14/03/2026
Brillenträger wissen es natürlich bereits aus der täglichen Erfahrung 😉… ABER:
Sind kurzsichtige Menschen nicht nur gebildeter, sondern auch intelligenter? Eine Studie der Universitätsmedizin Mainz stellte sich 2016 diese zentrale Forschungsfrage. ❔
📚 Für die Studie wurden Daten von rund 4.000 Menschen zwischen 40 und 79 Jahren ausgewertet. Die Teilnehmenden absolvierten dabei einen Test, der logisches Denken und Planungsfähigkeit misst. Um eine Kurzsichtigkeit (Myopie) festzustellen, untersuchten die Forscher die Brechkraft der Augen, also wie viel das Auge korrigieren muss, damit es scharf sieht. Kurzsichtigkeit ist durch negative Dioptrie-Werte gekennzeichnet – und laut Studiendefinition ab einer Stärke von kleiner/gleich minus 0,5 Dioptrien. Dabei wird das Bild vor der Netzhaut scharf abgebildet und man sieht in der Ferne unscharf.
💡 Zunächst zeigte sich: Stark Kurzsichtige erzielten die höchsten Ergebnisse im Test. Als die Forschenden jedoch berücksichtigten, wie lange die Teilnehmenden zur Schule gegangen waren, verschwand dieser Zusammenhang. Das bedeutet: Nicht die Kurzsichtigkeit selbst hängt mit besseren Testergebnissen zusammen, sondern der Bildungsweg der Personen. An dieser Stelle muss man aber sagen: viel Lesen, langes Arbeiten am Bildschirm oder in der Nähe sowie zu wenig Tageslicht fördern die Entwicklung von Kurzsichtigkeit.
Übrigens: Etwa die Hälfte der Abiturienten in Deutschland ist kurzsichtig.
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