02/08/2016
Demenz – was ist das?
Demenz ist der Oberbegriff für ein Symptombild bei einer Reihe von Krankheiten, die die Leistungsfähigkeit des Gehirns beeinträchtigen. Zu diesen Symptomen gehört die Beeinträchtigung geistiger, emotionaler und sozialer Fähigkeiten eines Menschen. Demenzen gehen mit Gedächtnisstörungen einher, sie sind lang anhaltend und fortschreitend. Oft kommt es auch zu Veränderungen des zwischenmenschlichen Verhaltens und des Antriebs. Akute und vorübergehende Verwirrtheitszustände oder Bewusstseinstrübung zählen nicht zu den demenziellen Erkrankungen.
Umgangssprachlich werden oftmals die Beziehungen „Demenz“ und „ Alzheimer“ unscharf verwendet. Die Alzheimer-Demenz ist die weitaus häufigste Form einer Demenz: Rund 60 Prozent aller demenziellen Erkrankungen entsprechen diesem Typ. Weitere Demenzformen entstehen aufgrund von Durchblutungsstörungen des Gehirn infolge von Gefäßveränderungen (vaskuläre Demenz), durch Nervenzelluntergang vorwiegend in den vorderen Bereichen Gehirns (frontotemporale Demenz) und als Folge der Parkinson-Erkrankung: 20 – 40 Prozent der Patienten mit Morbus Parkinson entwickeln im Verlauf ihrer Krankheit einer Demenz. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer seltenerer Demenzformen.
Besonders im höheren Lebensalter können sich verschiedene Erkrankungen des Gehirns gleichzeitig entwickeln. Häufig treten Alzheimer-Veränderungen in Kombination mit gefäßbedingten Durchblutungsstörungen auf. Eine eindeutige Bestimmung der zur Demenz führenden Krankheit ist in vielen Fällen kaum möglich.
Aus dem ZQP-Themenratgeber: Demenz Impulse und Ideen für pflegende Angehörige