mitarbeiter/innen sind nun stärker sensibilisiert worden sowas unter keinen Umständen zu akzeptieren oder es gar mit sich selbst auszumachen.

Unsere Mitarbeiter/innen sind unser höchstes Gut. Die allerbeste Klinikausstattung kann niemandem Helfen, wenn kein Mitarbeiter dafür zur Verfügung steht. Unfreundliche, provokative und aggressive Besitzer: Verinnerlichen Sie das.

Ohne die Aufopferung des Mitarbeiters, der vor Ihnen steht, kann Ihr Tier nicht versorgt werden. Wenn Sie Ihr Benehmen nicht im Griff haben, ist in unserer Klink kein Platz für Sie! Vergessen Sie nicht: alle Notdienste in Deutschland laufen am Limit: Ihr Benehmen könnte dazu führen, dass ihr Tier eines Tages außerhalb der normalen Zeiten nicht mehr versorgt werden kann!

So lange wir es zusammen schaffen den Notdienst aufrecht zu erhalten, werden wir weiterhin überdurchschnittliche Opfer bringen, um alle Patienten optimal versorgen zu können. Wir möchten um jeden Preis vermeiden, dass solche Menschen einen Notdienst nicht mehr möglich machen.
Unsere Klinik bestreitet den Notdienst seit nun mehr als 30 Jahren.
Trotz der kritischen personellen Situation in der Tiermedizin ist es uns ein persönliches Anliegen unsere Patienten 24 Stunden am Tag versorgen zu können.

Das soll auch weiterhin so sein, helfen Sie uns dabei, dass es auch so bleibt!🙏

https://klinik-fuer-kleintiere.de/angriff-auf-tieraerztin/
Foto: Dr. Carsten Vogt

Adresse

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Simmerath
52152

Telefon

+491746260308

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