Hausärzte Dreiländereck

Hausärzte Dreiländereck Fachärzte für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin, Schmerztherapie. Notfallmedizin, Psychotherapie, Naturheilkunde

21/02/2026

Loslassen oder Zulassen?

Eine Erfahrung aus dem palliativmedizinischen Alltag

Ich begleite seit vielen Jahren schwerstkranke Menschen in einer existenziellen Lebensphase – bis hin zum Lebensende. In vielen Gesprächen im palliativmedizinischen Kontext, sei es mit Pflegekräften oder Angehörigen, im Kreis der Familie, im Wohnzimmer oder auf der Pflegestation während einer kurzen Visite, begegnet mir immer wieder ein Satz, der mich jedesmal irritiert.

⚠️ Dann sagt jemand:
„Er muss jetzt loslassen.“ oder: „Sie müssen loslassen.“

Und ich merke, dass mich dieser Satz inzwischen zunehmend verärgert.
Nicht, weil er böse gemeint wäre. Sondern weil in ihm mehr mitschwingt, als derjenige, der ihn ausspricht, vermutlich beabsichtigt.

Denn „loslassen“ ist kein neutrales Wort.

Und der Unterschied zwischen Loslassen und Zulassen ist nicht nur sprachlich – er ist philosophisch, ethisch und in unserem palliativmedizinischen Kontext von erheblicher Bedeutung.

Vor einigen Jahren berichtete eine Frau in einer deutschen Talkshow von einem Erlebnis während des Tsunamis in Sri Lanka, das ihr Leben grundlegend veränderte.
Sie schilderte, wie sie an einer Stange festgeklammert ihre beiden Kinder in den Armen hielt, während die Wassermassen immer stärker wurden.
Der Sog nahm zu. Ihre Kräfte ließen nach. Und sie begriff: Wenn sie beide Kinder festhält, werden sie alle drei sterben. Sie musste entscheiden, welches Kind sie loslässt.

Diese Szene hat sich in mir als das Synonym für "Loslassen" eingebrannt.

Loslassen heißt in diesem Bild: aufgeben müssen.
Loslassen heißt: eine Verbindung aktiv unterbrechen.
Loslassen heißt: sich trennen – gegen das eigene Herz.

Wenn Angehörige im Sterbeprozess hören, sie müssten „loslassen“, schwingt genau diese Härte mit.
Es klingt, als müssten sie den geliebten Menschen freigeben. Als sei ihr Festhalten falsch. Als verhinderten sie etwas.
Das erzeugt Schuldgefühle.
Oder Widerstand.
Oder das Gefühl, man verrate den anderen.

🔴 Philosophische Dimension

Philosophisch betrachtet ist Sterben kein abruptes Ereignis, sondern ein existenzieller Prozess.
Leiden und Sterben sind nicht nur biologische Vorgänge, sondern zutiefst relationale Erfahrungen – eingebettet in Bedeutung, Identität und Lebensgeschichte.
Das Ziel palliativer Begleitung wird daher in der philosophischen Ethik nicht als Verlängerung des Lebens um jeden Preis verstanden, sondern als Ermöglichung eines würdevollen Sterbens unter Reduktion von Leid [3].

Der Mensch bleibt bis zuletzt ein Beziehungswesen.

Narrative Analysen beschreiben das Lebensende nicht primär als „Loslassen“, sondern als relationalen Prozess des Mitgehens und Mit-Sterbens. Beziehung transformiert sich – sie endet nicht einfach abrupt [4].

Hier liegt der entscheidende Unterschied:
Zulassen bedeutet nicht aufgeben.
Zulassen bedeutet anerkennen.

🔴 Ethische Dimension

In der Hospizliteratur wird kritisch hinterfragt, ob „Loslassen“ tatsächlich als notwendige Voraussetzung für gutes Sterben gelten kann [5].
Nicht alle Menschen erleben den Sterbeprozess als inneres Freigeben. Manche halten an Nähe, Sinn oder Hoffnung fest – nicht aus Verdrängung, sondern aus Verbundenheit.

Ethisch betrachtet impliziert „Loslassen“ eine mögliche Konnotation von Aufgabe oder Beziehungsabbruch.

„Zulassen“ hingegen beschreibt eine Haltung der Anerkennung des Unvermeidlichen bei fortbestehender Beziehung.
Es geht nicht um Freigabe.
Es geht um Anerkennung.

🔴 Palliativmedizinische Dimension

In der Palliativmedizin ist Beziehung kein emotionales Beiwerk – sie ist integraler Bestandteil der Versorgung.

In Beziehungsstudien zur palliativen Begleitung beschreiben das Sterben als Gefüge aus Leben im Hier und Jetzt, liebevoller Verbundenheit und einem behutsamen Navigieren des Abschieds [2].

