Lukas Leo Plasil - Corpus Capitis Opus

Lukas Leo Plasil - Corpus Capitis Opus Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Lukas Leo Plasil - Corpus Capitis Opus, Therapeut/in, Göddertzgarten 15, Meckenheim.

👨‍⚕️ Anatomische Erklärung & echte Tipps💡
🦴 Einzigartiges Behandlungssystem
⚙️ Biomechanik statt Zauberspruch
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06/03/2026

„Du bist krumm und schief.“

Das höre ich manchmal im Kontext von Haltung oder Wirbelsäule.
Und meine Antwort darauf ist meistens ziemlich simpel:

Ja. Natürlich.

Jeder Mensch ist in irgendeiner Form krumm und schief.
Der menschliche Körper ist kein symmetrisches Bauwerk.

Wir haben zwar paarige Strukturen – zwei Arme, zwei Beine, zwei Schultern, zwei Hüften.
Aber das bedeutet nicht, dass sie automatisch symmetrisch funktionieren oder belastet werden.

Die Natur funktioniert auch nicht symmetrisch.

Bäume wachsen nicht perfekt gerade.
Wasser fließt nicht in geraden Linien.
Und auch der menschliche Körper organisiert sich eher über Anpassung als über perfekte Geometrie.

Wichtig ist deshalb nicht, Menschen „gerade zu behandeln“ oder Strukturen zwanghaft auszurichten – so wie es in manchen Therapiekonzepten vermittelt wird.

Die entscheidende Frage ist eine andere:

Ist diese Asymmetrie funktionell – oder macht sie Probleme?

Wenn sie funktionell ist, ist sie oft einfach nur eine individuelle Anpassung des Körpers.
Wenn sie Probleme verursacht, geht es nicht darum, den Körper zu „begradigen“, sondern den Umgang mit der Belastung zu verbessern.

Der Körper muss lernen, Kräfte sinnvoll zu verteilen und Bewegung wieder effizient zu organisieren.

Nicht alles, was schief aussieht, ist ein Problem.
Und nicht alles, was gerade aussieht, funktioniert auch gut.

05/03/2026

Eine Klientin von mir arbeitet als Nanny und hatte früher regelmäßig Krafttraining im Fitnessstudio gemacht. In letzter Zeit war sie jedoch deutlich weniger aktiv – und irgendwann kamen dann die Rückenbeschwerden.

Auf der Suche nach Hilfe war sie zunächst bei der Osteopathie. Dort wurde ihr ein „Becken- bzw. Hüftschiefstand“ diagnostiziert, der angeblich der Auslöser für ihre Beschwerden sein sollte. Ziel der Behandlung war es dann, diesen Schiefstand manuell zu „begradigen“.

Das ist ein Ansatz, den ich persönlich kritisch sehe.

Der menschliche Körper ist keine perfekt symmetrische Maschine.
Natürliche Haltungs- und Bewegungsasymmetrien sind völlig physiologisch. Kein Mensch hat zwei identische Körperhälften – weder anatomisch noch funktionell.

Statt gegen diese Asymmetrien zu arbeiten, arbeite ich mit ihnen.

Im akuten Fall versuche ich zunächst Spannung aus dem Gewebe zu nehmen, um wieder etwas Bewegungsfreiheit zu schaffen. Das verschafft kurzfristig Erleichterung – aber der entscheidende Teil kommt danach.

Der Körper muss wieder lernen, Belastung sinnvoll zu organisieren.
Und das passiert nicht auf der Behandlungsliege, sondern durch Bewegung.

In ihrem Fall bedeutet das:
Zurück in Bewegung kommen, wieder trainieren, den Körper belasten – und die vorhandenen Strukturen funktionell nutzen, statt sie „geradebiegen“ zu wollen.

Der Körper ist kein Bauprojekt.
Er ist ein adaptives System.

04/03/2026

Was bei Skoliose oft nicht hilft,
sind starre Apparaturen,
die den Körper in eine künstliche Symmetrie zwingen.

Der Körper ist asymmetrisch.
Eine Skoliose ist Ausdruck dieser Asymmetrie –
nicht ihr Fehler.

