Osteopathie Quehenberger

Osteopathie Quehenberger Die traditionelle Osteopathie in seiner Philosophie ist mein Antrieb, nach Dr. Andrew Taylor Still. Ich liebe das Lernen und Lehren.

Osteopathiepraxis mit Schwerpunkt in der Kinder- und Frauenheilkunde. In meiner atmosphärischen Praxis steht mein Patient*In im Mittelpunkt. Meine Spezialisierung liegt in der Frauen- und Kinderheilkunde. Als Dozent am DOK darf ich die angehenden Osteopath*Innen auf deren Weg begleiten. In meiner Freizeit liebe ich es die Zeit mit meiner Familie zu verbringen und erhole mich bei sportlichen Aktivitäten.

14/01/2026

Frenotomie – Abschluss der Serie
Warum ein Schnitt allein oft nicht reicht.

Diese Serie war keine Kritik an Eltern und keine pauschale Ablehnung der Frenotomie.
Sie ist eine kritische, funktionelle Einordnung eines Eingriffs, der aktuell sehr häufig – und oft sehr früh – durchgeführt wird.

Beim Saugen an der Brust bewegt sich die Zunge nicht statisch, sondern in einer wellenförmigen Bewegung von vorne nach hinten.
Diese Bewegung erfordert:
• freie Zungenmotorik
• Koordination von Zunge, Mundboden, Zungenbein und Kiefer
• Ein stabiles Zusammenspiel mit Hals, Brustkorb und Haltung

Ein verkürztes Zungenband kann die Bewegung begrenzen –
aber nicht jede eingeschränkte Funktion ist automatisch ein zu kurzes Band.

In der Praxis prüfen wir deshalb u. a.:
• Kann die Zunge über den Lippenrand geführt werden, ohne V-Form?
• Ist eine Seitbewegung der Zunge möglich?
• Wie ist die Saugkraft und Ausdauer am Finger?
• Wie reagiert das Kind im Suchreflex?
• Wie sind Haltung, Spannungsverteilung und Statik im gesamten Körper?

Denn:
🔹 Eine Frenotomie verändert die Anatomie
🔹 Funktion entsteht erst durch Integration

Wenn Spannung, Haltung oder motorische Muster unverändert bleiben,
kann auch nach einem korrekt durchgeführten Eingriff keine nachhaltige Verbesserung eintreten.

👉 Mein Anliegen ist deshalb kein „Dafür oder Dagegen“,
sondern: erst verstehen – dann entscheiden.

Danke fürs Mitgehen durch diese Serie.



13/01/2026

Warum eine Frenotomie oft nicht den gewünschten Effekt bringt

Eine Frenotomie verändert die Anatomie des Zungenbandes.
Stillen und Saugen sind jedoch keine rein anatomischen Prozesse,
sondern neuro-motorische Leistungen.

Beteiligt sind:
• Zungenbeweglichkeit und -steuerung
• Koordination von Mundboden, Zungenbein und Atemmechanik
• craniale und cervikale Beweglichkeit
• sensorische Rückkopplung im Nervensystem

Wenn diese Ebenen funktionell eingeschränkt sind,
kann die neu gewonnene Beweglichkeit der Zunge nicht effektiv genutzt werden.

👉 Deshalb braucht es in vielen Fällen:
• funktionelle Diagnostik
• Vorbereitung oder Nachbegleitung
• Integration in das bestehende Bewegungs- und Koordinationssystem
👉 Deshalb testen wir vor einer Frenotomie:
• Zungenvorverlagerung
• Seitbeweglichkeit
• Saugkraft & Rhythmus

Struktur ohne Motorik bleibt oft wirkungslos.
Eine Frenotomie kann sinnvoll sein –
sie ersetzt jedoch keine funktionelle Betrachtung.





12/01/2026

Zungenband durchtrennen – sinnvoll oder Trend?

In den letzten Jahren hat die Frenotomie stark zugenommen.
Viele Eltern kommen mit der Hoffnung:
👉 Danach wird alles besser.

Meine Erfahrung aus der Praxis ist differenzierter.

Die Zunge arbeitet nicht isoliert.
Sie ist eingebunden in:
• Mundboden & Zungenbein
• Zwerchfell
• Schädelbasis & Nervensystem

Wird nur die Struktur verändert,
ohne funktionelle Vorbereitung und Nacharbeit,
kann der Körper die neue Beweglichkeit oft nicht integrieren.

Wichtig:
Eine Frenotomie kann sinnvoll sein –
aber sie sollte nie automatisch
und nie ohne funktionellen Kontext erfolgen.

👉 Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch funktionell notwendig.





11/01/2026

Viele Babys lassen sich kaum ablegen.
Nicht, weil sie „verwöhnt“ sind – sondern weil Spannung Halt gibt.