Auch klinische Analysen zum Thema „Loslassen“ zeigen, dass Akzeptanz nicht mit Aufgabe gleichzusetzen ist, sondern als bewusste Anerkennung dessen verstanden werden muss, was sich der Kontrolle entzieht [1].

Palliativmedizinisch bedeutet Zulassen:
Symptome lindern.
Würde schützen.
Nähe ermöglichen.
Angst reduzieren.
Den natürlichen Verlauf nicht künstlich verlängern, aber den Menschen nicht allein lassen.

Es geht nicht darum, den geliebten Menschen loszugeben.
Es geht darum, den Prozess geschehen zu lassen – in Beziehung.

Der Unterschied zwischen Loslassen und Zulassen ist daher kein sprachliches Detail. Er ist philosophisch, ethisch und palliativmedizinisch grundlegend.

❌️ Loslassen trennt.
✔️ Zulassen begleitet.

Wir müssen niemanden loslassen – wir dürfen das Sterben zulassen und dabei verbunden bleiben.

Danke fürs Lesen und Teilen!

Mit den besten Grüßen
Mario Steffens
Facharzt für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin
Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer Palliativnetz Lörrach gGmbH

Literatur:
Sercu M. General perspectives on “letting go” at the end of life. 2015.
Molloy U, Phelan A. Living, loving and letting go: relational themes in palliative care of older people. Int J Older People Nurs. 2021; e12424.
Hartogh G. Suffering and dying well: on the proper aim of palliative care. Med Health Care Philos. 2017;20:413–424.
Vinzent M. Begleiten und Loslassen, Sterben und Miteinandersterben. PhilPapers. 2025.
Medicus E. Muss man beim Sterben „loslassen“? Hospiz Tirol. 2018.












̈rrach


21/02/2026

Aszites
Wenn sich Wasser im Bauch sammelt – und was dann wirklich hilft

Der Bauch wird langsam im Umfang größer.

🔸️Die Kleidung spannt.
🔸️Das Atmen fällt schwerer.
🔸️Liegen wird unangenehm.

Viele denken zunächst an Verdauungsprobleme oder Gewichtszunahme. Doch bei Menschen mit einer schweren Leber- oder Krebserkrankung kann etwas anderes dahinterstecken:
Flüssigkeit im Bauchraum.

⚠️ Diese Flüssigkeit nennt man Aszites, im Volksmund auch Bauchwasser.

Aszites ist keine eigene Krankheit. Er ist ein Zeichen dafür, dass im Körper ein wichtiges Gleichgewicht gestört ist [1–3]. Und er betrifft nicht nur den Bauch – er beeinflusst oft den gesamten Alltag.

🔴 Warum entsteht Aszites?

Bei einer stark geschädigten Leber steigt der Druck in bestimmten Blutgefäßen. Gleichzeitig speichert der Körper mehr Salz und Wasser. Die Flüssigkeit tritt in den Bauchraum über. Dieser Mechanismus ist bei Leberzirrhose gut beschrieben [1–3].
Auch bei Tumorerkrankungen kann sich Aszites bilden. Tumore können das Bauchfell reizen oder Abflusswege blockieren. Die Flüssigkeit kommt dann oft immer wieder [9,10].
Aszites entsteht auch durch Entzündungen. Dann kann er sich zurückbilden, wenn die Ursache behandelt wird. Häufiger jedoch ist er Ausdruck einer fortgeschrittenen Erkrankung.

🔴 Welche Beschwerden verursacht Aszites?

Aszites ist belastend.
Typische Beschwerden sind:
🔸️Druck- und Spannungsgefühl
🔸️Atemnot
🔸️schnelles Sättigungsgefühl
🔸️eingeschränkte Beweglichkeit
🔸️Müdigkeit

Gerade bei fortgeschrittener Lebererkrankung ist das Auftreten von Aszites ein Hinweis auf eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs [1–3].

🔴 Mögliche Komplikationen

Aszites beeinträchtigt nicht nur die Atmung. Er kann auch die Verdauung stören.
Verstopfung, Völlegefühl und Blähungen sind häufige Begleiterscheinungen.
Wenn sehr viel Flüssigkeit vorhanden ist, kann die Schutzfunktion der Darmwand geschwächt werden. Bakterien können dann in die Bauchflüssigkeit übertreten. Es kann sich eine bakterielle Bauchfellentzündung entwickeln.
Das ist eine ernste Komplikation, die es unbedingt zu verhindern gilt, da sie bei fortgeschrittener Erkrankung mit einer deutlich lebenslimitierenden Prognose verbunden ist [1–3].

🔴 Punktion – aber kontrolliert

Bei ausgeprägten Beschwerden wird Flüssigkeit abgelassen.
Internationale Leitlinien empfehlen dabei ein kontrolliertes Vorgehen und warnen vor Kreislauf- und Nierenkomplikationen bei zu aggressiver Entleerung [1–3].