Der aggressive Wille, „begradigen“ zu müssen,
verschärft das Problem häufig:
Bewegung wird eingeschränkt,
Wahrnehmung geht verloren,
Spannung steigt.

Skoliose muss nicht begradigt werden.
Der Umgang damit muss passen.

Vor allem sensomotorisch:
spüren, steuern, anpassen.

Am sinnvollsten ist Training,
bei dem die Körperlängsachse frei rotieren darf.
So kann Kraft organisiert werden,
ohne den Körper zu zwingen.

Bewegung statt Fixierung.
Organisation statt Korrektur.

03/03/2026

Skoliose heißt nicht automatisch Problem.
Sie bedeutet erstmal: Asymmetrie.

Ich habe selbst eine rechtskonvexe thorakale Skoliose.
Man sieht das an meiner Haltung –
und bei mir ist das eine funktionelle Anpassung.

Über Jahre entstand sie durch meine sportliche Belastung
(Links-Auslage im Boxen).
Der Körper hat sich organisiert, nicht „verschlechtert“.

Im Alltag arbeite ich bewusst dagegen:
Ich verlasse aktiv die rechtskonvexe Position,
gehe aus Rotation und Lateralflexion heraus
und arbeite gezielt in die Gegenseite.

So reduziere ich Spannung,
schaffe Raum im Thorax
und nutze die Atmung, um wieder Länge nach oben zu bekommen.

Wichtig dabei:
Ich spreche hier von funktionellen Skoliosen.
Nicht von knöchernen Veränderungen.

Funktionelle Anpassungen
lassen sich beeinflussen –
wenn man sie versteht und aktiv nutzt.

02/03/2026

Ich habe selbst eine rechtskonvexe thorakale Skoliose.
Man sieht das an meiner Haltung – und das ist völlig okay.

Bei mir ist das keine „Erkrankung“,
sondern eine funktionelle Adaption.
Resultierend aus meiner jahrelangen Linksauslage im Boxen.

Der Körper passt sich an Belastung an. Punkt.

Im Alltag gehe ich bewusst damit um:
Ich gehe zuerst aus der rechtskonvexen Position heraus –
also raus aus Lateralflexion und Rotation.
Danach simuliere ich gezielt die Gegenseite:
Rotation nach links hinten, Lateralflexion nach links.

So minimiere ich Spannung auf der rechten Seite,
schaffe Raum, entlaste mich
und nutze die Atmung, um den Thorax wieder anzuheben.

Wichtig:
Skoliose ist nicht gleich Skoliose.
Es gibt viele Formen – unter anderem knöcherne Skoliosen.

Hier spreche ich nicht davon.
Sondern von funktionellen Skoliosen.
Und die lassen sich sehr gut beeinflussen,
wenn man versteht, was man tut.

01/03/2026

Ich arbeite nicht streichelnd.
Ich arbeite handwerklich.

In meiner Arbeit geht es nicht um Zärtlichkeit,
sondern um Mechanik, Druck, Tiefe
und darum, Gewebe wirklich zu beeinflussen.

Kraft wird nicht gestreichelt.
Spannung löst sich nicht durch Berührung allein.

Ich würde selbst auch lieber
klar, mechanisch und wirksam behandelt werden
als vorsichtig und oberflächlich.

Das ist kein Mangel an Empathie.
Das ist Respekt vor Funktion.

Handwerk statt Show.
Wirkung statt Gefühlstheater.

27/02/2026

Frage aus dem Fragesticker:
„Ich habe nach dem Fußballspielen öfter Rückenschmerzen.“

Meine Vermutung – ohne Diagnose:
Die Beckenkontrolle unter dynamischer Belastung lässt wahrscheinlich etwas nach.

Fußball bedeutet:
⚡ schnelle Richtungswechsel
⚡ Stöße, Schläge, Kontakt
⚡ hohe Dynamik über das Becken in die Wirbelsäule

Wenn das Becken diese Kräfte nicht sauber neuromechanisch kontrolliert,
landet die Last nicht dort, wo sie hingehört.

Ein zentraler Hebel aus meiner Sicht:
die Ansteuerung der Bauchmuskulatur.

Nicht isoliert, nicht „Bauch anspannen“,
sondern als steuerndes System,
das das Becken stabilisiert, Bewegungen zulässt und wieder abbremst.

