04/02/2026
Im Leben stehen wir immer wieder vor Entscheidungen, die uns überfordern.
Entscheidungen, für die es kein richtig oder falsch gibt.
Nur Hoffnung. Und Angst.
Als Mutter ist es kaum vorstellbar, das eigene Kind losziehen zu lassen.
Es nicht sehen zu können.
Stundenlang nicht zu wissen, was passiert.
Nicht zu wissen, ob es Hilfe findet.
Nicht zu wissen, ob es zurückkommt.
Und trotzdem zu hoffen – leise, verzweifelt –, dass genau dieses Loslassen vielleicht die einzige Chance ist, zu überleben.
Viele von uns haben die Geschichte gelesen, die Bilder gesehen, die Berichte verfolgt.
Und ich bin sicher: Viele Mütter haben sich dieselbe Frage gestellt.
Hätte ich das gekonnt?
Hätte ich den Mut gehabt, mein Kind gehen zu lassen – wissend, dass es gefährlich ist, wissend, dass es vielleicht nicht zurückkommt?
Oder wäre meine Angst größer gewesen als meine Hoffnung?
Diese Mutter hat eine Entscheidung getroffen, die kaum auszuhalten ist.
Und dieser 13-jährige Junge hat eine Stärke gezeigt, die man kaum in Worte fassen kann: stundenlanges Schwimmen im Meer, kilometerlanges Gehen – nicht aus Abenteuerlust, sondern aus Liebe. Aus Verantwortung. Aus Mut.
Chapeau vor dieser Mutter.
Chapeau vor diesem Kind.
Manchmal zeigt uns das Leben Geschichten, die uns still machen.
Die uns demütig machen.
Und die uns daran erinnern, wie unfassbar stark Menschen sein können – wenn es um das Überleben derer geht, die sie lieben.