Zu viel Flüssigkeit auf einmal abzulassen kann zu:

🔸️Blutdruckabfall
🔸️ausgeprägter Schwäche
🔸️Verschlechterung der Nierenfunktion
führen.

Gerade bei Leberzirrhose kann sich u.a. daraus ein hepatorenales Syndrom entwickeln – eine schwere Nierenfunktionsstörung [1–3].

Deshalb führen wir symptomorientierte Punktionen durch:

⚠️ Es wird so viel Flüssigkeit abgelassen, dass sich die Beschwerden bessern – nicht mehr.

🔴 Dauerhafte Katheter – eine strukturierte Lösung

Bei wiederkehrendem Aszites können dauerhafte Kathetersysteme eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise PeriX®- und PleurX®-Katheter, die unter von der Firma Evimed vertrieben werden.
Diese Systeme erlauben eine fraktionierte, kontrollierte Entleerung im häuslichen Umfeld oder im Pflegeheim.

Für malignen Aszites zeigen Studien, dass diese oben genannten getunnelten Katheter sehr praktikabel sind, Krankenhausaufenthalte reduzieren können
und die Lebensqualität verbessern [9,10].

Auch im Kontext fortgeschrittener Lebererkrankung werden Langzeitdrainagen zunehmend untersucht [6–8].

Der Vorteil liegt in der Planbarkeit und der Vermeidung wiederholter schmerzhafter Punktionen.

🔴 Risiken unkontrollierter Entleerung

In der Praxis kommt es jedoch immer wieder vor, dass der Aszites unkontrolliert oder in zu großen Mengen abgelassen wird.

Dies kann zu ausgeprägter Schwäche,
Kreislaufinstabilität durch Flüssigkeitsmangel bis hin zum Nierenversagen
führen.

Leitlinien betonen deshalb ausdrücklich die Notwendigkeit eines strukturierten, überwachten Vorgehens [1–3].
Der Gedanke „Je leerer, desto besser“ ist medizinisch nicht korrekt.

🔴 Warum spezialisierte Begleitung sinnvoll ist

Refraktärer Aszites – also Aszites, der trotz Therapie immer wiederkehrt – ist ein Marker für fortgeschrittene Erkrankung [1–3].

Hier geht es weniger um maximale Entleerung als um:

🔸️stabile Kreislaufverhältnisse
🔸️Schutz der Nieren
🔸️Vermeidung von Infektionen
🔸️Reduktion belastender Klinikaufenthalte

Die Evidenz zeigt, dass strukturierte palliative Strategien, einschließlich getunnelter Katheter, hier eine sinnvolle Rolle spielen können [6–10].

🔴 Fazit

Die Ursache des Aszites – also Bauchwasser – ist in den meisten Fällen zwar nicht mehr behandelbar. Die dadurch resultierende Symptomlast ist aber sehr wohl behandelbar. Sie ist aber komplex.

Internationale Leitlinien geben klare medizinische Rahmenbedingungen vor [1–3].
Studien zeigen Vorteile von Albumintherapie in ausgewählten Fällen [4] und die Wirksamkeit getunnelter Katheter beim malignen Aszites [9,10].

⚠️ Entscheidend ist jedoch:
Nicht maximale Entleerung,
sondern kontrollierte Symptomlinderung.

Das Ziel ist Stabilität.

Danke fürs Lesen und Teilen!

Mit den besten Grüßen
Mario Steffens
Facharzt für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin
Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer
Palliativnetz Lörrach gGmbH

Literatur:
European Association for the Study of the Liver (EASL). EASL Clinical Practice Guidelines for the management of patients with decompensated cirrhosis. J Hepatol. 2018;69(2):406–460.
Biggins SW, Angeli P, Garcia-Tsao G, et al. Diagnosis, Evaluation, and Management of Ascites, SBP, and HRS. Hepatology. 2021;74(2):1014–1048.
Aithal GP, et al. Guidelines on the management of ascites in cirrhosis. Gut. 2021;70(1):9–29.
Caraceni P, Riggio O, Angeli P, et al. Long-term albumin administration in decompensated cirrhosis (ANSWER). Lancet. 2018;391(10138):2417–2429.
Cooper M, et al. Long-term abdominal drains in refractory ascites. J Pain Symptom Manage. 2021.
Macken L, et al. Long-term abdominal drains in cirrhosis: consensus document. Frontline Gastroenterol. 2022.
Haddadin Y, et al. LTAD vs LVP for refractory ascites (REDUCe2 protocol). Trials. 2025.
Narayanan G, et al. Tunneled peritoneal catheter for malignant ascites. J Palliat Med. 2014;17:906–912.
Petzold G, et al. Prospective outcomes of tunneled peritoneal catheters. 2021.












