24/01/2026
TCM - Der Lungenmeridian
Der Lungenmeridian in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist eine zentrale Yin-Leitbahn, die dem Element Metall zugeordnet ist und für Atmung, Hautgesundheit, Immunabwehr (Wei-Qi) sowie den Umgang mit Trauer steht. Er reguliert die Aufnahme von Lebensenergie (Qi), fördert eine zuversichtliche Grundhaltung und verläuft von der Brust über den Arm bis zum Daumen.
Wichtige Aspekte des Lungenmeridians:
Funktion & Gesundheit:
Der Meridian steuert die Atmung, stärkt das Immunsystem und kontrolliert die Haut, welche als Grenze zur Außenwelt gilt. Er sorgt für eine gute Durchblutung und Wärme in den Extremitäten.
Psychische Bedeutung:
Er wird mit Trauer, dem Loslassen von Altem und der Fähigkeit zu trauern in Verbindung gebracht. Ein ausgeglichener Lungenmeridian fördert eine positive Lebenseinstellung und ein Ja zum Leben.
Verlauf:
Der Meridian beginnt im Brustbereich, zieht über die Schulter, die Vorderseite des Oberarms, den Unterarm und das Handgelenk bis zur Daumenspitze.
Organuhr & Element:
Seine Hauptaktivitätszeit ist nachts zwischen 3 und 5 Uhr. Er ist dem Metall-Element zugeordnet, dessen Energie im Herbst besonders präsent ist.
Symptome bei Störungen:
Ein Energiemangel oder Blockaden können sich durch Infektanfälligkeit, Hautprobleme (z.B. Allergien), verstärktes Schwitzen, Atembeschwerden, Traurigkeit oder emotionale Instabilität bemerkbar machen.
Stärkung des Lungenmeridians
Atemübungen:
Tiefe Bauchatmung fördert die Funktion.
Qigong:
Spezifische Übungen helfen, das Lungen-Qi zu regulieren. Haltungen, die den Oberkörper öffnen (z.B. sanfte Rückbeugen). Dieses stimulieren den Verlauf des Meridians.
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Bild: Wikipedia