Beim Ablegen fehlt plötzlich:
• Kontakt
• Begrenzung
• Druckregulation

Mögliche funktionelle Hintergründe:
• Spannungen im Abdomen → Unruhe im Liegen
• stiller Reflux → Druck & Zug nach kranial
• Spannung am Occiput / oberen Nacken → Lagewechsel wird schlecht toleriert

👉 Wichtig:
Das Baby entscheidet nicht bewusst.
Es reagiert auf innere Spannung und fehlende Regulation.

Mehr dazu im Video.

10/01/2026

Wenn Babys sich beim Ablegen unwohl fühlen,
kann das funktionelle Gründe haben:

– Spannungen im Bauchraum
– veränderte Atem- und Druckverhältnisse
– Reize im Bereich der Schädelbasis
– Zeichen eines stillen Refluxes, ohne Spucken

Tragen, Nähe und Bewegung
helfen vielen Babys, sich besser zu organisieren.

Unruhe ist oft ein Regulationssignal,
kein Fehlverhalten.





08/01/2026

Osteopathische Begleitung ist kein Muss
und kein Allheilmittel.

Sie ist sinnvoll,
wenn der Körper an seine Adaptationsgrenzen kommt
und Entlastung, Koordination
oder Regulation nicht mehr gelingen.

Manchmal reicht Beobachtung.
Manchmal braucht es Unterstützung.
Entscheidend ist Einordnung, nicht Aktionismus.

👉 Abschluss der Schwangerschafts-Serie.



07/01/2026

Nicht jede Beschwerde braucht mehr Aktivität.
Manchmal braucht der Körper zuerst Raum.

Entlastung:
– verändert Druckverhältnisse
– verbessert Wahrnehmung
– schafft Voraussetzung für Regulation

Aktivierung ist wichtig –
aber erst nach Entlastung, nicht davor.

👉 Reihenfolge entscheidet.





06/01/2026

Warum Training Beschwerden manchmal verstärkt

Training ist nicht per se falsch –
aber Zeitpunkt, Technik und Zielstruktur sind entscheidend.

In der Schwangerschaft geht es oft nicht darum,
mehr Kraft aufzubauen,
sondern um Regulation, Anpassung und Loslassen.

Gerade der Beckenboden:
– braucht Beweglichkeit und Koordination,
– nicht dauerhaftes Anspannen,
– nicht „immer aktiv“.

Für die Geburt bedeutet Beckenboden nicht kräftig sein,
sondern nachgeben, reagieren und loslassen können.

Training kann hilfreich sein –
wenn es Technik verbessert,
Druck reguliert
und den Körper vorbereitet,
statt ihn weiter zu verspannen.

👉 Reihenfolge, Ziel und Wahrnehmung entscheiden.





05/01/2026

Im Liegen fehlt dem Körper oft das,
was im Alltag hilft: Bewegung, Wechsel, Ausgleich.

Beschwerden entstehen nicht zufällig,
sondern durch veränderte Druck-
und Spannungsverhältnisse.

Nicht jede Position ist für jede Phase geeignet.





04/01/2026

Viele Beschwerden entstehen nicht plötzlich.
Sie entwickeln sich, wenn Anpassung
über längere Zeit nicht mehr ausreicht.

Nicht jede Beschwerde bedeutet „etwas stimmt nicht“.
Oft bedeutet sie:
Der Körper braucht Entlastung, Umorganisation
oder Unterstützung.

Symptome sind häufig spät,
die Veränderung beginnt früh.





03/01/2026

Nicht jedes Weinen,
nicht jede Vorliebe,
nicht jede Unruhe
ist ein Behandlungsgrund.

Entscheidend ist das Gesamtbild:
– Veränderung über Zeit
– Bewegungsvielfalt
– Regulation zwischen Anspannung & Ruhe

Osteopathie kann begleiten –
aber sie ersetzt keine Entwicklung
und keine medizinische Abklärung, wenn nötig.





02/01/2026

Stillen ist mehr als Saugen.
Es ist ein Zusammenspiel aus Spannung, Atmung und Bewegung.
Mama und Kind stehen im Fokus.
Nicht jede Schwierigkeit ist ein Problem.
Entscheidend ist:
– Kann sich etwas verändern?
– Wird Stillen mit der Zeit leichter?
– Gibt es Wechsel zwischen Anspannung und Ruhe?

Regulation entsteht nicht sofort –
sie entwickelt sich.





Adresse

Sparkassenplatz 1/3. OG
Traunstein
83278

Öffnungszeiten

Montag 08:30 - 20:00
Dienstag 08:30 - 20:00
Mittwoch 08:30 - 20:00
Donnerstag 08:30 - 20:00
Freitag 08:30 - 16:00
Samstag 09:30 - 13:00

Telefon

+4915170669615

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Osteopathie Quehenberger erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen

Share on Facebook Share on Twitter Share on LinkedIn
Share on Pinterest Share on Reddit Share via Email
Share on WhatsApp Share on Instagram Share on Telegram

Kategorie