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21/02/2026

Der offene Hosenknopf – und ein Satz, der alles veränderte

Manchmal entscheidet sich ein Berufsweg nicht in großen Konflikten, sondern in einem einzigen Satz.

Nach fünf Jahren Assistenzarztzeit in der Klinik für Tumorbiologie verließ ich sie. Nicht aus fachlicher Unzufriedenheit und nicht aus Karrieregründen.
Ich glaube, ich war das Sterben müde. Viele meiner Patientinnen und Patienten entließ ich nach Hause – nicht gesund, sondern zum Sterben. Bei der Entlassung wusste ich, dass ich sie nicht wiedersehen würde. Ihre Akte schloss sich. Ihr Leben auch.
Ich wollte endlich mal etwas anderes sehen: Heilung, Rückkehr, Wiederkehr.
Deshalb wechselte ich in eine Akutklinik, um dort meine fachärztliche Weiterbildung fortzusetzen. Ich war fast erleichtert. Endlich ein Setting, in dem Menschen wegen behandelbarer, kurativer Probleme kamen, stationär aufgenommen wurden und wieder nach Hause gingen.
Ich übernahm eine internistische Station mit zwanzig Betten. In der Abteilung dominierten Gastroskopien und Koloskopien, die Verweildauer war kurz, der Durchlauf hoch. Multimorbidität war Alltag, Notaufnahmefälle wurden regelmäßig übernommen. Die Abläufe waren effizient, strukturiert, getaktet. Ein funktionierendes System mit klaren Zielzahlen.

🔸️Die falsche Pneumonie

Eines Tages wurde mir eine Frau Mitte vierzig von der Notaufnahme auf "meine" Station zugewiesen, Verdachtsdiagnose beidseitige Pneumonie. Sie war selbst gekommen, wegen Atemnot. Husten hatte sie keinen, Fieber ebenfalls nicht, eine eindeutige Infektanamnese fehlte. Ein Röntgenthorax war nicht erfolgt, die Blutentnahme war erfolgt, die Befunde standen noch aus. Sie saß im Bett und wartete auf die nächsten Schritte, kurzatmig, aber kreislaufstabil.
Bei der Aufnahme fiel mir auf, dass ihre Hose geöffnet war. Knopf und Reißverschluss waren offen, der jedoch Gürtel geschlossen war, nur etwas weitergestellt. Auf meine Nachfrage erklärte sie, ihr Bauch sei in letzter Zeit größer geworden, sie habe wohl zugenommen. Schmerzen habe sie jedoch keine. Es war ein unscheinbares Detail – und doch klinisch relevant.

🔸️Eine Diagnose, die das Leben verändert

Die körperliche Untersuchung passte nicht zu einer Pneumonie. Die Atemgeräusche waren beidseits abgeschwächt, der Klopfschall bis etwa mittig thorakal gedämpft, typische feuchte Rasselgeräusche fehlten. Das sprach eher für Pleuraergüsse. Die Sonographie bestätigte beidseitige Ergüsse, im Ultraschall zeigte sich zudem Aszites und einen großen soliden Tumor im Unterbauch.
Ich stellte den Verdacht eines bereits fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms, punktierte den Pleuraerguss für eine zytologische Untersuchung und meldete ein CT von Hals bis Becken zum Staging an.
In der radiologischen Mittagsbesprechung fiel dann ein leicht genervter Kommentar des zuständigen Radiologen, wieder habe ein Assistenzarzt ein ausgedehntes CT angemeldet. In die Runde stellte er die Frage, mit welcher Begründung dieses denn angemeldet worden sei.
Ich stellte die Patientin kurz vor, schilderte die Atemnot, die klinischen Befunde, die beidseitigen Pleuraergüsse, den Aszites und den sonografisch bestätigten Tumorbefund. Während ich sprach, drehten sich der Radiologe und die Oberärztin zu mir um. Ein kurzer Moment, in dem ihre Blicke mich musterten.
Mir war klar, dass ich mit der direkten Anmeldung des CTs die Oberärztin nicht zuvor eingebunden hatte. Angesichts der klinischen Befunde hielt ich die Untersuchung jedoch für medizinisch geboten – das Ergebnis bestätigte diese Einschätzung.

🔸️Der eigentliche Kern

Am Nachmittag setzte ich mich zu der Patientin ans Bett. Nicht wegen Leitlinien und auch nicht wegen einer Abrechnungsmöglichkeit, sondern weil sie in diesem Moment verstand, dass sich ihr Leben fundamental verändern würde.
Sie war nicht nur medizinisch überfordert, sie war es vor allem organisatorisch.
Die Kinder würden bald aus der Schule kommen, der Ehemann wusste noch nichts, der Alltag lief weiter – nur ihr Leben nicht mehr wie zuvor.

Sie war morgens mit Atemnot gekommen und am Nachmittag konfrontiert mit einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung.

