10/01/2026
Essen gegen Demenz – Schutz für unser Hirn
- „Große UK‑Biobank‑Studie (166.916 Menschen, 10,5 Jahre) zeigt: Die MIND‑Diät schützt das Gehirn – weniger Demenz, weniger Schlaganfall, weniger Depression & Angst. Parallel dazu erhöhen hochverarbeitete Lebensmittel das Risiko. MIND heißt: mehr Gemüse, Beeren, Nüsse, Vollkorn, Olivenöl, Hülsenfrüchte, Fisch – weniger Zucker, rotes Fleisch und Fertigprodukte. Studien: Shi et al., *eClinicalMedicine* 2025; Morris et al., *Alzheimer’s & Dementia* 2015.“Ansatz aus Essen fürs Gehirn: Die neuen MIND‑Daten
Quellen und deren zentrale Botschaft
Was wurde untersucht?
- Große UK‑Biobank‑Analyse: 166.916 Erwachsene, im Median 10,5 Jahre beobachtet, zu Beginn ohne Demenz, Schlaganfall, Parkinson, Depression oder Angststörung.
- Verglichen wurden 10 Ernährungsmuster (u. a. MIND, mediterran, DASH) plus der Anteil hochverarbeiteter Lebensmittel (Ultra‑Processed Foods, UPF).
- Endpunkte: neue Fälle von Demenz, Schlaganfall, Parkinson, Depression und Angststörung.
(Primärquelle: Shi X et al. Association between different dietary patterns and the risk of major brain disorders. *eClinicalMedicine* 2025, UK Biobank.)
Zentrale Ergebnisse
- Die MIND‑Diät (Mediterranean‑DASH Intervention for Neurodegenerative Delay) zeigte den breitesten Schutz: höherer MIND‑Score war mit einem geringeren Risiko für Demenz, Schlaganfall, Depression und Angststörungen assoziiert.
- Beispiel (höchste vs. niedrigste MIND‑Adhärenz):
- Demenz: Hazard Ratio (HR) ca. 0,87
- Schlaganfall: HR ca. 0,89
- Depression: HR ca. 0,77
- Angststörungen: HR ca. 0,82
- Für Parkinson fand sich kein signifikanter Zusammenhang.
- In zwei unabhängigen Kohorten aus den USA (Health and Retirement Study) und China (Chinese Longitudinal Healthy Longevity Survey) bestätigten sich die Effekte für Kognition, Depression und Angst.
(Primärquelle: Shi X et al., *eClinicalMedicine* 2025.)
Rolle von hochverarbeiteten Lebensmitteln (UPF)
- Je höher der Anteil von UPF in der Ernährung, desto höher das Risiko für Demenz, Parkinson, Depression und Angststörungen.
- Eine separate UK‑Biobank‑Analyse zeigt: eine Zunahme des UPF‑Anteils um 10 %..