Das entlastet den Rückenstrecker.
Und verhindert, dass die Last dauerhaft
in Dornfortsätze, Bandstrukturen und ligamentäre Sicherungen läuft
(z. B. im lumbosakralen Übergang).

Für mich ist das einer der wichtigsten Game Changer,
um die Motorik so zu schulen,
dass der Körper wieder souverän mit Stößen und Kräften ins Becken umgehen kann.

Nicht mehr Kraft.
Sondern bessere Kontrolle.

26/02/2026

Hüftbeugung ist keine isolierte Bewegung.

Die Beugung der Hüfte ist funktionell gekoppelt an die Bewegung des Os sacrum
→ über Nutation und Gegennutation im Iliosakralgelenk
→ mit einer segmentalen Weiterleitung der Bewegung in die Lendenwirbelsäule, mindestens bis in die unteren Segmente (L4–L3).

Wir sprechen hier von einer zusammenhängenden lumbopelvinen Mechanik.
Kein Gelenk arbeitet für sich allein.

Rotation ist dabei kein beliebig umkehrbarer Freiheitsgrad.
Sie ist richtungsdominant, momentumabhängig und strukturell vororientiert –
insbesondere unter Last, Zeit und Wiederholung.

Bei bilateralen Bewegungsabläufen unter hoher Belastung kann es deshalb zu einem biomechanischen Konflikt kommen:
Die Rotationsmechanik ist funktionell eingeschränkt oder vorzeitig limitiert,
wodurch die Kraft nicht mehr frei durch Hüfte, ISG und LWS durchgeleitet werden kann.

Kraft verschwindet nicht.
Sie wird umgeleitet.

In solchen Fällen übernimmt häufig das Bindegewebe – insbesondere fasziale und ligamentäre Strukturen, die ISG und LWS sichern – kompensatorisch Aufgaben der Kraftübertragung und Dämpfung.

Das ist keine Fehlfunktion.
Es ist eine adaptive Strategie des Körpers bei fehlender segmentaler Bewegungsfreiheit.

26/02/2026

Bei wiederkehrenden Beschwerden ist es natürlich wichtig herauszufinden,
welches „Bauteil“ – salopp gesagt – gerade zickt oder aus der Spur tanzt.

Aber genau hier liegt oft der Denkfehler:
Es ist meist nicht ein einzelner Muskel
und auch selten ein isoliertes „kaputtes Teil“.

Sehr häufig sind es Kraftübertragungspunkte, die auffällig werden:
– Iliosakralgelenk
– Lendenwirbelkörper
– Hüftgelenk / Rollhügel
– Schultergelenk / Caput humeri

Also Strukturen, über die Kraft weitergeleitet, organisiert und verteilt wird.

Diese Einordnung ist wichtig,
weil wir nur dann von der betroffenen Struktur
Rückschlüsse auf die Funktion und das Bewegungsmuster ziehen können.

Und noch ein Punkt, der oft falsch verstanden wird:
Sitzen ist nicht per se schlecht oder „unnatürlich“.

Problematisch sind
❌ Dauer
❌ Statik
❌ fehlende Positionswechsel

Nicht das Sitzen selbst,
sondern das zu lange Verharren in einer Position.

Deshalb:
Sitzen regelmäßig unterbrechen.
Bewegen.
Vor allem auch mal bewusst in die Kontrichtung gehen.

Das müssen keine wilden Übungen sein.
Oft reicht kurzes, aktives Durchbewegen,
um die Kraftdurchlässigkeit wieder zu verbessern.

25/02/2026

„Beckenschiefstand.“
Lange Zeit eine fast brachiale Diagnose in der Orthopädie.
Oft gleichgesetzt mit: Problem, Fehlstellung, muss begradigt werden.

Dann fliegen schnell die Lösungen:
👟 orthopädische Einlagen
📏 Ausgleich
🧱 „Geradeziehen“

Das Entscheidende dabei:
Ein Beckenschiefstand ist für sich genommen
❌ kein Hinweis auf eine funktionelle Problematik
❌ und schon gar nicht automatisch auf eine strukturelle Schädigung
– solange wir uns nicht in extremen Ausprägungen bewegen.