Eine Diagnose ist eine medizinische Tatsache. Ihre Konsequenz kann eine existenzielle Erschütterung sein. Und das ist eine menschliche Erfahrung.

Dieses Gespräch war kein Zusatz, kein zeitlicher Überschuss. Es gehört zum Kern ärztlicher Tätigkeit – und, wie ich erst später für mich feststellte, zum Kern palliativmedizinischer Tätigkeit.

🔸️Der Satz

Mein Piepser meldete sich und ich wurde zurück auf Station gerufen. Ich schilderte die Situation, die Diagnose, die Verlegung und das Gespräch.
Dann sagte meine Oberärztin: „Herr Steffens, wenn Sie Gespräche dieser Art führen wollen, dann machen Sie dies bitte in Ihrer Freizeit und nicht während der Arbeitszeit.“

Es war kein persönlicher Angriff. Es war Systemlogik. Gastroskopien und Koloskopien sind abrechenbar. Diagnostik ist dokumentierbar.
Belegungstage sind kalkulierbar. In dieser Logik ist ein Gespräch kein messbarer Beitrag, der im Controlling eine Verbesserung der Abrechnung bewirkt.

🔸️Die Erkenntnis

In diesem Moment wurde mir etwas klar. Ich war nicht vor dem Sterben davongelaufen, als ich die Tumorbiologie verlassen hatte. Ich war der ständigen Konfrontation mit der Endgültigkeit ausgewichen. In der Tumorbiologie war das Sterben offen sichtbar gewesen. In der Akutklinik wurde es strukturell ausgeblendet. Es war dennoch da. Ich merkte da sehr deutlich, wo meine Stärken lagen und vor allem was ich in der Klinik für Tumorbiologie alles gelernt habe.

Dieses Intermezzo mit der Oberärztin machte mir sehr deutlich, dass ich in dieser Akutklinik keine Zukunft hatte, wenn ich als Arzt Empathie und Würdezentriertheit nicht beiseite legen möchte. Ich brauchte dann ein anderes Setting, eines, in dem Gespräche nicht als Störgröße gelten, sondern als Kern ärztlicher Tätigkeit.

Da ich noch in der Probezeit war, fiel mir die Entscheidung leicht. Ich entschied mich für den Weg in die Niederlassung und legte der Oberärztin kurzerhand meine Kündigung auf den Schreibtisch.

Rückblickend war diese Episode kein Scheitern. Sie war eine Klärung – und die Legung des Grundsteines für meinen weiteren beruflichen Weg: zuerst in die hausärztliche Tätigkeit und später zurück in die Palliativmedizin.

Manchmal braucht es nur einen einzigen Satz, um zu verstehen, wo man nicht hingehört.
Medizin kann heilen. Aber sie muss auch immer begleiten.
Und vielleicht beginnt ärztliche Reife genau dort, wo man aufhört, beides gegeneinander auszuspielen.

❗️Danke fürs Lesen und Teilen

Mit den besten Grüßen
Mario Steffens
Facharzt für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin
Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer
Palliativnetz Lörrach gGmbH












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21/02/2026

Update eines Artikels, den ich vor drei Jahren schrieb:

Nicht mit dem Blick auf einen Duschvorhang sterben!

🔸️Warum ich Palliativarzt geworden bin

Ein Raum, der alles veränderte
1993 bekam ich meinen Einberufungsbescheid. Nach fünf Jahren erfolgreichen Sich-Entziehens wurde ich schließlich doch eingezogen. Ich verweigerte den Dienst, kam zum Zivildienst und irgendwann über Umwege auch in die Klinik auf eine internistische Station.
Nach dem Hauptschulabschluss wurde ich Heizungs- und Lüftungsmonteur. Statt in meiner üblichen Handwerkskluft stand ich plötzlich in Pflegekleidung auf Station, machte Betten, verteilte Essen, räumte Ausgüsse aus und putzte Toilettenstühle. Es war nichts Besonderes. Das war Stationsalltag.

Bis ich das erste Mal erlebte, wie jemand starb.
Die Station war voll belegt - alles 4-Bett-Zimmer. Ein Einzelzimmer war nicht frei. Also wurde der Sterbende ins Patientenbad geschoben.
Dort war es ruhig. Es war der einzige Raum, in dem man ungestört sein konnte.
Das Bad war kein Ort der Würde. Weiß-graue Fliesen im Charme der 70er-Jahre. Ein offenes Regal mit Zellstoff, Einlegebinden und Urinsammelbehältern. Spinde an der Wand, der Putzwagen stand darin und direkt vor dem Fenster hing ein großer, hellgrauer Duschvorhang mit dunklen Stockflecken am unteren Rand.
Wenn ein sterbender Patient unruhig wurde, musste ich mich dazusetzen. Ich war kein Pfleger, kein Arzt. Ich war Hilfskraft und einfach da.
So saß ich neben dem Patienten und blickte auf diesen Vorhang.
Ich wusste damals wenig über Medizin.
Aber ich wusste mit erschreckender Klarheit:
So möchte ich nicht sterben. Nicht mit dem letzten Blick auf einen Duschvorhang - in einem Patientenbad.

