08/02/2026
Jede Gewohnheit folgt einer Schleife , der sogenannten „Gewohnheitsschleife“, sie ist eines der klarsten Modelle, um zu verstehen, warum wir bestimmte Dinge immer wieder tun, selbst wenn sie uns langfristig nicht guttun.
Beispiel: Stress → Handy → Erleichterung
1. Auslöser: Du sitzt am Schreibtisch, bekommst eine schwierige E Mail oder spürst plötzlich Stress im Körper. → Unangenehmes Gefühl entsteht
2. Routine: Du greifst zum Handy und scrollst durch Nachrichten oder Social Media. → Das lenkt dich ab und beruhigt kurz
3. Belohnung: Du fühlst dich für einen Moment erleichtert, abgelenkt oder „nicht mehr im Stress“. → Das Gehirn speichert: „Handy = Erleichterung“
Warum wird daraus eine Gewohnheit? Weil das Gehirn die Belohnung speichert – nicht die Logik. Es merkt sich: Wenn Stress kommt, hilft Handy. Beim nächsten Stressmoment greift dein Gehirn automatisch wieder zu dieser Lösung. So entsteht eine stabile Gewohnheitsschleife. Diese Schleife wird durch Dopamin verstärkt. Dopamin ist nicht das „Glückshormon“, sondern das Lern- und Erwartungshormon. Je öfter die Schleife durchlaufen wird, desto stärker wird sie.
Gewohnheiten kann man nicht automatisch löschen, aber man kann diese umgestalten, indem Du
- den Auslöser erkennst,
- die Routine austauschst,
- und eine ähnliche Belohnung erzeugst.
Statt zum Handy zu greifen, könntest Du bewusst:
• 3 tiefe Atemzüge nehmen
• 30 Sekunden aufstehen und Schultern lockern
• 1 Satz aufschreiben: „Was stresst mich gerade konkret?“
• Ein Glas Wasser holen
• Timer: 2 Minuten bewusst nichts tun
Das Ziel ist nicht, perfekt zu sein, sondern dem Gehirn eine Alternative zu geben, die ebenfalls Entlastung bringt.
Wir alle habe das Potenzial unsere Lebenswelt aktiv zu gestalten. Achtsamkeit und innere Entschleunigung sind hier gute Begleiter, um innere Muster umzuwandeln. Yoga entschleunigt und ermöglicht uns somit überhaupt Gewohnheiten bewusst werden zu lassen. Dies ist der erste Schritt zur Veränderung. Welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?