Aus meiner Sicht entstehen Bandscheibenvorfälle
nicht durch ein eindimensionales mechanisches Modell
(„eine Seite zu stark, die andere zu schwach“, Agonist vs. Antagonist).

Sondern primär durch:
👉 fehlende segmentale Kontrolle
👉 ungünstige Bewegungsmuster
👉 Anpassungen der allgemeinen körperlichen Verfassung

In diesem Fall:
Der Klient hat eine gute Kontrolle über sein Becken.
Das Thema liegt – wie bereits in der Anamnese beschrieben –
wahrscheinlich im fehlenden Ausgleich zu seiner Hauptsportart: Kajakfahren.

Kajakfahren ist technisch anspruchsvoll und wertvoll –
aber durch das dauerhafte Sitzen in dieser Intensität und Frequenz
nicht unbedingt artgerecht.

Die Lösung ist selten „begradigen“.
Meist ist es verstehen, erklären und gezielt ausgleichen.

24/02/2026

Weitere Anamnese-Gaps.

2014 hatte der Klient einen Bandscheibenvorfall.
Über Jahre hat er versucht, diesen über Krafttraining zu „wegzutrainieren“ – mit Erfolg, aber nicht vollständig.
Einige Beschwerden sind geblieben.

Später kam Kajakfahren dazu.
Und das bewerte ich grundsätzlich als sehr sinnvoll 🚣‍♂️
Viel Rotation und Gegenrotation im Oberkörper →
extrem wertvoll für Brustwirbelsäule, Nacken und Schultergürtel.

Das biomechanische Thema liegt woanders:

Durch die Sitzposition im Kajak kann keine endgradige, sinnvolle Verschaltung der Lendenwirbelsäule über unilaterale Bewegungen und Gegenrotation stattfinden.

Der Körper löst das biomechanisch korrekt –
aber eben adaptiv.

Ohne gezielten Ausgleichssport entsteht ein starker Anpassungsreiz.
Die Folge:
Bandapparat und fasziale Strukturen übernehmen zunehmend die Kraftübertragung und Sicherung, besonders im Bereich des Iliosakralgelenks.

Diese einseitige Belastung kann dazu führen,
dass Strukturen „versteifen“, sich anpassen und Zugspannung entsteht.
Dieser Zug wird dann häufig als Schmerz interpretiert.

👉 Das ist meine Vermutung aus der Gesamtanamnese,
keine Diagnose.

Mehr dazu – und wie man damit sinnvoll umgeht –
in den folgenden Videos.

23/02/2026

„Er ist krumm und schief.“
Ja. Und weißt du was? Das bist du auch. 😉

Asymmetrie ist kein Fehler.
Sie ist normal.

Kein Mensch ist symmetrisch gebaut.
Unser Alltag, unser Sport, unsere Arbeit, unser Stress – all das formt den Körper.
👉 funktionelle Anpassungen
👉 ganz normale Adaptionen
👉 völlig unproblematisch

Was mir hier allerdings aufgefallen ist:
Die rechte Seite zeigt deutlich mehr Spannung als die linke.
Und zwar nicht nur muskulär, sondern auch im Gewebe insgesamt – fester, weniger adaptiv.

Heißt das: Problem?
❌ Nein.
Heißt das: Diagnose?
❌ Ebenfalls nein.

Es ist ein Hinweis, genauer hinzuschauen, Zusammenhänge zu verstehen und ggf. Strategien abzuleiten.

Ganz wichtig:
Wenn dich Fachpersonal auf
„Schiefstände“, „Ungleichheiten“ oder „Asymmetrien“ hinweist,
ist das kein Grund zur Sorge.

Im Gegenteil:
Es ist der Normalzustand des Menschen.

Nicht jede Asymmetrie muss korrigiert werden.
Viele müssen einfach verstanden werden.

Adresse

Göddertzgarten 15
Meckenheim
53340

Öffnungszeiten

Montag 15:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 12:00
15:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 12:00
Donnerstag 08:00 - 12:00
15:00 - 17:00
Freitag 08:00 - 13:00
Samstag 10:00 - 18:00

Telefon

+491779229481

Webseite

https://lukasleoplasil.de/kontakt/

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