29/01/2026
Winzig kleine Plastikpartikel wurden mittlerweile in fast allen Teilen des menschlichen Körpers gefunden – sogar im Gehirn. Doch anders als z. B. in den Darm, dürfte es dorthin nicht (nur) über die Nahrung gelangen, sondern (auch) über den Geruchssinn.
Brasilianische Forschende machten nun eine Entdeckung, die den Geruchssinn bzw. die Riechnerven als Vehikel für die Plastikpartikelchen ins Spiel bringt. Das Forschungsteam untersuchte Hirngewebeproben von 15 Verstorbenen, die routinemäßig obduziert wurden. Bei 8 Personen wurde Mikroplastik im Riechkolben gefunden, dem Teil des Gehirns, der die erste Anlaufstelle für die Riechnerven aus der Nase darstellt.
Unabhängig von den möglichen Aufnahmewegen zeigen brandaktuelle Untersuchungen aus den USA, dass die Konzentration von Mikro- und Nanoplastik im menschlichen Gehirn über die Jahre zugenommen hat. Ob und welchen Schaden die Plastikteilchen dort anrichten, muss aber noch weiter untersucht werden.
Mehr dazu in den Duftsplittern der aktuellen FORUM #66 sowie in der Rubrik auf unserer Webseite.