🔸️Würde ist kein Extra

Viele Jahre später verstand ich, warum mich diese Szene nicht mehr losließ.
Immanuel Kant schreibt, der Mensch dürfe niemals bloß Mittel sein, sondern müsse immer Zweck an sich selbst bleiben.

Würde ist kein Bonus bei guter Organisation, kein Zusatz bei ausreichender Personaldecke. Sie ist unantastbar – unabhängig von Prognose, Leistungsfähigkeit oder Belegungssituation.

Im Patientenbad wollte niemand respektlos sein. Niemand handelte aus Bosheit. Es war kein Skandal. Es war Struktur. Und genau darin liegt die eigentliche Irritation. Der Sterbende wurde nicht als Person missachtet, sondern als organisatorisches Problem gelöst.
Er musste irgendwo untergebracht werden.

Georg Wilhelm Friedrich Hegel beschreibt, dass Menschsein sich in Anerkennung vollzieht. Wo Anerkennung fehlt, wird der Mensch zum Objekt.
Ein Sterbender im Abstellraum ist nicht mehr Subjekt einer Beziehung, sondern Teil eines Ablaufs.

Damals war es ein Duschvorhang. Heute sind es andere Mechanismen.

🔸️Der moderne Duschvorhang

Ich bin über Umwege Arzt geworden. Abendgymnasium, Medizinstudium, Facharztausbildung. Und schließlich Palliativmediziner.
Nicht aus romantischer Berufung, sondern aus einer inneren Überzeugung:
Sterben darf kein Organisationsrest sein.

In unserem Landkreis existieren Kliniken, Hausärzte, Pflegeheime, ambulante Dienste, Hospizgruppen und Verwaltung.
Formal ist alles vorhanden. Auf dem Papier wirkt die Versorgung vollständig.

Und doch erleben wir immer wieder, dass palliative Unterstützung erst dann angefragt wird, wenn Situationen bereits eskaliert sind.
Dass Verantwortung delegiert wird, ohne sie wirklich zu teilen.
Dass Kooperation betont wird, aber in der Praxis oft an institutionellen Grenzen endet.
Niemand würde öffentlich sagen, dass spezialisierte palliative Begleitung unerwünscht sei. Im Gegenteil: In Leitbildern und Grußworten hat sie einen festen Platz. Doch im Alltag entscheidet sich etwas anderes.
Manchmal wird nicht offen blockiert, sondern schlicht nicht eingebunden.
Manchmal wird nicht widersprochen, sondern geschwiegen. Und dieses Schweigen hat Folgen.

Für die Betroffenen bedeutet das: unnötige Krankenhausaufenthalte, belastende Therapieversuche ohne frühzeitige Aufklärung, ein Leiden, das hätte gelindert werden können.
Nicht, weil jemand bewusst Schaden wollte. Sondern weil Strukturen träge sind und Besitzstände sensibel verteidigt werden.

Der moderne Duschvorhang besteht nicht mehr aus Kunststoff mit Stockflecken. Er besteht aus Budgetverantwortung, Zuständigkeitsgrenzen, Hierarchien und der Sorge, Einfluss zu verlieren. Er ist unsichtbar – aber wirksam.

🔸️Wut über vermeidbares Leiden

Was mich wütend macht, ist nicht der Tod. Der Tod gehört zum Leben. Was mich wütend macht, ist vermeidbares Leiden. Wenn Angehörige sagen: „Hätten wir gewusst, dass es diese Unterstützung gibt, hätten wir uns früher gemeldet“, dann weiß ich, dass wertvolle Zeit verloren gegangen ist. Zeit für Gespräche.
Für Symptomkontrolle.
Für Vorbereitung.
Für Abschied.

In solchen Momenten denke ich zurück an das Patientenbad. Nicht aus Nostalgie, sondern als Maßstab. Würde ist keine rhetorische Figur. Sie zeigt sich darin, ob wir bereit sind, Expertise frühzeitig einzubeziehen.
Ob wir Verantwortung teilen können.
Ob wir Kooperation höher gewichten als institutionelle Eitelkeit.

Palliative Medizin widerspricht einer Logik, die Menschen nach Funktion bewertet. Sie stellt sich auf die Seite derer, die nichts mehr leisten können – und gerade deshalb alles verdienen: Aufmerksamkeit, Anerkennung, Respekt.

