15/02/2026
„Mama, fährst du eigentlich gern Auto?“
fragt mich meine 12-Jährige,
als ich mal wieder losfahre, um meine Älteste von der Tanzprobe abzuholen.
Es hat nichts mit gern zu tun.
Sondern damit, dass ich Verantwortung trage.
Dafür, dass sie sicher ankommen.
Und in einem Zeitrahmen, der im Alltag machbar ist.
Für den Hinweg hat sie den Bus genommen,
fünf Minuten Verspätung in Kauf genommen.
Für den Rückweg würden fünfzig Minuten Warten dazukommen.
„Mama, ist es anstrengend, zu all unseren Präsentationen und Konzerten zu kommen?“
fragt sie später.
Manchmal ja.
Nicht wegen der Kinder.
Sondern wegen der Organisation drumherum:
Zeit freischaufeln, Geschwister koordinieren, Proben, Abholen, früh da sein.
Ich bin stolz auf meine Kinder.
Und durch meine Präsenz zeige ich ihnen,
dass mir ihr Engagement wichtig ist.
Gleichzeitig fühlt es sich für mich wertschätzend an,
wenn sie wahrnehmen:
Das alles ist nicht selbstverständlich.
Vielleicht beginnt Wertschätzung genau dort,
wo wir das Selbstverständliche kurz benennen dürfen.
💬 Was ist in deinem Familienalltag vieles,
das oft selbstverständlich wirkt,
aber eigentlich Aufmerksamkeit verdient?