19/02/2026
Vitaminmangel im Alter ist kein Ausnahmefall, sondern die Regel
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für einen Vitalstoffmangel deutlich an. Eine europaweite Studie, veröffentlicht 2016 in der Fachzeitschrift Nutrients, untersuchte über 2.000 Erwachsene im Alter von 35 bis 74 Jahren. Das Ergebnis: Unabhängig von Faktoren wie Ernährung, Raucherstatus, Körpergewicht oder Jahreszeit beeinflusst das Alter selbst den Vitalstoffspiegel im Blut. Der Organismus nimmt Nährstoffe im Laufe der Jahre schlechter auf.
Gründe dafür sind nicht nur eine oft vitalstoffarme Ernährung, sondern auch Magen-Darm-Störungen, die die Resorption erschweren. Hinzu kommt: Viele Medikamente, die gerade ältere Menschen regelmäßig einnehmen, können Vitalstoffmängel begünstigen. Metformin kann einen Vitamin-B12- und Folsäuremangel auslösen, Methotrexat senkt den Folsäurespiegel, Säureblocker stehen mit Vitamin-B12-Mangel in Zusammenhang und Diuretika können die Versorgung mit wasserlöslichen Vitaminen beeinträchtigen.
In der genannten Studie zeigte sich besonders häufig ein Mangel an Alpha-Carotin und Lycopin. Diese Carotinoide wirken als Antioxidantien, schützen die Zellen vor oxidativem Stress, unterstützen Haut und Schleimhäute und sind in roten, gelben, orangefarbenen und grünen Gemüse- und Obstsorten enthalten – etwa in Karotten, Süsskartoffeln, grünem Blattgemüse oder Tomaten. Ein hoher Obst- und Gemüsekonsum, gegebenenfalls ergänzt durch gezielte Nahrungsergänzung, kann helfen, Defizite auszugleichen und altersbedingten Beschwerden vorzubeugen.
Wie erleben Sie das in Ihrem Umfeld: Wird die Vitalstoffversorgung im Alter genug beachtet – oder erst dann zum Thema, wenn bereits Beschwerden auftreten?
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