🔸️Am Ende eine einfache Frage

Dreißig Jahre sind vergangen. Niemand wird heute mehr offiziell ins Patientenbad geschoben - oder doch?
Ich frage mich, wie viele Duschvorhänge wir in unseren Köpfen tragen.
Wie oft wir Menschen funktional behandeln, ohne es zu merken.
Wie oft wir Würde sagen und Effizienz meinen.

Ich bin Palliativarzt geworden, weil ich damals verstanden habe, dass Medizin mehr sein muss als Therapie.
Sie muss Haltung sein.
Sie muss Anerkennung sein.
Und sie muss gerade dort menschlich bleiben, wo Heilung nicht mehr möglich ist.

Denn wenn es ums Sterben geht, sitzen wir alle im selben Boot - und wenn sich nichts ändert, blickt irgendwann jeder von uns auf seinen eigenen Vorhang.

❗️Danke fürs Lesen und Teilen

Mit den besten Grüßen
Mario Steffens
Facharzt für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin
Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer
Palliativnetz Lörrach gGmbH












̈rrach


20/02/2026
16/02/2026

https://www.focus.de/politik/briefing/der-tod-von-oma-ilse-offenbart-das-ganze-pflege-drama_081735d9-090e-457c-b17d-ecc385163353.html

Viel Text aber extrem wichtig!

Wenn Verantwortung stirbt, stirbt Würde.

Ein Bericht aus der Realität der Versorgung Schwerstkranker

Es beginnt meist leise. Nicht mit einem Skandal, nicht mit einem Aufschrei, sondern mit einer Entlassung. Ein Mensch verlässt das Krankenhaus – formal versorgt, tatsächlich allein. Ohne Schmerzmedikation. Ohne Sauerstoff, den er eben noch dringend brauchte. Ohne Pflegebett. Ohne geklärte Wundversorgung. Ohne irgendeine Gewissheit, dass das, was medizinisch begonnen wurde, zu Hause auch weitergeführt werden kann.
In Deutschland sprechen wir viel über knappe Kassen, über Kostenexplosionen, über Effizienz. Zu selten sprechen wir über Verantwortung. Und noch seltener über Letztverantwortung. Denn genau hier liegt das eigentliche Problem unseres Systems: Niemand will sie mehr tragen.

Ich bin Hausarzt und Palliativarzt im Landkreis Lörrach.
Was ich erlebe, ist kein Einzelfall, sondern Alltag. Patienten werden aus Kliniken entlassen, ohne dass ihre häusliche Situation ernsthaft berücksichtigt wurde. Das Entlassmanagement existiert auf dem Papier – in der Realität wird es vielerorts halbherzig betrieben oder schlicht ignoriert. Der nächste möge es richten.
Die Folgen sind gravierend. Menschen geraten in existenzielle Krisen. Schmerzen, die im Krankenhaus gelindert waren, brechen zu Hause wieder auf – weil ein BTM-Rezept als "kompliziert" gilt. Sauerstoff wird in der Klinik selbstverständlich verabreicht, zu Hause aber fehlt jede Versorgung. Pflegebedarfe sind nicht organisiert, Wunden eitern, Angehörige sind überfordert. Und am Ende steht oft ein Satz, den man erschreckend häufig hört: "Der Patient stirbt ja ohnehin" oder "Man stirbt auch ohne Palliativversorgung".
Ja, Menschen sterben. Auch ohne Palliativversorgung. Aber die entscheidende Frage ist nicht, ob sie sterben, sondern wie. Mit wie viel Leid. Mit wie viel Angst. Mit wie viel unnötigem Schmerz. Dass diese Frage zunehmend zweitrangig wird, ist ein moralischer Offenbarungseid.
In der Öffentlichkeit werden Kliniken gefeiert, Hochglanzberichte loben die Qualität der Versorgung. Die Realität sieht oft anders aus. Sie ist roh, sie ist beschämend, und sie ist würdelos. Patienten werden entlassen, obwohl offensichtlich ist, dass die Weiterbehandlung nicht sichergestellt ist. Niemand fühlt sich zuständig. Verantwortung diffundiert – zwischen Schichten, Berufsgruppen und Zuständigkeiten.
Ich frage mich oft: Würden die Verantwortlichen ihre eigenen Angehörigen so versorgt wissen? Mit offenen Wunden? Mit unzureichender Schmerztherapie? Mit dem Hinweis, dass „das jetzt halt so ist“? Die ehrliche Antwort dürfte klar sein.
Besonders drastisch zeigt sich das Versagen bei hochbetagten, dementen oder sterbenden Menschen. Sie haben keine Lobby. Sie sind leise. Sie fordern nicht.
Ein Patient in einem Demenzzentrum stürzte beispielsweise wiederholt. Ärztlich angeordnete Sturzprophylaxen wurden nicht umgesetzt – angeblich aus rechtlichen Gründen. Diese waren vorgeschoben.
Die Folge daraus, der Patient stürzte mehrfach und verletzte sich, da die ärztlich verordneten Maßnahmen trotz Nachdruck nicht umgesetzt wurden.
Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, die die juristische Notwendigkeit regeln, lagen vor.
Niemand wollte die Mühe auf sich nehmen. Es kostete Zeit. Es kostete Aufmerksamkeit. Es kostete Verantwortung.
Doch nicht nur die stationäre Versorgung ist prekär. Auch die ambulante Versorgung steht am Limit. Sparmaßnahmen haben dazu geführt, dass es immer weniger Hausärzte gibt. Die verbliebenen werden von Bürokratie erdrückt, arbeiten am Anschlag und verfügen kaum noch über die zeitlichen Ressourcen, um Hausbesuche durchzuführen oder sich angemessen um Patienten im häuslichen Umfeld zu kümmern. Versorgung findet zunehmend am Schreibtisch statt – nicht mehr am Bett.
Hinzu kommt – zumindest im Landkreis Lörrach – ein strukturelles Problem, das selten offen benannt wird: Die beteiligten Institutionen arbeiten häufig nebeneinander her, aber nicht wirklich miteinander. Eine multiprofessionelle Zusammenarbeit, wie sie insbesondere bei schwerkranken und palliativen Patienten notwendig wäre, findet nur unzureichend statt. Statt eines offenen, ehrlichen Austauschs über Versorgungsbedarfe dominiert nicht selten ein Konkurrenzdenken zwischen Einrichtungen, Berufsgruppen und Versorgungsstrukturen. Der Patient, der eigentlich eine ganzheitliche, multiprofessionelle Betreuung benötigt, gerät dabei aus dem Fokus.
Hinzu kommt ein weiteres, ebenfalls selten offen benanntes Problem: Denn auch in Pflegeheimen sieht es nicht anders aus. Nicht selten besteht die Sorge, dass durch die Hinzuziehung externer spezialisierter Palliativteams eine bestehende Mangelversorgung sichtbar werden könnte. Aus Angst vor Kritik, vor Überprüfung oder vor rechtlicher Angreifbarkeit werden Palliativversorger daher gar nicht erst eingebunden – selbst dann nicht, wenn Patienten bereits eine erhebliche Symptomlast aufweisen und offenkundig palliativmedizinische Unterstützung benötigen und diese nach dem Sozialrecht auch zusteht. Ein Rechtsanspruch, der täglich gebrochen wird. Konsequenzen hat dies keine.
Gleichzeitig zeigt sich auch hier Konkurrenzdenken. Die Vorstellung, externe Expertise könne Defizite offenlegen, führt dazu, dass Leid in Kauf genommen wird. Patienten werden weiter verwaltet, statt adäquat versorgt – nicht aus medizinischer Notwendigkeit, sondern aus systemischer Abwehr.
Pflegekräfte arbeiten am Limit, oft unterbesetzt, häufig ohne ausreichende sprachliche Verständigung. Das ist Realität. Aber es erklärt nicht alles. Denn strukturelle Not entbindet nicht von moralischer Haltung. Und sie rechtfertigt keine Würdelosigkeit.
Wir investieren enorme Summen, um Leben zu verlängern. Gleichzeitig lassen wir Menschen am Lebensende in einem Zustand zurück, den man kaum anders als drittweltlich bezeichnen kann. Da stellt sich eine unbequeme Frage: Was ist Leben noch wert, wenn Würde verhandelbar wird? Wann wird der Patient zur Ware – verwaltet, weitergereicht, abgelegt?
Dieses System ist nicht nur unterfinanziert. Es ist an entscheidenden Stellen entkernt. Es fehlt nicht nur Geld. Es fehlt Haltung. Es fehlt der Mut, Verantwortung zu übernehmen – auch dann, wenn es unbequem ist. Gerade dann.
Solange wir das Sterben aus dem Blick drängen, solange wir Leid delegieren und Verantwortung weiterreichen, wird sich nichts ändern. Und irgendwann betrifft es nicht mehr die anderen. Dann stehen wir selbst vor der Tür, die sich leise schließt.

Für das kommende Jahr, insbesondere mit Blick auf 2026, wünsche ich mir daher weniger Parallelstrukturen und mehr Zusammenarbeit. Weniger Nebeneinander, kein Gegeneinander, sondern ein konstruktives Miteinander der beteiligten Berufsgruppen und Institutionen – im Interesse der Patientinnen und Patienten.
Denn am Ende geht es nicht nur um Organisation oder Zuständigkeiten.
Es geht um Haltung.
Und es geht um Würde.

Mit besten Grüßen
und allen guten Wünschen für das Jahr 2026.

Ihr Mario Steffens

Mario Steffens ist Facharzt für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin. Er ist ärztlicher Leiter und Geschäftsführer des Palliativnetzes Lörrach, einer spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) im Landkreis Lörrach.

Danke für's Lesen und Teilen!












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